Wer Kultur und Bewegung verbinden möchte, findet in Mengeš zwei unterschiedliche Schwerpunkte: die Kirche Sv. Mihael und die örtliche Instrumententradition einerseits, Wanderwege am Fuß der Gobavica andererseits.
Kirchenkunst, Museum und Instrumente
Die Kirche Sv. Mihael, auf Deutsch Kirche des heiligen Michael, gilt als sehenswert. Ihr heutiger Altarraum entstand in der Mitte des 15. Jahrhunderts in der Gotik. Die Fresken im Presbyterium stammen aus der Zeit um 1460 und werden der Werkstatt von Janez Ljubljanski zugeschrieben. Die Zeitangaben beziehen sich auf unterschiedliche Teile der Kirche: auf den Altarraum und auf die Fresken. Hinzu kommt ein von Jože Plečnik entworfenes Taufbecken.
Auch die Geschichte des Gebiets reicht weit zurück: In der Umgebung von Mengeš gibt es archäologische Funde aus prähistorischen, römischen und slawischen Epochen. Das Mestni muzej Mengeš bewahrt archäologische und ethnologische Sammlungen sowie eine Sammlung von Musikinstrumenten. So stehen in Mengeš verschiedene Zugänge zu Geschichte und Kultur nebeneinander, von Funden aus mehreren Epochen bis zu Sammlungen im Museum.
Musik ist zudem mit örtlichem Handwerk verbunden. In kleinen Werkstätten in Mengeš gefertigte Musikinstrumente sind heute besonders bekannt. Die Sammlung im Mestni muzej und die Fertigung in den Werkstätten bieten zwei unterschiedliche Blickwinkel auf das Thema Musikinstrumente: das Sammeln und das lokale Handwerk.
Wandern zur Rašica
Das Gebiet um Mengeš liegt am Fuß der Gobavica; rund um den Ort gibt es zahlreiche Wanderwege. Für die Wanderung zur Rašica, dem Stane-Kosec-Gipfel, wird der Start an der Mengeška koča auf der Gobavica empfohlen. Die Route von der Hütte zum Gipfel verbindet zwei Berghütten, verläuft vollständig durch den Wald und weist keine ausgesetzten Abschnitte auf. Diese Merkmale geben einen konkreten Eindruck vom Routencharakter, ohne ihn mit den Eigenschaften anderer Wanderwege gleichzusetzen.
Auf der Rašica bietet die Aussichtsplattform des Turms bei gutem Wetter Ausblicke auf die Kamnik-Savinja-Alpen, die Karawanken, die Julischen Alpen und die tiefer gelegenen Hügel rund um Ljubljana. Damit ergänzt der Blick vom Turm die waldgeprägte Wanderung um ein anderes Erlebnis: die Aussicht auf mehrere Gebirgszüge und das Hügelland um Ljubljana.
Zur Mengeška koča gelangen Sie von Ljubljana mit dem Bus bis zur Haltestelle Mengeš Pavovec. Von dort führen Wegweiser entweder entlang der Straße oder über den Fitnesspfad zur Hütte. Da sich Transportdetails ändern können, prüfen Sie vor der Abfahrt den aktuellen Fahrplan.
Radfahren und Einkehr
Auch für Radfahrende gibt es unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Die regionale Radverbindung Kamnik–Mengeš–Trzin–Ljubljana führt durch das Zentrum von Mengeš und durch die Siedlung Loka pri Mengšu. Der Radweg Domžalski slamnik verläuft ebenfalls durch Mengeš. Er ist 49,4 Kilometer lang, weist 280 Meter Höhenunterschied auf und ist als schwierig eingestuft. Die Angaben beantworten unterschiedliche Planungsfragen: Bei der regionalen Verbindung ist der Verlauf durch Mengeš und Loka wichtig, beim Domžalski slamnik geben Länge, Höhenunterschied und Einstufung Hinweise auf den Streckencharakter.
An der Mengeška koča gibt es warme Eintopfgerichte und hausgemachte Aufschnittplatten; am Wochenende wird Mittagessen mit traditionellen slowenischen Gerichten angeboten. Kinder können dort Ziegen, vietnamesische Hängebauchschweine, Hühner und freundliche Pferde füttern und beobachten. Da sich das Speisenangebot und die Verfügbarkeit dieses Tierangebots ändern können, prüfen Sie vorab, was bei Ihrem Besuch angeboten wird.
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