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Hrastovlje ist ein Ziel für Reisende, die Dorfgestalt, Kulturgeschichte und Landschaft gemeinsam in den Blick nehmen möchten. Steinhäuser, dicht bebaute Gassen und Portale aus weißem Karststein prägen den Ort. Um die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit zeigt sich eine für den Karst typische Landschaft aus roter Erde, Steinmauern und Weinbergen. Für die Auswahl Ihrer Schwerpunkte bieten sich damit zwei unterschiedliche Blickrichtungen an: das vielschichtige Erbe der Kirche und die Aussichtspunkte der benannten Wege.

Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit

Im Januar 2026 wurde die Kirche als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung ausgewiesen. Ihr Freskenzyklus wurde 1490 von Janez iz Kastva gemalt. Zu den umfangreichen mittelalterlichen Fresken gehört der berühmte Totentanz. Auch erhaltene glagolitische und lateinische Inschriften machen die Kirche zu einem bemerkenswerten Ort für die Beschäftigung mit Geschichte: Sie gelten als wertvolle historische Quellen. Fresken und Inschriften stehen dabei für unterschiedliche Arten überlieferter Zeugnisse. Wenn Sie sich für das kulturelle Erbe Hrastovljes interessieren, bietet sich die Kirche als Schwerpunkt an.

Der Besuch der Kirche ist zum Schutz der bemalten Oberflächen und zur Aufrechterhaltung eines geeigneten Innenraumklimas auf höchstens 25 Besucher gleichzeitig begrenzt. Die praktische Besuchsorganisation kann variieren; informieren Sie sich vorab über die aktuellen Besuchsmodalitäten.

Šavrinka-Tradition und Dorfgeschichte

Ein weiterer Kulturakzent ist die Šavrinka-Statue des akademischen Bildhauers Jože Pohlen. Sie steht auf dem Hügel gegenüber der Dreifaltigkeitskirche an der Straße nach Dol. Pohlen schenkte die Statue Hrastovlje 1990 als Symbol des slowenischen Istriens. Ihr Name führt zur Geschichte der Šavrinka-Händlerinnen, mit denen Hrastovlje zu den istrischen Dörfern gehört, die verbunden sind.

Die Šavrinke waren junge Frauen und Mädchen aus dem slowenischen Istrien. In den Küstenstädten arbeiteten sie als Haushaltshilfen oder verkauften verschiedene landwirtschaftliche Erzeugnisse. Ihre Tätigkeit umfasste auch den Transport von Waren zwischen dem zentralen Istrien und den Küstenstädten. Damit ergänzen Handel und Arbeit die künstlerische Perspektive auf Hrastovlje um eine regionale Geschichte.

Aussichten auf den Wegen

Auch die Wege eröffnen unterschiedliche Perspektiven. Der P2-Weg führt zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf Koper, Triest und weite Teile Istriens. An einer Weggabelung am P2 befindet sich außerdem die Galerija Pohlen. Der P4-Weg eröffnet Ausblicke auf den Karstsaum, das Innere Istriens und die Bucht von Koper. Vom langen Grat Kuk-Lačna reichen die Ausblicke ebenfalls über diese Landschaft. Wenn Sie Aussichtspunkte in Ihre Planung aufnehmen, können Sie nach dem gewünschten Landschaftsbild wählen: Beim P2 stehen die genannten Städte und der weite Blick über Istrien im Vordergrund, beim P4 der Karstsaum, das Landesinnere und die Bucht.

Weitere Reiseziele entdecken: Babiči, Labor, Gradin, Črni Kal, Krkavče, Truške, Boršt, Pobegi.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Koper.

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