In Ban Rong Wua Daeng steht Wat Rong Wua Daeng, eine buddhistische Gebetsstätte mit einer Geschichte, die bis 1760 zurückreicht. Im Tempel befinden sich Buddha-Bilder, die als mehr als 700 Jahre alt beschrieben werden. Eine lokale Legende ergänzt diese kulturellen Bezüge um eine Erzählung über eine frühere Bachrinne und rote Gaure. Baugeschichte, benannte Bilder und Überlieferung geben Reisenden damit drei verschiedene Anknüpfungspunkte: den religiösen Ort, seine einzelnen Buddha-Bilder und die erzählte Landschaft. Sie sollten als unterschiedliche Themen gelesen werden, nicht als eine gemeinsame Zeitleiste.
Baujahr und Namensbeziehung
Der Wat Rong Wua Daeng wurde nach dem Dorf Rong Wua Daeng benannt. Diese Beziehung verbindet den Namen des Tempels unmittelbar mit dem Ort: Ban Rong Wua Daeng bezeichnet das Dorf, Wat Rong Wua Daeng die dortige Gebetsstätte. Für die Reiseplanung ist die Unterscheidung hilfreich, weil ein Ortsname und die Bezeichnung eines konkreten Tempels nicht dasselbe meinen. Das Baujahr 1760 ordnet den Tempel zeitlich ein. In buddhistischer Zeitrechnung wird dasselbe Jahr als 2303 angegeben; es handelt sich also um zwei Jahresangaben für dieselbe Bauzeit, nicht um zwei Ereignisse. Die Altersbeschreibung der Buddha-Bilder gehört zu einer anderen Aussage. So lassen sich die Geschichte des Bauwerks und die überlieferten Altersangaben zu den Bildern auseinanderhalten.
Buddha-Bilder und ihre Namen
Zu den Buddha-Bildern, die als mehr als 700 Jahre alt beschrieben werden, gehören Luang Pho Somprathana und Luang Pho Thanjai. Ebenfalls genannt wird Luang Pho Phra Phuttha Sihing, auch Phra Sing genannt. Die beiden Bezeichnungen Phra Phuttha Sihing und Phra Sing beziehen sich auf dasselbe Bild; sie sollten daher nicht als zwei verschiedene Figuren gezählt werden. Die Namen machen den kulturellen Bezug des Tempels greifbar: Statt nur von Buddha-Bildern im Allgemeinen zu sprechen, lässt sich der Blick auf drei konkrete, benannte Bilder richten. Wer sich mit der religiösen Geschichte des Wat beschäftigt, kann die einzelnen Namen neben dem Baujahr betrachten, ohne das beschriebene Alter der Bilder auf das Gebäude zu übertragen.
Eine lokale Landschaftsüberlieferung
Die örtliche Überlieferung richtet den Blick auf einen früheren Zustand des Standorts. Ihr zufolge war der Standort des Tempels früher eine Bachrinne, die vom Gebirge zum Mae-On-Fluss führte und zugleich Lebensraum sowie Nahrungsgebiet roter Gaure war. Damit verbindet die Legende einen Wasserlauf mit Gebirge, Fluss und Tieren. Diese Darstellung unterscheidet sich von den Angaben zum Tempelbau: Sie erzählt nicht vom Jahr der Errichtung, sondern von einer Landschaft, die mit dem Ort verbunden wird. Für kulturinteressierte Reisende ist das eine eigene Perspektive auf Rong Wua Daeng, weil neben dem buddhistischen Gebetsort auch eine lokale Überlieferung einen Platz erhält. Die Geschichte sollte dabei als Legende verstanden werden. Wenn Sie den Wat als konkreten Besuch einplanen, prüfen Sie vorab, ob ein Besuch aktuell möglich ist.
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