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Die Kirche Mariä Geburt verbindet in Zavar mehrere Bauphasen: Der neugotische Bau wurde 1907 an der Stelle einer früheren romanischen Kirche errichtet; die heutigen Buntglasfenster stammen ungefähr aus 1955. So stehen der frühere Kirchenbau, die Errichtung des heutigen Gebäudes und ein späterer Fensterschmuck als unterschiedliche Zeitschichten nebeneinander.

Lage und Landschaft

Zavar liegt acht Kilometer südöstlich von Trnava und auf 127 Metern über dem Meeresspiegel. Landschaftlich liegt der Ort am östlichen Rand der Lösshochfläche von Trnava. Davon zu unterscheiden ist der östliche Teil des Gemeindegebiets: Er liegt in der gemeinsamen Aue der Flüsse Blava und Dudváh. Die Ortslage und die Landschaft des Gemeindegebiets sind damit zwei unterschiedlich gefasste geografische Bezüge.

Archäologische Funde weisen auf eine Besiedlung Zavars im Neolithikum, im Äneolithikum und in der älteren Bronzezeit hin. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1255; damals wurde der Ort als „de Zovvor“ bezeichnet. Die zeitliche Einordnung reicht somit von vorgeschichtlichen Siedlungsperioden bis zur mittelalterlichen schriftlichen Erwähnung.

Kirche und Baugeschichte

Auch im Innenraum der Kirche Mariä Geburt finden sich architektonische Einzelheiten: Die Stuckgewölbe sind kreuzrippenartig ausgeführt und haben ein gotisierendes Profil. „Gotisierend“ beschreibt hier die Formensprache des Profils, während der Kirchenbau selbst 1907 im neugotischen Stil entstand. Der Turm ist 32,40 Meter hoch und enthält drei Glocken.

Mit der Kirche ist auch die Gedenktafel für die Pfarrverwalter von Zavar verbunden. Sie wurde am 7. September 2008 enthüllt; die Feier begann mit einer Festmesse in der Kirche Mariä Geburt. Eine weitere lokale Gedenkstätte ist die Bronzestatue der heiligen Barbara auf dem örtlichen Friedhof. Sie wurde am 31. Oktober 2010 enthüllt.

Ein anderer architektonischer Bezugspunkt ist das Herrenhaus Kaštieľ. Es wurde Anfang des 19. Jahrhunderts im klassizistischen Stil errichtet. Zusammen mit der neugotischen Kirche zeigen die beiden Bauwerke unterschiedliche Stilrichtungen in der Baugeschichte Zavars.

Handwerk, Musik und lokale Veranstaltungen

Zur Kulturgeschichte des Ortes gehört auch die Herstellung von Stickereien und Spitzen. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in Zavar eine Werkstatt und eine Schule, in denen diese Arbeiten für den Verein Izabella hergestellt wurden. Noch im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts stickten Frauen in Zavar, um ihr Einkommen aufzubessern. Die Angaben beleuchten unterschiedliche Aspekte der Handarbeit: die organisierte Herstellung für einen Verein und das Sticken als Möglichkeit, zum Einkommen beizutragen.

Der aus Zavar stammende Gejza Dusík war ein Pionier und eine führende Persönlichkeit der Gründergeneration slowakischer Komponisten populärer Musik. Der 1996 gegründete Zavarský-Kammerchor repräsentierte Zavar in Kirchen von Trnava. Damit reicht das kulturelle Profil von einer bekannten Persönlichkeit der Musikgeschichte bis zu einem Ensemble, das den Ort bei Auftritten außerhalb Zavars vertrat.

Auch frühere Veranstaltungen sind mit konkreten Jahren und Programmen verbunden. Bei den Slivkové hody am 28. September 2008 wurden in Zavar Pflaumenknödel, Šúľance, Báleše und weitere Pflaumenspezialitäten zum Probieren angeboten. Beim Country hody 2017 konnten Kinder auf Pferden und einem Kamel reiten, eine Hüpfburg nutzen und historische Autos bewundern. Die Zavarská desiatka fand 2023 und 2024 in Zavar statt. Diese Beispiele stehen für unterschiedliche Seiten früherer Gemeindeveranstaltungen: Pflaumenspeisen, ein Festprogramm mit Tieren und historischen Autos sowie ein Laufereignis.

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