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Der gotische Flügelaltar in der Kirche des Heiligen Kreuzes oberhalb von Kojsko stammt aus dem Jahr 1515 und gilt als einziger und größter nahezu vollständig erhaltener gotischer Flügelaltar Sloweniens. Die Kirche wurde um 1500 erbaut; ihr Glockenturm ähnelt einer kleinen Festung. Altar, Bauzeit und Turmform geben dem Kirchenbau ein prägnantes Profil.

Kirchenkunst und Baugeschichte

Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt eröffnet eine andere Baugeschichte. Ihr barocker Teil wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts an eine kleine gotische Kirche angebaut; nur der Chor ist spätgotisch erhalten. Hinter dem Altar befindet sich eine Curia im venezianischen Stil aus dem Jahr 1492. Vier wertvolle Gemälde stiftete Graf Coronini; nach neueren Studien gelten sie als Werke des Malers De Vito.

Im Vergleich zeigen die Kirchen unterschiedliche Baufolgen: Bei Heilig Kreuz liegen die Bauzeit um 1500 und das Altarjahr 1515 nahe beieinander. Mariä Himmelfahrt verbindet eine kleine gotische Kirche mit einem späteren barocken Anbau des 18. Jahrhunderts. So lässt sich die lokale Baugeschichte anhand konkreter Daten und erhaltener Formen einordnen.

Spuren von Herrschaft und Krieg

Auf dem Sveti-Križ-Hügel besaß das Tabor ursprünglich vier Wehrtürme, die während der Osmaneneinfälle im 16. Jahrhundert errichtet wurden; der vierte Turm ist heute der Kirchturm. Das Lower Kojsko Castle wurde 1594 erbaut und verfügte über die niedere Gerichtsbarkeit. Am stark verkleinerten Lower Kojsko Castle verweisen zahlreiche Inschriftentafeln und steinerne Wappen auf die Familie Coronini.

Im Zentrum von Kojsko steht ein monumentales Denkmal für den Chorleiter Srečko Kumar. Bis zum Ersten Weltkrieg war Kojsko das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des östlichen Brda. Der erhaltene, 300 Meter lange, eingleisige Eisenbahntunnel „Na kalehih“ verweist auf die strategische Bedeutung des Ortes im Ersten Weltkrieg.

Der Erste Weltkrieg bildet dabei eine zeitliche Schwelle: Kojsko hatte seine kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung als Zentrum des östlichen Brda bis dahin; der Tunnel verweist auf die strategische Rolle des Ortes im Krieg.

Panorama und weitere Perspektiven

Von der Kirche des Heiligen Kreuzes reicht der Panoramablick bis zu den Alpen und zur Adria. Kreuzwegkapellen führen zur Kirche und ergänzen die religiöse Prägung Kojsko um einen weiteren konkreten Ortseindruck.

In der Nähe bilden die Kavernen und Schützengräben am 609 Meter hohen Sabotin das Freilichtmuseum im Sabotin Peace Park. Ergänzt wird es durch das multimediale Besucherzentrum Sabotin – Park miru.

Für die Reiseplanung sind das unterschiedliche Schwerpunkte: Kojsko verbindet Kirchenkunst und Ortsgeschichte, während die Region Brda auch Radtouren und Weinbesuche umfasst. Radtouren führen dort durch enge, ruhige Dörfer in einer Landschaft mit Weinbergen, Obstgärten und Olivenhainen. Professionell geführte Weinverkostungen und Weingutbesichtigungen werden über die Liste der Open Homesteads angeboten.

Weitere Reiseziele entdecken: Šempas, Vitovlje, Kambreško, Solkan, Miren, Zalošče, Bilje, Podsabotin.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nova Gorica.

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