Veľká Mača zeigt seine Geschichte auf mehreren Zeitebenen: archäologische Funde im Museum, sakrale Kunst an und in der Kirche des heiligen Johannes des Täufers und Denkmäler mit Bezug zur Gemeindegeschichte. So erhält die Ortsgeschichte einen konkreten Schwerpunkt, ergänzt durch Landschaft und weitere Erinnerungsorte.
Landschaft und Orientierung
Veľká Mača liegt in der Donautiefebene; südlich des Ortes befindet sich ein Eichenhain. Außerdem liegt die Gemeinde an der Hauptstraße, die Sereď und Sládkovičovo verbindet. Landschaftsraum, Eichenhain und Straßenverbindung geben unterschiedliche Bezugspunkte für die räumliche Einordnung. Wer sich für den kulturellen Charakter des Ortes interessiert, findet damit neben den geschichtlichen Themen auch ein benanntes Landschaftselement.
Archäologie und Ortsgeschichte im Museum
Das Museum Veľká Mača beim Gemeindeamt ist eine bedeutende Außenstelle des Heimatkundemuseums in Galanta. Es zeigt vor allem archäologische Artefakte zur Siedlungsentwicklung von Veľká Mača und des weiteren Umfelds. Die Funde von Mačianske vŕšky reichen von der mittleren Steinzeit bis zum Mittelalter und spannen damit einen weiten zeitlichen Bogen. Der Bezug zum weiteren Umfeld ergänzt den Blick auf die Geschichte des Ortes selbst.
Ein eigener Bereich des Museums widmet sich der neueren Geschichte der Gemeinde im 19. und 20. Jahrhundert. Außerdem umfasst das Museum einen ethnografischen und naturkundlichen Bereich mit Objekten aus Veľká Mača und der Umgebung. So begegnen sich unterschiedliche Zugänge: archäologische Funde, jüngere Gemeindegeschichte sowie ethnografische und naturkundliche Objekte. Prüfen Sie vor einem geplanten Besuch die aktuellen Besuchsmöglichkeiten.
Kirche des heiligen Johannes des Täufers
Die römisch-katholische Kirche des heiligen Johannes des Täufers wurde 1783 im klassizistischen Stil mit barocken Elementen erbaut. In der Kirche ist ein ursprünglicher mittelalterlicher steinerner Taufstein erhalten. Der klassizistische Hauptaltar stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und trägt ein Bild des heiligen Johannes des Täufers. Der mittelalterliche Taufstein und das klassizistische Bauwerk machen verschiedene historische Ebenen erkennbar; der Altar fügt mit dem Bild des Kirchenpatrons einen eigenen Schwerpunkt hinzu.
Neben der Kirche steht eine barocke Statue des heiligen Johannes Nepomuk aus dem Jahr 1732. Zusammen mit der Kirche und ihrer Ausstattung erweitert sie das Bild der sakralen Kunst um ein weiteres datiertes Denkmal.
Denkmäler und Erinnerung
Im Ortszentrum befindet sich die Skulpturengruppe der Heiligen Dreifaltigkeit an der Stelle, an der früher die alte Kirche stand. Ihre Lage verbindet das Denkmal mit der Geschichte dieses Standortes. Die Skulpturengruppe der Heiligen Familie wurde 1867 auf Veranlassung von Anton Miklós errichtet.
Ein anderes Thema hält das Deportationsdenkmal fest: Es erinnert an die Umsiedlung und Deportation der Bevölkerung im Jahr 1947. Die religiösen Skulpturen und das Deportationsdenkmal stehen für unterschiedliche Formen der Erinnerung in Veľká Mača. Für die Ortsgeschichte ergänzen sie die archäologischen und kirchlichen Themen um konkrete Bezugspunkte zur Gemeindevergangenheit.
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