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Eine fast fünf Meter hohe Skulptur steht am Zusammentreffen zweier Radwege: Kolesá radosti besteht aus Rädern, Schmiedezunder und weiteren Materialien aus einem Wertstoffhof. In Krasno Nad Kysucou kommen Radfahren, religiöse Kunst, Ortsgeschichte und Naturkunde als unterschiedliche Schwerpunkte zusammen. So lässt sich der Aufenthalt nach den Interessen planen, ohne die einzelnen Sehenswürdigkeiten zu einer einzigen Rundtour zusammenzufassen.

Radwege, Kunst und Spuren der Geschichte

Die Bystrická cyklomagistrála beginnt im Zentrum von Krasno Nad Kysucou und dient einheimischen wie touristischen Radfahrern. Entlang der Route gibt es Haltepunkte für Erfrischungspausen oder einen Besichtigungsstopp. Die Kysucká cyklotrasa führt in Richtung Dunajov und Oščadnica sowie bis nach Milówka in Polen. Kolesá radosti steht an der Kreuzung dieser beiden Radwege und setzt mit ihrer Größe und den wiederverwendeten Materialien einen markanten künstlerischen Akzent.

Entlang des Radwegs am Fluss Bystrica und am Kysucká-Radweg in Richtung Oščadnica liegen Betonbunker des Typs Tobruk (Ringstand 58c). Die deutsche Armee errichtete sie Ende 1944 zur Verteidigung der Straße durch das Bystrica-Tal. Der historische Zweck und die Lage an den Radwegen geben dem Abschnitt einen anderen Charakter als die Skulptur an der Routekreuzung. An der Most lásky a priateľstva befestigen verliebte Paare Schlösser am Brückengeländer und werfen die Schlüssel in den Fluss.

Kirchenkunst und regionale Geschichte

Die Kalvária umfasst einen Kreuzweg mit 14 Stationen und markanten Metallplastiken des Bildhauers und Architekten Stanislav Mikovčák. In die Schmiedeeisenplastiken sind historische Metallgegenstände eingearbeitet; QR-Codes erläutern die symbolischen Darstellungen von der Verurteilung Jesu Christi bis zu seiner Beisetzung. Auch die Pfarrkirche St. Andreas ist ein wichtiger Ort für Architektur und Kunst: Sie wurde 1861 erbaut und gilt nach ihrer Länge als größte Kirche der Kysuce.

In der Kirche ist außerdem eine spätgotische Holzplastik aus dem späten 15. Jahrhundert ausgestellt. Sie ist 113 Zentimeter hoch, stammt von einem unbekannten Meister und befindet sich seit ihrer Restaurierung 2009–2010 in der Pfarrkirche. Als Kulturdenkmal verbindet sie die kunsthistorische Perspektive mit einem konkreten Besuchsort. Eine kleinere religiöse Station findet sich bei der Siedlung Šustkov–Jedličník: Neben der Radroute in Richtung Bystrická dolina steht eine gemauerte Kapelle aus dem Jahr 1998. In der Siedlung wird traditionell im Sommer eine heilige Messe gefeiert; wenn Sie diese einplanen möchten, prüfen Sie den Termin vorab.

Museum und Naturkunde

Das Vlastivedné Museum in Krasno Nad Kysucou zeigt eine naturwissenschaftliche Ausstellung zur Fauna und Flora der Nordwestslowakei. Die Ausstellung Kysucká Odyssey spannt einen historischen Bogen von den frühesten Mammutjägern über die Zeit von Juraj Turzo bis zum Zeitalter der Raumfahrt und umfasst einen interaktiven audiovisuellen Begleiter. Eine systematische geologische Sammlung vermittelt zudem einen Überblick über die Welt der Mineralien. Damit stehen im Museum Naturkunde, Geologie und eine weit gefasste Geschichte der Kysuce nebeneinander.

Siedlungen und Wege in die Landschaft

Im ersten Stock des Aussichtsturms U Jantov befindet sich eine Galerie mit Informationen über Krasno Nad Kysucou. Ein etwa 600 Meter langer Kreuzweg führt direkt zum Aussichtsturm. Die Siedlung U Jantov selbst umfasst Holz- und gemauerte Häuser, erhaltene hölzerne Wirtschaftsgebäude, ein Heiligenbild, einen kleinen Altar und ein Steinkreuz. Von dort führt ein Waldweg unter dem Vojtov vrch hindurch zu Wanderwegen in den Javorníky.

Auch die Krásňanské osady bieten einen anderen Zugang zur Umgebung: Bei einer Wanderung gehören die örtliche Fauna und Flora ebenso zum Landschaftseindruck wie Ruhe und Abgeschiedenheit; die Siedlungen sind auch für Mountainbiker zugänglich. In der Landschaft der Kysucké Beskydy und der Javorníky liegen die Vrabčiarne, touristische Schutzhütten. Die verschiedenen Schwerpunkte lassen sich gut unterscheiden: Radwege führen zu Kunst und historischen Spuren, das Museum bündelt Natur- und Kulturgeschichte, während die Siedlungen und Wanderwege den Blick auf Landschaft und traditionelle Bauformen richten.

Weitere Reiseziele entdecken: Zborov Nad Bystricou, Korňa, Turzovka, Rakova, Klubina, Svrčinovec, Skalite, Tschadsa.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Čadca.

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