Im Haeinsa-Tempel bewahren die Depots des Janggyeong Panjeon die Tripitaka Koreana: Zwischen 1237 und 1248 wurden etwa 80.000 Holzblöcke mit Texten eingraviert. Die Gebäude wurden für natürliche Belüftung und zur Regulierung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit entworfen. So konnten die Holzblöcke etwa 500 Jahre lang erhalten bleiben. Hier begegnen sich kulturelles Erbe und eine durchdachte Bauweise, deren Funktion ebenso bemerkenswert ist wie die Sammlung selbst.
Paläste, Gärten und buddhistische Baukunst
Auch Palastanlagen erzählen von Südkoreas Geschichte und Gestaltungskunst. Der Changdeokgung-Palastkomplex beeinflusste über viele Jahrhunderte die koreanische Architektur, Gartengestaltung, Landschaftsplanung und verwandte Künste. Sein Garten umfasst mehr als 56.000 Exemplare verschiedener Bäume und Pflanzen. In einem anderen historischen Zusammenhang steht der Gyeongbokgung-Palast: Er wurde 1395 als offizieller Palast der Joseon-Dynastie erbaut und bewahrt den originalen Gyeonghoeru-Pavillon.
Am Gyeongbokgung findet zu festgelegten Zeiten eine Zeremonie des Wachwechsels statt, begleitet von einem Chwitadae-Hoforchester. Internationale Touristen können dort kostenlose Führungen auf Englisch, Japanisch und Chinesisch nutzen. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Zeiten der Zeremonie und das Sprachangebot der Führungen.
In Bulguksa stehen buddhistische Symbolik und Steinmetzarbeit im Mittelpunkt. Die Bereiche und Steinterrassen des Tempelkomplexes sollen das Buddha-Land darstellen. Steinterrassen und Brücken sowie die Pagoden Seokgatap und Dabotap bezeugen die herausragende Steinmetzarbeit der Silla-Zeit. Wer sich für die Verbindung von religiöser Bedeutung und Baukunst interessiert, findet hier einen anderen Zugang zum Kulturerbe als in den Palastgärten.
Wandern in sehr unterschiedlichen Maßstäben
Die Wanderwege Südkoreas unterscheiden sich deutlich in Länge und Verlauf. Der Jeju Olle Trail umrundet die Insel Jeju auf 437 Kilometern und umfasst 27 Etappen. Unterwegs führt er über Dorfstraßen, Küstenstraßen und Waldwege. Der Korea Dulle Trail wiederum verläuft auf ungefähr 4.500 Kilometern rund um das gesamte Land. Zu ihm gehören der Haeparang Trail im Osten, der Namparang Trail im Süden, der Seohaerang Trail im Westen und der DMZ Peace Trail im Norden. Diese Angaben beschreiben zwei verschiedene Maßstäbe: einen Inselrundweg und ein Netz aus vier überregionalen Teilstrecken.
Am Hallasan gibt es sieben Wanderwege; nur Seongpanak und Gwaneumsa führen bis zum Baengnokdam-See auf dem Gipfel. Trailbedingungen und Reservierungsregeln sollten Sie vorab prüfen. Eine konkrete Zeitangabe bietet der Ulsanbawi Trail im Seoraksan: Er ist 7,6 Kilometer lang und dauert ungefähr vier Stunden. Da sich Bedingungen und Zugangsregelungen saisonal ändern können, empfiehlt sich auch hier ein Blick auf die aktuellen Informationen.
Der Hallasan-Nationalpark umfasst den Hallasan und ist als Nationalpark, UNESCO-Biosphärenreservat, UNESCO-Weltnaturerbestätte und Globaler Geopark ausgewiesen. Der Seoraksan-Nationalpark wurde 1982 als erstes Gebiet Koreas zum UNESCO-Biosphärenreservat erklärt und ist der zweitgrößte Nationalpark des Landes. Die unterschiedlichen Auszeichnungen und die konkret beschriebenen Wege geben jeweils eigene Anhaltspunkte, um Natur- und Wanderinteressen bei der Reiseplanung zu gewichten.
Kulinarische Kultur und Tempelalltag
In Seoul widmet sich das Museum Kimchikan dem Kimchi; es wurde 1986 gegründet. Besucher können dort an Programmen teilnehmen, in denen sie Kimchi selbst herstellen und mehr über seine Geschichte und Kultur erfahren. Termine und Reservierungsregeln können sich ändern, daher lohnt es sich, die Programminformationen vor einem Besuch zu prüfen. Im Korea Food Grand Master Center können Besucher traditionelle Speisen probieren oder kaufen, die von Korea Food Grand Masters hergestellt wurden. Ein Erlebnisprogramm ermöglicht außerdem, gemeinsam mit einem Korea Food Grand Master Speisen zuzubereiten; Reservierung und Verfügbarkeit sollten Sie vorher klären.
Ein Templestay eröffnet eine weitere Perspektive auf buddhistische Praxis. Im Allgemeinen umfasst ein solches Programm den Aufenthalt in einem buddhistischen Tempel und die Teilnahme am täglichen klösterlichen Leben. Dazu können ein buddhistischer Gottesdienst, Seon-Meditation, die 108 Niederwerfungen und gemeinschaftliche Arbeit gehören. Die konkreten Bestandteile variieren je nach Tempel.
Weitere Reiseziele entdecken: Gyeonggi-Do, Gyeongsangnam-Do, Seoul, Busan, Incheon, Jeju-Do, Gyeongsangbuk-Do, Ulsan, Chungcheongbuk-Do, Gangwon-Do, Jeollabuk-Do, Kwangju, Jeollanam-Do, Chungcheongnam-Do.