Rukwa zeigt Natur und Geschichte in klar unterscheidbaren Motiven: Wasserfälle und heiße Quellen prägen die Landschaftsthemen, Wälder und Tierwelt ergänzen sie. Dazu kommen Bauwerke mit datierter Geschichte und einem konkreten historischen Zweck. So können Sie die Region nach dem entdecken, was Sie besonders interessiert: nach Naturformen, Tierwelt oder Geschichte.
Wasserfälle zwischen Höhe und Ortsbezug
Die Kalambo Falls liegen bei Kapozwa im Distrikt Kalambo an der Grenze zwischen Tansania und Sambia. Sie sind ein einstufiger, 235 Meter hoher Wasserfall und gelten als Afrikas zweithöchster frei fallender Wasserfall nach den Tugela Falls in Südafrika. Einstufig bezeichnet einen einzelnen Fall ohne mehrere aufeinanderfolgende Stufen; damit stehen bei Kalambo Form und Höhe im Mittelpunkt.
Die Lwanji Falls liegen im Dorf Kachele im Distrikt Kalambo, die Ntembwa Falls im Dorf China im Distrikt Nkasi. Lwanji und Kalambo teilen also den Distriktbezug; Ntembwa ist dem Distrikt Nkasi zugeordnet. Zusammen geben Kapozwa, Kachele und China drei konkrete Ortsbezüge für die Wasserfälle. Für die Orientierung zählt daher nicht nur der Name des Wasserfalls, sondern auch der jeweils genannte Ort und Distrikt.
Heiße Quellen, Wald und Tierwelt
Zu den Naturmotiven gehören auch die Kizombwe Hot Springs im Distrikt Kalambo. Ihr Wasser ist klar und hat eine Temperatur von 45 bis 50 °C. So erhalten die Quellen ein anderes Profil als die Fälle: Bei den Quellen prägt die Wassertemperatur das Bild, bei den Kalambo Falls die Fallhöhe und die einstufige Form.
Der Evergreen Mbizi Natural Forest liegt in der Stadtgemeinde Sumbawanga und gilt als für Ökotourismus geeignet. So steht neben den Wasserfällen auch ein Waldgebiet als eigenständiges Naturthema. Auch der Aschrote Stummelaffe (Procolobus rufomitratus tephrosceles) gehört zum Naturbild Rukwas; er gilt als selten. Vorkommen gibt es im Mbizi Forest in der Stadtgemeinde Sumbawanga und im Mbuzi Forest im Distrikt Nkasi. Damit umfasst dieser Tierbezug Waldorte in Sumbawanga und Nkasi.
Fort und Mission im späten 19. Jahrhundert
Die Ruinen des Old Bismarck Fort in Kasanga im Distrikt Kalambo erinnern an eine Anlage, die 1888 zur Sicherung und zum Schutz der westlichen Grenze der Region errichtet wurde. Die Old Kipili Mission wurde zwischen 1890 und 1895 erbaut. Die Zeitfolge ordnet die Bauten ein: Das Fort entstand 1888, die Mission einige Jahre später. Beim Fort gehört neben der Datierung auch der Zweck zur Einordnung – der Schutz der westlichen Grenze Rukwas.
Die beiden historischen Orte eröffnen unterschiedliche Blickwinkel: Beim Fort stehen die Ruinen und die Grenzsicherung im Mittelpunkt, bei der Old Kipili Mission die Bauzeitspanne. Zusammen führen die Angaben von der Landschaft und ihren Naturmotiven zu einem zweiten Thema der Region: ihrer Geschichte im ausgehenden 19. Jahrhundert.
Weitere Reiseziele entdecken: Mpanda, Mwera, Sitalike, Njombe, Iringa, Zanzibar North, Zanzibar Central/South, Kigoma
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tansania.