Am südwestlichen Rand der Ljubljanamoore, nahe den Quellen der Ljubljanica, verbindet Vrhnika Moorlandschaft, Karstquellen und Spuren verschiedener Epochen. Ein markanter Auftakt ist Močilnik: Das Quellental wird von bis zu 40 Meter hohen Felswänden gesäumt, die auch Hudičeve skale heißen.
Wasser, Moor und Gestein
Bei Bevke liegt Mali plac, ein knapp zwei Hektar großes Hochmoor und ausgewiesenes Naturreservat. Auch Lintvern zeigt, wie wechselhaft die Wasserlandschaft sein kann: Die Karstschluckquelle unter Jelovec ist der Ursprung des Baches Bela. Sie stößt in unregelmäßigen Abständen Wasser aus und kann zwischen den Ausbrüchen teilweise oder vollständig trockenfallen. Im Tal der Bela bewahrt Star maln ein Mühlrad und ein Wehr der früheren Mühle.
Eine andere Art von Naturgeschichte erschließt der Kucler-Steinbruch. Er wurde 1991 zum Naturdenkmal von geologischer Bedeutung erklärt und ist für fossile Muscheln sowie weitere Mikrofossilien bekannt. Eine geologische Säule zeigt die Gesteine des weiteren Gebiets. So stehen in der Umgebung von Vrhnika sichtbare Landschaftsformen neben Hinweisen auf die geologische Vergangenheit.
Von Nauportus bis zur römischen Wehrmauer
Die Geschichte reicht weit zurück: Im weiteren Gebiet von Vrhnika bestand spätestens Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. eine Siedlung, die in lateinisierter Form Nauportus genannt wurde. Sie war eine Station an der antiken Handelsroute von Aquileia nach Segestika. Im 1. Jahrhundert v. Chr. entwickelte sich in unmittelbarer Nachbarschaft ein römischer Teil der Siedlung. Diese zeitliche Abfolge macht Nauportus zu einem Orientierungspunkt für die frühe Geschichte des Gebiets.
Auch von der römischen Wehrmauer Claustra Alpium Iuliarum sind im Raum Vrhnika noch Überreste sichtbar. Zwischen Verd und Zaplana war sie über 10 Kilometer lang, etwa einen Meter breit und zwei bis drei Meter hoch. Die Maße geben einen konkreten Eindruck von der Anlage; die erhaltenen Reste verorten dieses Kapitel in der Landschaft.
Orte für Kunst und Erinnerung
Am Ufer der Ljubljanica steht das Lovrenčič-Haus, auch Alte Post genannt. Es befindet sich an der Stelle eines Hafens, der bis 1790 bestand. Aus der Zeit der Schifffahrt auf der Ljubljanica ist dort außerdem ein Quecksilberlager erhalten. In Verd zeigt die Mik’lčeva kašča Fotografien von Werken Jožef Petkovšeks in einer Dauerausstellung; dazu kommen wechselnde Kunstausstellungen.
Das Cankar-Haus ist ein Kulturdenkmal im Ortszentrum und steht am Ort des Holzhauses, in dem Ivan Cankar geboren wurde. Die Ausstellung umfasst historische Innenräume beziehungsweise eine Sammlung zur Lebenssituation einer Familie an der Schwelle zur Armut am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zu sehen sind außerdem Erstausgaben von Cankars Werken, Fotografien, Selbstporträts und Zeichnungen; Führungen sind möglich. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Zugangsmöglichkeiten zu den Ausstellungen und Führungen.
Die Časovna postaja Vrhnika ergänzt diese Einblicke mit einer Virtual-Reality-Reise durch mehrere Epochen: von den ersten Spuren des Menschen in der Urgeschichte bis zum Bau des ersten slowenischen Autobahnabschnitts. Zum Ort gehören auch ein authentisch eingerichtetes Büro des Bahnhofsvorstehers mit Museumsobjekten und eine echte Dampflokomotive.
Oberhalb von Vrhnika steht die um 1640 errichtete Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit. Ihre Fresken stammen von Ogrin und Koželj; im 18. Jahrhundert war die Kirche ein beliebtes Pilgerziel. Die Baugeschichte, die Ausstattung und ihre frühere Rolle als Pilgerort eröffnen unterschiedliche Zugänge zur regionalen Kulturgeschichte.
Wege mit verschiedenen Schwerpunkten
Der Weg der Sumpfzwerge führt als leichte, 3,2 Kilometer lange Wanderung mit 96 Metern Höhenunterschied vom Sportpark Bevke über Kostanjevica zum Naturreservat Mali plac und zurück. Als Gehzeit sind ungefähr zwei Stunden angegeben. Wer statt einer Landschaftsrunde eine biografische Spur aufnehmen möchte, findet mit Po poti Cankarjeve mladosti einen Themenweg mit 17 Stationen, der die Lebensgeschichte Ivan Cankars erzählt.
Eine andere Größenordnung bietet die 27 Kilometer lange Rundradroute durch die Ljubljanamoore. Sie beginnt und endet vor dem TIC Vrhnika. Die Wanderrunde am Mali plac und die Radtour unterscheiden sich damit klar in Länge und Fortbewegungsart; wählen Sie nach dem gewünschten Tourformat. Die Bedingungen des Wanderwegs können saisonal variieren. Vor einer Fahrt auf der Radrunde sollten Sie die örtlichen Bedingungen prüfen.
Weitere Reiseziele entdecken: Vrhnika, Breg pri Borovnici, Smrečje, Ribnica, Videm, Ruše, Žalec, Domžale.
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