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Im Schloss Chtelnica treffen Ortsgeschichte und regionale Kunst aufeinander: Im restaurierten Keller befindet sich ein Regionalmuseum, im Nordpavillon eine Galerie mit wechselnden Ausstellungen. Zusammen mit den Kirchen und den Naturbezügen des Ortes eröffnet das unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Ihren Aufenthalt.

Schloss, Museum und regionale Kunst

Das Schloss Chtelnica samt Areal ist ein nationales Kulturdenkmal (NKP 881). Zum geschützten Ensemble gehören das Schloss, vier Pavillons, ein Park und Plastiken. Das Regionalmuseum im restaurierten Schlosskeller dokumentiert und präsentiert die Geschichte der ehemaligen Stadt Chtelnica und ihrer Umgebung. Besucher können die geräumigen Keller besichtigen, in denen früher große Mengen Wein gelagert wurden. Im Ostpavillon liegt die 1769 von Graf Erdődy errichtete Kapelle der Kreuzigung; sie ist für Museumsbesucher zugänglich.

Die Malokarpatská galéria befindet sich im Nordpavillon. Sie präsentiert das künstlerische Schaffen regionaler Künstler und erstreckt sich über drei Etagen; die Ausstellung wechselt regelmäßig. Museum und Galerie setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Hier geht es um die Geschichte des Ortes und seiner Umgebung, dort um regionale Kunst. Wenn Sie Ihre Kulturinteressen planen, können Sie sich an dieser Unterscheidung orientieren, ohne Schlossgeschichte und Ausstellungsthemen gleichzusetzen.

Kirchen und historische Baukunst

Auch die Kirche der Heiligsten Dreifaltigkeit ist ein nationales Kulturdenkmal (NKP 887). Das geschützte Ensemble umfasst die Kirche, das Pfarrhaus und ein Kreuz. Kunstgeschichtlich wird die Kirche als wertvoller klassizistischer Bau mit Elementen des Empire und Rokoko beschrieben. Die Kirche des heiligen Johannes des Täufers steht auf einer Anhöhe im Nordwesten von Chtelnica. Zusammen mit den Resten einer Renaissancebefestigung bildet sie seit Langem ein Wahrzeichen des Ortes und gilt wahrscheinlich als Chtelnicas ältestes bauhistorisches Denkmal.

Eine weitere historische Station ist die Kapelle des heiligen Rochus. Einwohner Chtelnicas errichteten sie zwischen 1680 und 1688 als Dank für das Ende einer Pest. Die Kapelle liegt in einem von Wäldern der Kleinen Karpaten umgebenen Bergtal, neben einer Quelle mit sauberem Bergwasser. Zu ihr finden wieder Wallfahrten statt.

Landschaft und Radroute

Ein erheblicher Teil des Katastralgebiets von Chtelnica gehört zum Landschaftsschutzgebiet Kleine Karpaten. Das Erholungsgebiet Výtok umfasst eine Quelle, einen Stausee und das angrenzende Tal. Für eine Radtour führt der Lehrpfad „Poznaj Chtelnicu“ von Chtelnica auf einer blau markierten Radroute zur Chtelnica-Talsperre, umrundet sie und führt über die Radroute zurück. Die Strecke ist 10 Kilometer lang. Wenn Sie diese Runde einplanen, prüfen Sie vorab die aktuelle Markierung und die Oberflächenbedingungen.

Bräuche und kulinarisches Erbe

„Pod šable“ ist ein jahrhundertealter Brauch der Chtelnicaer Faschingszeit, der bis heute lebendig ist. In der beschriebenen heutigen Form versammelt sich an einem Sonntagnachmittag auf dem Marktplatz eine ausgewählte und trainierte Gruppe junger Männer in gleicher Kleidung, begleitet von einer Blaskapelle.

Auch Weinbau und Töpferei gehören zur Ortsgeschichte. Der lokale Weinbau nahm ab dem 17. Jahrhundert zu; Chtelnica lag am nördlichen Rand des Weinbaugebiets der Kleinen Karpaten. Die Töpferei von Chtelnica ist aufgrund ihrer Herstellungsweise eine eigenständige und besondere Tradition in der Westslowakei. Diese historischen Bezüge ergänzen den Blick auf Schloss und Kirchen um weitere Aspekte der lokalen Kultur.

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