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Das bebaute Gebiet von Šintava liegt am linken Ufer der Waag. Fluss und Ortsgeschichte bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: von der frühen Besiedlung nahe der Waagquerung bis zu Kultur und Freizeit am Ufer.

Burg und historische Spuren

Nahe der Querung der Waag ist eine Siedlung aus der Eisenzeit Teil der Geschichte Šintavas. Später schützte ein großmährisches Burgwallzentrum bei Šintava den Übergang über den Fluss und bildete die Grundlage für die mittelalterliche Wasserburg. Die erste urkundlich überlieferte Erwähnung der Burg stammt aus dem Jahr 1042. Eine Beschreibung aus dem Jahr 1423 nennt für sie zwei Ringmauern und drei Türme.

Auch die frühe Druckgeschichte gehört zu Šintavas Vergangenheit: Unter dem Schutz von Július Salma wurde 1573 auf der Burg eine Druckerei eingerichtet, die als erste in der Slowakei bezeichnet wird. Diese historischen Etappen geben einen konkreten Rahmen für die Ortsgeschichte, ohne dass sie mit heutigen Gebäuden oder Besichtigungsmöglichkeiten gleichzusetzen sind.

Martinskirche und Ausstellungen

Die römisch-katholische Martinskirche ist ein barock-klassizistischer Bau aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Kirche bestand spätestens im 12. Jahrhundert; die Pfarrei St. Martin ist für das Jahr 1234 belegt. Ihr Standort auf dem höchsten Punkt des ehemaligen Burgwalls verbindet Kirchen- und Burggeschichte. Terrassen des früheren Walles sind noch an den Straßen Hradná, Sereďská und Dlhá sichtbar.

Zwei Museumsausstellungen befinden sich im Sitzungsraum des Gemeindeamts: ŠINTAVSKÁ IZBA und ŠINTAVSKÍ KOŠIKÁRI. Sie sind während der Amtsstunden geöffnet. Prüfen Sie vor einem Besuch, ob die Amtsstunden zu Ihrer Planung passen.

Traditionen und Weinveranstaltungen

Am letzten Apriltag wird in Šintava alljährlich Stavanie mája begangen. Auf dem Dorfplatz stellen örtliche Rekruten den Maibaum zu den Klängen der Blaskapelle Šintavanka auf. Wenn Sie gezielt dafür anreisen möchten, prüfen Sie vorab den Ablauf vor Ort.

Zur lokalen Weintradition gehören die wiederkehrende Svätourbanská koštovka, eine Weinverkostung auf dem Gelände des Weinguts Šintavan, und das Šintavské vinobranie. Das wiederkehrende Erntefest umfasst einen allegorischen Umzug, kulturelle Darbietungen sowie Ausstellungen von Obst, Gemüse und Blumen. Für beide Veranstaltungen gilt: Klären Sie den jeweiligen Termin und das konkrete Programm, bevor Sie Ihren Besuch darauf ausrichten.

Waag, Freizeit und Bewegung

Das Areal Lodenica am Ufer der Waag ist das Freizeit- und Sportzentrum von Šintava. Auch die Bootshalle des Veslársky klub Šintava liegt direkt an der Waag und ist für den Rudersport gut ausgestattet. Der Verein verfügt über zwei Drachenboote für Freizeitzwecke. Jedes bietet Platz für 20 Personen sowie einen Steuermann und einen Trommler.

Neben Kindern sind auch erwachsene Ruderbegeisterte angesprochen. Stimmen Sie eine Teilnahme mit dem Verein ab und klären Sie den aktuellen Trainingszugang vor einem Besuch. So bleibt die Planung an die tatsächlichen Bedingungen des Klubs gebunden, statt eine Teilnahme oder einen offenen Zugang vorauszusetzen.

Für eine Fahrt mit dem Rad verbindet eine 21 Kilometer lange Freizeitroute Hlohovec und Šintava am linken Ufer der Waag. Die Streckenangaben der Stadt Hlohovec wurden 2024 aktualisiert; prüfen Sie vor der Abfahrt den aktuellen Wegzustand. Bei Šintava liegt außerdem das Bagrovisko Šintava, ein 8,8 Hektar großes Karpfengewässer. Dort darf ganzjährig geangelt werden, sofern individuelle Schonzeiten und die geltenden Fischereiregeln eingehalten werden. Informieren Sie sich vor dem Angeln über die anwendbaren Bestimmungen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Galanta.

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