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Trbovlje eröffnet mehrere Blicke auf Bergbau und den Alltag der Bergleute: vom 360 Meter hohen Industrieschornstein über die Wohnkultur einer Bergbaukolonie bis zum virtuellen Grubenstollen. Mit dem Landschaftspark Kum kommt ein eigener Bezug zu Natur- und Kulturerbe hinzu. Wenn Sie einen Aufenthalt planen, können Sie so zwischen Technik, Alltagsgeschichte und Landschaft unterschiedliche Schwerpunkte setzen.

Industrie und Bergarbeiterkolonien

Eine geführte Tour beginnt bei der Termoelektrarna Trbovlje mit der Besichtigung des 360 Meter hohen Schornsteins, des höchsten Industrieschornsteins Europas. Mit dem Bus führt die Tour zu Bergbaukolonien, die vor hundert Jahren als Wohnhäuser für Bergleute entstanden und bis heute größtenteils bewohnt sind. Die beiden Perspektiven verbinden industrielle Dimension und Alltag: Der Schornstein steht für die Anlage, während die Kolonien die frühere Wohnfunktion und ihre fortdauernde Nutzung sichtbar machen.

Ein Grubenstollen und virtuelle Welten

Das virtuelle Bergbaumuseum setzt einen anderen Schwerpunkt. Besucher können einen echten Grubenstollen durchqueren, der mit originalen Bergbau-Exponaten, Licht- und Soundeffekten, Hologrammen und Projektionen ausgestattet ist. Mit Ausrüstung für virtuelle und erweiterte Realität tauchen sie in die Welt der Bergleute vor 100 Jahren ein. Dargestellt werden auch das Leben der Bergarbeiterfamilien und ihr Kampf für eine bessere Zukunft. Das Museum befindet sich im Delavski dom Trbovlje, Trg svobode 11/a, 1420 Trbovlje.

Wohnkultur in der Bergbaukolonie Njiva

In der Dauerausstellung „Rudarsko stanovanje“ steht die Wohnkultur in Zasavje der 1920er- und 1960er-Jahre im Vergleich. Die beiden Zeiträume werden einander gegenübergestellt; die Präsentation behandelt Wohnkultur also nicht als einheitliches Bild. Fast alle Möbelstücke und Kleininventargegenstände der Sammlungen sind original. Die Ausstellung ist in einer atmosphärischen In-situ-Präsentation in der authentischen Umgebung der alten Bergbaukolonie Njiva (Trg svobode) eingerichtet. Dadurch gehören Zeitvergleich und ursprünglicher Zusammenhang der Sammlung zusammen: Sie betrachten nicht allein einzelne Stücke, sondern die Wohnkultur in ihrem Umfeld. Die Gegenüberstellung lenkt den Blick auf Veränderungen über mehrere Jahrzehnte; damit eignet sie sich besonders, wenn Sie Wohnalltag im historischen Vergleich statt als einzelnes Zeitbild betrachten möchten.

Auch die Struktur „Miner Prometej“ setzt einen eigenen Akzent. Sie ist acht Meter hoch und besteht aus Eisen und Kohle. Als großformatiges öffentliches Kunstwerk bringt sie das Industriethema in eine andere Form als die Ausstellungen.

Landschaftspark Kum

Der Landschaftspark Kum erweitert den Blick um einen landschaftlichen Schwerpunkt. Er umfasst den südlichen Teil der Gemeinde Trbovlje am rechten Ufer der Save und erstreckt sich über 2.232 Hektar. 1996 erhielt er durch eine Verordnung der Gemeinde Trbovlje den Status eines Landschaftsparks. Der Park bietet Einblicke in Natur- und Kulturerbe; damit steht hier ein anderer Fokus im Vordergrund als bei den Ausstellungen zur Bergbaugeschichte.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Trbovlje.

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