In Illau treffen historische Bauwerke und eine längere Wanderung aufeinander. Die erste verlässliche Erwähnung der Burg Ilavský hrad stammt aus dem Jahr 1446. Ein markierter Wanderweg führt vom Bahnhof Ilava über Sokol und die Siedlung Háj zum Vápeč auf 956 Metern. So können Sie Ihre Reise entweder auf Stadtgeschichte oder auf eine Tour in der Landschaft ausrichten – oder beides als unterschiedliche Schwerpunkte planen.
Barocke Baugeschichte und besondere Orte
Die Ilavská zvonica wurde 1758 aufwendig barock umgebaut. Dabei erhielt der Glockenturm ein zweites Stockwerk und ein geschweiftes barockes Dach. Auch die römisch-katholische Allerheiligenkirche erzählt von mehreren Bauphasen: Sie entstand von 1701 bis 1718, ihre Türme wurden 1722 fertiggestellt. Architektonisch ist sie eine einschiffige barocke Hallenkirche mit Krypta und zwei Ecktürmen.
Die Krypta erstreckt sich unter der gesamten Kirche. Dort sind einige Mitglieder des Trinitarierordens sowie ein Teil der Stifter der Kirche und des örtlichen Adels bestattet. Für den Zugang ist derzeit nur ein Haupteingang vorgesehen; ein schmaler Weg zwischen den Gefängnismauern führt dorthin. Prüfen Sie die aktuelle Zugangssituation vor Ihrem Besuch.
Zur Geschichte des Ortes gehört auch, dass ein Kloster in Illau 1856 mit vergleichsweise geringfügigen Anpassungen zu einer landesweiten Strafanstalt umgebaut wurde. Sie war für Gefangene mit Freiheitsstrafen von mehr als zehn Jahren bestimmt. Einen weiteren historischen Bezug bietet die Gruft von Gábor Baross in Klobušice. Baross war früher Minister für Verkehr und Handel unter der Regierung Österreich-Ungarns. Die Gruft wurde 1895 fertiggestellt; bis dahin war er in der Krypta der Kirche von Ilava bestattet. In Illau befindet sich außerdem einer der größten jüdischen Friedhöfe im mittleren Považie.
Stadtgeschichte im Museum
Die historische Ausstellung im Erdgeschoss des Stadtmuseums von Ilava ist derzeit für die Öffentlichkeit zugänglich. Sie behandelt die Entstehung und Geschichte der Stadt sowie die Geschichte der Burg: von ihren frühen Anfängen über das Adels- und Klosterareal bis zur Strafanstalt. Weitere Themen sind das städtische Leben, Zünfte und Handwerk, die Brauerei von Ilava und die jüdische Religionsgemeinde. Auch Gábor Baross und das Schloss in Klobušice gehören zu den Ausstellungsthemen.
Das Infocentrum Ilava dient als Eingang zum Stadtmuseum und verkauft unter anderem touristische Karten, Bücher und Postkarten. Da sich das Warenangebot ändern kann, prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Besuchsmodalitäten und die Auswahl.
Wandern zum Vápeč oder auf der Radroute unterwegs
Die Wanderung von Ilava über Sokol und Háj zum Vápeč dauert insgesamt etwa viereinhalb Stunden; der Höhenunterschied beträgt 706 Meter. Der Weg verläuft abwechselnd durch Wald und über Bergwiesen und bietet fortlaufend Ausblicke. Die Dauer und der Höhenunterschied geben einen konkreten Rahmen für die Tour, sagen aber nichts über die wechselnden Bedingungen unterwegs aus. Prüfen Sie vor dem Aufbruch Wegverhältnisse und Markierungen, die sich saisonal ändern können.
Für Radfahrende gibt es eine andere Möglichkeit, die Region zu erkunden: Die Vážska cyklomagistrála verbindet von Illau aus mit umliegenden Orten. Ein 11,6 Kilometer langer Abschnitt verbindet Nemšová, Dubnica nad Váhom und Košeca. Wer die Radmagistrale von Ilava aus nutzt, kann das Auto auf einem kostenlosen Auffangparkplatz am Bahnhof abstellen und von dort direkt auf die Radroute gelangen. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Routenstatus und die Parkplatzregelung.
Ende August: der Bartolomejský jarmok
Wenn Sie Ihre Reisezeit nach einem Markt- und Kulturprogramm ausrichten möchten, ist der Bartolomejský jarmok ein Anhaltspunkt: Der regelmäßig stattfindende Jahrmarkt wird Ende August zum Fest des heiligen Bartholomäus veranstaltet. Zum Angebot gehören Handwerksstände, traditionelle Jahrmarktspezialitäten, regionale Produkte und ein Kulturprogramm. Die konkreten Termine und das Programm wechseln je nach Ausgabe; prüfen Sie sie vor der Planung Ihres Besuchs.
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