Mae Ai lässt sich über verschiedene Schwerpunkte entdecken: Tempel und religiöse Traditionen, Tai-Lue-Kultur, Feste am Kok-Fluss und Berglandschaften. Für Ihre Reiseplanung sind die benannten Orte und die wiederkehrenden Festzeiten hilfreich. So können Sie entscheiden, ob religiöse Bauwerke, gemeinschaftliche Kulturangebote oder Natur- und Flussthemen im Mittelpunkt stehen sollen.
Tempel und religiöse Traditionen
Wat Mae Sao liegt an der Straße Mae Ai–Mae Chan in Tambon Mae Sao, Amphoe Mae Ai. Zwei große Yak-Figuren bewachen das auffällige Eingangstor. In dem Tempel wurde am 28. Oktober 2011 die Sirichai-Mongkol-Ditsayawarachoti-Chedi errichtet. Unter der Chedi befindet sich eine Halle mit Phra Sing, Phra Chao Fang und mehreren alten Buddha-Statuen. Die Anlage verbindet damit einen markanten Zugang mit einer Chedi und den religiösen Bildern in der darunterliegenden Halle.
In Wat Thaton befindet sich die Kaew-Pagode auf der achten Ebene. Der Ort ist damit auch für Reisende interessant, die beim Besuch eines Tempels auf die räumliche Anordnung seiner Bauwerke achten möchten.
Tai-Lue-Kultur und gemeinschaftliche Angebote
Die Kulturtourismusgruppe Wang Phai Tai Lue vermittelt die Kultur der Gemeinschaft durch touristische Aktivitäten und eine Tai-Lue-Homestay-Unterkunft in Ban Wang Phai, Tambon Thaton. Das zweitägige Wang-Phai-Tai-Lue-Programm umfasst eine Bambusfloßfahrt auf dem Kok-Fluss und eine Waldaktivität zum Sammeln von Bukk. Hinzu kommen das Kennenlernen der Tai-Lue-Küche, ein Besuch von Phra That Sop Ngam und ein Blick auf zwei Provinzen. Die verschiedenen Bestandteile reichen von gemeinschaftlichen Lernangeboten bis zu Fluss- und Tempelbezügen.
Beim Roi-Jai-Rak-Projekt nahe der Kreuzung von Ban Muang Ngam gehören Demonstrations-Reisfelder, saisonale Blumenfelder und Fotopunkte zum Besucherangebot. Zum Projekt zählt außerdem ein Gemeinschaftsmarkt der Bergvölker. Dort werden Speisen und Getränke, landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie Gemeinschaftsprodukte verschiedener Volksgruppen angeboten. Das Marktangebot und die Felder geben unterschiedliche Einblicke in gemeinschaftliche Produkte und Landwirtschaft.
Auch am Doi Lang gibt es Lernangebote für Besucher: Dazu zählen die Herstellung von Miang, die Verarbeitung von Assam-Tee, der Anbau von Weintrauben und Orangen sowie die Herstellung von Besen. Diese Themen ergänzen die Tai-Lue-Kulturangebote um weitere Einblicke in lokale Verarbeitung und Anbau.
Feste im Jahreslauf
Mehrere Traditionen und Feste haben wiederkehrende Termine, unterscheiden sich aber in Anlass und Ort:
- Kin Wo wird jedes Jahr im Januar in den Lahu-Dörfern von Tambon Thaton sieben Tage lang gefeiert. Zum Fest gehört der charakteristische Tanz Ja Kue.
- Im Februar findet jedes Jahr die Tradition des Handgelenkbindens in Ban Muang Ngam statt. Ebenfalls jährlich im Februar wird Yok Yong Kru Mor Tai in Wat Mai Mok Jam, Moo 8, Tambon Thaton, begangen.
- Die Poi-Buad-Luk-Kaew-Novizenordination findet jedes Jahr im April oder Mai in Wat Thaton Phra Aram Luang statt. Das Songkran-Fest am Sandufer des Kok-Flusses bei Ban Thaton ist jährlich vom 13. bis 15. April angesetzt und umfasst Umzüge, Volkskunst, Wettbewerbe und Wasserspiele.
- Das Loi-Krathong-Fest findet jedes Jahr am Vollmond des zwölften Mondmonats statt, etwa im November. Am Pier von Ban Thaton am Kok-Fluss gehören Volkskunstvorführungen, Laternenaktivitäten, Wettbewerbe und Feuerwerk dazu.
- Bei der Loi-Phra-Upakut-Tradition am Vollmondtag des zehnten Mondmonats werden jedes Jahr Phra-Upakut-Figuren von Wat Mae Ai Luang zum Kok-Fluss gebracht und in Ban Thaton ins Wasser gesetzt.
Wenn Sie Ihre Reise auf eines dieser Feste ausrichten möchten, prüfen Sie die Termine vorab. Die Mondkalenderfeste sind dabei von den Feierlichkeiten mit festen Tagen im April zu unterscheiden.
Kok-Fluss, Stausee und Berglandschaften
Die Bootsstrecke ab Ban Thaton führt an Wat Phra That Sop Fang und Bergdörfern vorbei. Dort können Besucher die Lebensweise verschiedener Bergvölker kennenlernen, darunter Tai Lue und Lahu. Am Huai-Pu-Stausee in Moo 1, Ban Huai Pu, Tambon Thaton, erwartet Sie ein schattiger Erholungsort in schöner Natur; am Wasser gibt es Restaurants. Die Bootsstrecke und der Stausee stehen damit für unterschiedliche Fluss- und Landschaftsthemen: eine Fahrt mit Einblicken in das Leben in Bergdörfern oder einen Erholungsort am Wasser.
Der Doi-Pha-Hom-Pok-Nationalpark erstreckt sich teilweise über Amphoe Mae Ai. Er umfasst komplexes Berggelände im Daen-Lao-Gebirge sowie artenreiche Wälder mit vielfältiger Pflanzenwelt, Wildtieren und Waldprodukten. Doi Lang ist Teil von Mae Ai und liegt im Nationalpark. Der Bergzug erreicht etwa 1.200 Meter über dem Meeresspiegel und grenzt teilweise an Myanmar. Der aus Myanmar kommende Lang-Fluss durchquert ihn und trägt zur Feuchtigkeit des Ökosystems bei. So unterscheiden sich die beschriebenen Landschaften des Bezirks: vom Wald- und Berggelände des Nationalparks bis zu den Flussbezügen rund um Ban Thaton.
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