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Die Stickkunst Chakan und die Hochgebirgslandschaften des Pamir eröffnen zwei ganz unterschiedliche Zugänge zu Tadschikistan. Chakan wurde 2018 in die Repräsentative UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Wer sich für Natur interessiert, findet markante Orte wie den Tajik National Park, Bergseen und geschützte Gebiete; Kulturinteressierte begegnen zugleich Zeugnissen, die Jahrtausende und weitreichende Austauschbeziehungen umfassen.

Pamir, Bergseen und besondere Landschaften

Der Tajik National Park umfasst fast das gesamte Pamirgebirge und erstreckt sich über 2.611.674 Hektar. Zu den Besonderheiten dieser Gebirgslandschaft zählt der Fedchenko-Gletscher, der längste Gletscher der Welt außerhalb der Polarregionen. Auch der Lake Sarez und der Karakul Lake unterscheiden sich durch ihre außergewöhnliche Lage und Entstehung: Der Lake Sarez liegt hinter dem Uzoi-Damm, dem höchsten natürlichen Damm der Welt. Der Karakul Lake gilt wahrscheinlich als der höchstgelegene große See meteoritischen Ursprungs der Welt.

In den Fann Mountains erreichen die Gipfel Höhen von bis zu 5.489 Metern; dort können Besucher wandern und bergsteigen. Ein anderes Landschaftsbild bietet der Iskanderkul: Er liegt auf etwa 2.195 Metern Höhe und ist ungefähr 3,5 Quadratkilometer groß. Wandern, Picknicken und Fotografieren zählen dort zu den beliebten Aktivitäten. Von Duschanbe aus ist der See mit dem Auto erreichbar.

Bei den Kulikalon-Seen prägt die Entstehung durch geschmolzenes Gletschereis die Landschaft. In den umliegenden Bergen gibt es verschiedene Trekkingrouten. Auch die Zugangsbeschreibung gibt Orientierung für die Planung: Mit einem Jeep geht es bis zum Basislager, anschließend zu Fuß weiter.

Geschützte Natur und Wege durchs Land

Geschützte Gebiete bedecken 22 Prozent der Gesamtfläche Tadschikistans. Das Tigrovaya-Balka-Naturreservat liegt im Südwesten des Landes zwischen den Flüssen Vakhsh und Panj an der Grenze zu Afghanistan. Seit 1938 besitzt es den Status eines staatlichen Naturreservats und bewahrt einen natürlichen Vegetationskomplex aus asiatischen Pappeln und Tugai-Vegetation.

Zu den in Tadschikistan lebenden und geschützten Arten im Roten Buch gehören unter anderem Marco-Polo-Schafe, Schraubenziegen, Schneeleoparden und Bucharahirsche. Einen ungewöhnlichen geologischen Kontrast setzt der Berg Khoja Mumin: Er besteht in verschiedenen Farbtönen fast vollständig aus reinem Salz. Bei Khoja Mumin können Besucher durch die Salzfelder wandern.

Auch am Nurek-Stausee sind Aktivitäten am Wasser möglich, darunter Angeln und Wassersport. Das Nurek-Wasserkraftwerk ist von Duschanbe aus mit dem Auto oder Bus erreichbar. Im Rahmen einer Führung können Besucher das Kraftwerk besichtigen, den Maschinenraum besuchen und Panoramablicke auf den Stausee genießen. Wer eine solche Tour einplant, sollte deren aktuelle Verfügbarkeit vor der Reise prüfen.

Entlang des Pamir Highway ist die Festung Vamar ein Wahrzeichen. Sie überblickt den Panj, der eine natürliche Grenze zu Afghanistan bildet. Damit verbinden sich an diesem Ort ein markanter Blick auf den Fluss und seine ausdrücklich beschriebene geografische Bedeutung.

Kultur, Geschichte und Alltagsküche

Sarazm zeugt von der Entwicklung menschlicher Siedlungen in Zentralasien vom 4. Jahrtausend v. Chr. bis zum Ende des 3. Jahrtausends v. Chr. Der Ort belegt außerdem Handels- und Kulturaustausch, der sich von den Steppen Zentralasiens und Turkmenistans über das iranische Plateau und das Industal bis zum Indischen Ozean erstreckte. Diese weite Verbindung ergänzt den Blick auf Ancient Khuttal: Das Welterbe umfasst elf Bestandteile und steht für kulturellen Austausch und Veränderungen in Nordost-Baktrien und Tokharistan über mehrere Jahrhunderte.

Eine andere Form kultureller Weitergabe begegnet beim Essen. Oshi Palav gibt es in bis zu 200 Varianten. Das Gericht wird zu regulären Mahlzeiten ebenso zubereitet und gegessen wie bei gesellschaftlichen Zusammenkünften, Feiern und Ritualen. Die vielen Varianten und die unterschiedlichen Anlässe machen deutlich, dass es nicht nur um ein einzelnes Menü geht, sondern auch um die Rolle des Gerichts im gemeinschaftlichen Leben.

Im National Museum of Antiquities of Tajikistan sind Fresken aus dem antiken Panjakent zu sehen. Sie stellen Leben und Kultur der Sogder im 7. Jahrhundert dar; außerdem gibt es eine eigene Ausstellung für buddhistische Kunst. Das Museum bietet Führungen für Einzelbesucher und Gruppen an. Prüfen Sie das aktuelle Führungsangebot vor Ihrem Besuch.

Der historische Museumskomplex Hulbuk ist ein Museumsreservat mit einer Fläche von 16 Hektar. Zu den erhaltenen Überresten gehören die Zitadelle, der Palast und Ruinen einiger antiker Bauwerke. So stehen in Tadschikistan neben weitläufigen Naturräumen auch konkrete archäologische und kulturelle Zeugnisse im Mittelpunkt der Reiseentdeckung.

Weitere Reiseziele entdecken: Der Republik Unterstellte Bezirke, Sughd, Berg-Badachschan, Khatlon Province, Finnland, Färöer, Jordanien, Turks- Und Caicosinseln.

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