Štvrtok Na Ostrove lässt sich über konkrete Kulturzeugnisse entdecken: eine Kirche mit Wurzeln im 13. Jahrhundert, steinerne Bildwerke und Kreuze aus verschiedenen Jahrhunderten sowie Angebote, die Handwerk, Bräuche und Sprache aufgreifen. Für kulturhistorisch interessierte Reisende ergeben sich so mehrere unterscheidbare Themen – von sakraler Architektur bis zu örtlichen Csemadok-Veranstaltungen. Bauphasen, religiöse Bildhauerei und Gedenkorte setzen dabei jeweils eigene Akzente.
Kirche und sakrale Bildwerke
Die römisch-katholische Kirche des heiligen Jakobus des Älteren ist als nationale Kulturdenkmalsstätte im Zentralen Denkmalregister der Slowakischen Republik eingetragen. Ihr Fundament stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts; das Hauptschiff ist spätromanisch und weist später eingefügte Säulen auf. So treffen an einem Bauwerk ein mittelalterlicher Ursprung, eine spätromanische Form und nachträgliche Ergänzungen aufeinander. Für den Blick auf die Architektur ist gerade diese Abfolge interessant: Die verschiedenen Bauteile lassen sich zeitlich unterscheiden.
Im Park bei der Kirche steht die Dreifaltigkeitssäule, die die Einwohner der Gemeinde 1900 errichten ließen. 2000 wurde sie aus Mitteln der örtlichen Selbstverwaltung restauriert. Ihre Bildwerke umfassen eine Figurengruppe der Heiligen Dreifaltigkeit, Statuen der heiligen Petrus und Paulus auf dem Sockel sowie eine Figurengruppe der Madonna und der heiligen Anna in einer Nische. Die Säule verbindet ihre Datierung und Restaurierung mit einem vielteiligen figürlichen Programm.
Kreuze und Bildhauerei
Vor Haus Nr. 133 steht ein sandsteinernes Wegkreuz, das Mihály Sill 1799 errichten ließ. Ein weiteres Wegkreuz heißt „Fehér kereszt“ und steht auf dem Feld in Richtung Bratislava: Jakub Sill ließ es 1913 gemeinsam mit seiner Ehefrau Žofia Füle errichten; auf dem Sockel steht eine Statue der heiligen Anna. Im Hof des Hauses Nr. 48 befindet sich ebenfalls ein Wegkreuz aus dem Jahr 1913. Sein ursprünglicher Standort lag am Straßenrand; am Sockel trägt es eine steinerne Pietà-Gruppe. Die beiden Kreuze aus dem Jahr 1913 unterscheiden sich durch ihren Standort und Bildschmuck: Eines steht auf dem Feld und zeigt die heilige Anna, das andere befindet sich im Hof und trägt die Pietà.
Vor dem Kulturhaus steht auf einer hohen Säule die polychrome Steinskulptur des heiligen Florian aus dem Jahr 1893. Auch Fájdalmas Kereszt, ein Wegkreuz, gehört zu den historischen Denkmälern der Gemeinde.
Erinnerungsorte
Das Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs 1914–1918 steht im Park hinter dem Kulturhaus und wurde 2000 restauriert. Auf dem örtlichen Friedhof steht ein neues Denkmal für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs. Die Standorte und historischen Bezüge unterscheiden die beiden Erinnerungsorte voneinander.
Kulturangebote von Csemadok
Die örtliche Csemadok-Organisation veranstaltet seit 2005 monatlich das „Dom hier“ für Kinder von 6 bis 15 Jahren. Dort lernen die Teilnehmenden vergessene Volkshandwerke und alte volkstümliche Bräuche kennen. Wenn Sie eine Teilnahme einplanen, bestätigen Sie vorher die Teilnahmebedingungen.
Jeden November veranstaltet die örtliche Csemadok-Organisation den Monat der Muttersprache mit Literatur-, Aufsatz- und Grammatik-Wettbewerben für Jugendliche. Die beiden Angebote unterscheiden sich nach Thema und Rhythmus: Bei „Dom hier“ stehen Handwerk und Bräuche im Mittelpunkt, im Novemberangebot Sprache und Wettbewerbe. Prüfen Sie vor einer Reise die konkreten Termine und Teilnahmebedingungen.
Ein Wohnhaus mit erhaltener Gestaltung
Das Haus Nr. 64, als „Ľudový dom“ bezeichnet, ist ein Wohnhaus aus dem Jahr 1927. Seine stilistische architektonische Gestaltung ist erhalten. Im Unterschied zu den Kreuzen und Säulen geht es hier nicht um eine einzelne Figur oder Widmung, sondern um die überlieferte Gestaltung eines Wohnhauses.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Dunajská Streda.