Der Fürstenhof Knežji dvor wurde auf römischen Fundamenten errichtet. In seinen Kellerräumen können Sie auf mehr als 1.000 Quadratmetern die größte In-situ-Präsentation von Überresten des römischen Celeia erleben. So begegnet Ihnen Celjes Vergangenheit nicht nur in der Form eines Gebäudes, sondern auch in den Funden, die unter ihm bewahrt werden.
Von Keleia zu Renaissance und Mittelalter
Die archäologische Fundstätte Celje zeichnet die Entwicklung der Stadt von der keltischen Siedlung Keleia zum römischen Municipium Claudia Celeia nach. Ein Teil der Fundstätte ist über die Ausstellung „Mesto pod mestom“ öffentlich zugänglich. Dort können Sie antike Straßen, Mosaike und Architektur sehen. Auch die frühchristliche Taufkapelle vermittelt einen Einblick in einen der ältesten Nachweise des Christentums in Slowenien. Sie ist als archäologisches Denkmal hergerichtet und gilt als selten erhaltenes und bestätigtes Beispiel spätantiker Sakralarchitektur im Land. Da sich Besuchsmöglichkeiten ändern können, informieren Sie sich vorab über den Zugang.
Eine andere architektonische Epoche begegnet Ihnen in der Stara grofija, einem Renaissancepalais, das das Regionalmuseum Celje beherbergt. Dort befindet sich auch die Celje-Decke, ein seltenes Beispiel weltlicher illusionistischer Malerei in Slowenien. Die Burg von Celje setzt einen mittelalterlichen Akzent: Sie ist die größte mittelalterliche Burg Sloweniens. In der wärmeren Jahreszeit finden dort Living-History-Programme mit Kultur- und Geschichtsvereinen aus ganz Slowenien statt. Damit stehen dauerhafte Bau- und Kunstwerke neben einem saisonalen Einblick in Kultur und Geschichte.
Auch der Kalvarienberg auf dem Jožefov hrib gehört zu den historischen Entdeckungen: Er besteht aus vier von ursprünglich fünf Kapellen und einer Golgota-Gruppe. Im U4-Künstlerviertel zeigt sich eine zeitgenössische kulturelle Seite Celjes. Derzeit gehören zehn Künstler zum kreativen Areal; die Galerie wird von Künstlern betrieben.
Persönliche Geschichten und Fotografie
Im Haus in Pečovnik ist seit 2014 das Alma-M.-Karlin-Gedenkhaus geöffnet. Die Dauerausstellung „Die einsame Reise der Alma M. Karlin“ führt durch authentische Wohnräume und zeigt persönliche Gegenstände, Fotografien und Dokumente. Die erhaltenen Räume und Objekte geben der Ausstellung einen konkreten Rahmen, während ihr Titel den Blick auf eine einzelne Persönlichkeit lenkt.
Das Photo House Pelikan stammt aus dem Jahr 1899 und ist eine Außenstelle des Museums für Neuere Geschichte Celje. In dem Haus ist ein Oberlichtatelier erhalten, in dem weiterhin fotografiert werden kann. Das Programm „V gosteh pri fotografu Pelikanu“ umfasst außerdem Porträtfotografie im gläsernen Fotoatelier. Die Programmdetails können sich ändern; prüfen Sie sie vor Ihrem Besuch.
Wege und Erlebnisse zu verschiedenen Jahreszeiten
Für Zeit im Grünen bietet der Stadtwald 14 Kilometer gepflegte Wanderwege. Dort finden im Baumhaus kreative Workshops, Konzerte, Poesieabende und Ausstellungen statt. Im Stadtpark führt ein neu angelegter Spazierweg entlang einer von Linden gesäumten Allee. Der White Trail im Stadtpark eignet sich für Spaziergänger, Läufer, Radfahrer und Haustiere. Die Wege und Angebote setzen unterschiedliche Akzente: ruhige Bewegung steht neben einem Veranstaltungsprogramm.
Auch die Celjska Koča zeigt einen klaren saisonalen Wechsel. Im Winter bietet sie ein Skigebiet und eine Rodelbahn; im Sommer gibt es zahlreiche Wander- und Radwege. Die sommerliche Bobkart-Rodelbahn „Celjski dirkač“ ist 800 Meter lang. Da der saisonale Betrieb variieren kann, prüfen Sie das Angebot für Ihre Reisezeit. Wissenschaft, Technologie und Innovation bilden im Tehnopark Celje einen weiteren thematischen Schwerpunkt.
Orientierung in Celje
Der Bahnhof Celje liegt nahe der Altstadt und kann Ihnen als Orientierung bei der Ankunft dienen. Die städtische Karte und App Centralka bündelt die Bezahlung von Parkgebühren, den Kauf von Fahrkarten für den Stadtverkehr und den Fahrradverleih. Wenn Sie eine Radtour in Betracht ziehen, beginnt die Fahrradverbindung von Celje nach Laško am Park-and-Ride-Parkplatz. Der größte Teil der zwölf Kilometer langen Verbindung verläuft auf einem Radweg am linken Ufer der Savinja. Diese Angaben machen den Streckenverlauf nachvollziehbar, ohne eine bestimmte Geh- oder Fahrzeit vorzugeben.
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