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Mmukubyane bietet Reisenden mit Interesse an Geschichte einen konkret benannten Schauplatz: ko bomong, „Ort der Bombe“. Einwohner nennen die Stelle, an der die Jugendaktivisten Matthews Lerutla und Jeffrey Sibaya getötet wurden, seit dem Vorfall so. Von hier aus lässt sich die Ortsgeschichte in zwei Zeitabschnitte gliedern: die Tötungen um den 16. Juni 1987 und die Rituale im Juli 2023. Diese Daten stehen miteinander in historischem Zusammenhang, bezeichnen jedoch unterschiedliche Vorgänge.

Ko bomong und der Ortsbezug

Ko bomong bedeutet „Ort der Bombe“. Die Bezeichnung gehört zu einer konkreten Stelle am Rand von Mmukubyane; sie ist nicht der Name für die gesamte Ortschaft. So lassen sich der lokale Name und das Reiseziel räumlich auseinanderhalten: ko bomong benennt die Stelle, Mmukubyane den Ort. Wenn Sie ko bomong gezielt besuchen möchten, klären Sie den Zugang vorab.

Die Ereignisse um Juni 1987

Um den 16. Juni 1987 wurden die damals 17- und 18-jährigen Jugendaktivisten Prompana Matthews Lerutla und Jeffrey Sibaya aus Mamelodi entführt und an einen verlassenen Ort am Rand von Mmukubyane gebracht. Dort folterte man sie und erdrosselte sie mit einem Autosicherheitsgurt. Anschließend wurden Sprengsätze an ihren Körpern angebracht und gezündet. Die Reihenfolge der Ereignisse führt von der Entführung über die Tötungen bis zur Explosion und erklärt den Bezug des lokalen Ortsnamens. Die Datierung bleibt bei „um den 16. Juni 1987“; ein exakter Tag ist damit nicht festgelegt.

Rituale und Rückführung 2023

Am 28. Juli 2023 vollzogen Samuel Lerutla und seine Schwester Fonta Rituale an dem als ko bomong bekannten Ort. Dabei sollte mit Prompanas Geist kommuniziert und seine Rückführung nach Freedom Park und nach Hause zur Bestattung ermöglicht werden. Dieser Vorgang liegt 36 Jahre nach den Tötungen. Er gehört zu einem späteren Abschnitt der Ortsgeschichte und ist vom Ablauf der Ereignisse von 1987 zu unterscheiden.

Für den 27. Juli 2023 war außerdem eine spirituelle Rückführungs- und Reinigungszeremonie für vier verstorbene Mamelodi-Aktivisten vorgesehen. Sie sollte an den Orten ihrer Tötung in Kgomo Kgomo, Mmukubyane und Cyferskuil in der Local Municipality Moretele stattfinden und der symbolischen Beisetzung in Freedom Park vorausgehen. Die Angaben unterscheiden sich in Umfang und Status: Für den 27. Juli war eine Zeremonie an drei genannten Orten geplant; am 28. Juli wurden Rituale am als ko bomong bekannten Ort vollzogen, um mit Prompanas Geist zu kommunizieren und die Rückführung zu ermöglichen. Freedom Park ist der gemeinsame Bezugspunkt: Die geplante Zeremonie am 27. Juli sollte der symbolischen Beisetzung dort vorausgehen; die Rituale am 28. Juli sollten die Rückführung dorthin und nach Hause ermöglichen.

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