Antike Ruinen, mittelalterliche Befestigungen, überlieferte Dorflandschaften und handwerkliches Wissen setzen unterschiedliche Schwerpunkte für eine Kulturreise. Wenn Sie Hotels in Syrien suchen, hilft es, zuerst zu entscheiden, welche dieser Themen Ihre Reise prägen soll. Die historischen Orte und Traditionen eröffnen verschiedene Blickwinkel: auf Stadtplanung, religiöse und politische Geschichte, ländliche Kulturlandschaften oder die Herstellung regionaler Produkte.
Antike Stadtanlagen und ihre Bauwerke
Palmyra steht für eine antike Stadtanlage, deren Kunst und Architektur vom 1. bis zum 2. Jahrhundert griechisch-römische Techniken mit lokalen Traditionen und persischen Einflüssen verbanden. Ihre monumentale Achse bildet eine 1.100 Meter lange Säulenstraße. Zusammen mit quer verlaufenden Säulenstraßen verbindet sie wichtige öffentliche Bauwerke. Dazu gehören der Tempel des Ba'al, Diokletians Lager, die Agora und das Theater. Die Säulenstraßen sind damit nicht nur einzelne Baudenkmäler, sondern prägen auch den Zusammenhang zwischen den öffentlichen Gebäuden.
In der Antiken Stadt Damaskus treffen Zeugnisse hellenistischer, römischer, byzantinischer und islamischer Zivilisationen aufeinander. Zu den erhaltenen römischen Überresten gehören die des Jupitertempels, verschiedene Stadttore und ein eindrucksvoller Abschnitt der römischen Stadtmauer. Aleppo bietet einen anderen städtebaulichen Blick: Zum historischen Stadtgefüge zählen die Zitadelle und die Große Moschee aus dem 12. Jahrhundert sowie Madrasas, Wohnhäuser, Khans und öffentliche Bäder aus dem 16. und 17. Jahrhundert. So lassen sich einzelne Monumente von der breiteren Geschichte eines gewachsenen Stadtgefüges unterscheiden.
Auch Bosra verbindet römische und spätere Baugeschichte innerhalb eines klar benannten historischen Rahmens: Innerhalb der Mauern der Antiken Stadt befinden sich ein römisches Theater aus dem 2. Jahrhundert, frühchristliche Ruinen und mehrere Moscheen. Bosra war einst Hauptstadt der römischen Provinz Arabia und ein wichtiger Zwischenstopp auf der alten Karawanenroute nach Mekka. Diese frühere Rolle ergänzt die Betrachtung der Bauwerke um die historische Bedeutung der Stadt.
Befestigungen und unterschiedliche Bauphasen
Bei den syrischen Burgen lohnt sich der Blick auf ihre jeweilige Baugeschichte. Crac des Chevaliers wurde vom Orden des Heiligen Johannes von Jerusalem zwischen 1142 und 1271 erbaut. Qal’at Salah El-Din bewahrt dagegen Merkmale aus mehreren Epochen: ihren byzantinischen Anfängen im 10. Jahrhundert, fränkischen Umbauten im späten 12. Jahrhundert und ayyubidischen Befestigungen vom späten 12. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts. Die Burg ist teilweise verfallen. Im Vergleich zeigt sich hier nicht eine einzige Bauphase, sondern eine Abfolge unterschiedlicher historischer Schichten.
Überlieferte Dörfer und regionale Handwerkstraditionen
Die Ancient Villages of Northern Syria umfassen rund vierzig antike Dörfer in einem ausgedehnten Kalksteinmassiv im Nordwesten Syriens. Sie sind in acht archäologische Parks gruppiert und bilden überlieferte Kulturlandschaften. Viele ursprüngliche Denkmäler und Gebäude sind dort erhalten, darunter Wohnhäuser, heidnische Tempel, Kirchen und christliche Heiligtümer, Grabmäler, Badehäuser sowie öffentliche und wirtschaftlich oder handwerklich genutzte Gebäude. Die Dörfer wurden zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert verlassen. Der Schwerpunkt liegt hier nicht auf einem einzelnen Monument, sondern auf dem Zusammenhang zwischen Siedlungen, Gebäuden und Landschaft.
Zum kulturellen Erbe gehören auch handwerkliche Kenntnisse. Die Herstellung von Aleppo ghar soap beruht auf traditionellem Wissen und handwerklichen Fertigkeiten. Sie verbindet natürliches, lokal erzeugtes Olivenöl, metraf genannt, mit Lorbeeröl, ghar; die Herstellung beginnt im Winter. In Al-Mrah, im ländlichen Umland von Damaskus, stellen Bauern und Familien aus der Damaszener Rose unter anderem ätherische Öle und traditionelle Heilmittel her. Die Dorfgemeinschaft und Familien organisieren dort jährlich das Damascene Rose Festival. So unterscheiden sich auch die zeitlichen Bezüge der Traditionen: Bei der Seifenherstellung ist der Winterbeginn genannt, während das Rosenfest jährlich organisiert wird.
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