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Wenn Sie Phimai wegen seiner Khmer-Baukunst erwägen, begegnen Ihnen im Geschichtspark Tempelreliefs, mehrschichtige Dachornamente und das südliche Stadttor Pratu Chai. Das Nationalmuseum Phimai ergänzt diese Themen mit Skulpturen und einer Sammlung von Türstürzen. Im näheren Umfeld stehen mit Sai Ngam und Ruean Wibunlak zudem ein schattenspendender Baum und ein weißes Holzhaus über dem Wasser.

Tempelreliefs, Dächer und Stadttor

Die Tempel im Geschichtspark zeigen Reliefdarstellungen von Buddhas mit Khmer-geprägten Gesichtszügen sowie hinduistischen Gottheiten. Die Dächer sind mit mehreren Schichten blütenblattartiger Schnitzornamente verziert; eine solche Gestaltung ist bei anderen Khmer-Tempeln selten. Das südliche Tor der Stadtmauer, Pratu Chai (Victory Gate), gilt als das beste Beispiel für die auf Angkor ausgerichteten Bogentore.

Dächer und Tor stechen durch unterschiedliche Merkmale hervor: Bei den Dächern prägen die geschnitzten Blütenblattformen und ihre Schichtung das Erscheinungsbild, bei Pratu Chai die Ausrichtung der Bogentore zu Angkor. Die Reliefs setzen einen dritten Akzent mit religiösen Figuren. Wenn Sie sich für Khmer-Baukunst interessieren, können Sie so Bildwerk, Ornament und Torform getrennt betrachten. Der Vergleich zwischen Tor und Dachgestaltung beruht damit auf unterschiedlichen Besonderheiten.

Skulpturen und Bauteile im Nationalmuseum

Das Nationalmuseum Phimai zeigt zwei Skulpturen, die im Prang Brahmathat gefunden wurden. Außerdem umfasst seine Sammlung Türstürze, also waagerechte Bauteile über Fenstern und Eingängen. Der Begriff bezeichnet ein Element der Architektur, nicht das Fenster oder den Eingang als Ganzes. Die beiden Museumsinhalte ermöglichen einen anderen Vergleich als die Tempelreliefs: Hier stehen Skulpturen und Bauteile über Öffnungen nebeneinander. Wenn Sie Kulturstätten gern auch anhand ihrer Objekte betrachten, ergänzen die Museumsstücke die Tempelarchitektur um konkrete Gegenstände und Bauelemente.

Sai Ngam und Ruean Wibunlak im näheren Umfeld

Der Sai Ngam wird auf ein Alter von mehr als 350 Jahren geschätzt. Seine Äste breiten sich aus und spenden Schatten; einige Zweige bilden Sitzgelegenheiten, von denen aus Besucher die Uferlandschaft betrachten können. Bekannt wurde der Sai Ngam, nachdem Königin Sri Bajarindra Phimai am 21. Januar 1911 besucht und ihm den Namen „Sai Ngam“ verliehen hatte. Naturmerkmal, Schattenplätze und Namensgeschichte verbinden sich an diesem Ort.

In der Nähe der Schreine steht das Ruean Wibunlak, ein weißes Holzhaus, das über das Wasser hinausragt und nach der Mutter von General Chatichai Choonhavan benannt ist. Hausform und Namensbezug bieten zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Das Gebäude fällt durch seine Form über dem Wasser auf, sein Name verweist auf die Mutter des Generals. Anders als beim Sai Ngam steht hier ein benanntes Haus statt eines schattenspendenden Baums im Mittelpunkt.

Besucherfaltblätter

Das Informationszentrum des Geschichtsparks bietet Besucherfaltblätter in sechs Sprachen an: Thai, Englisch, Französisch, Deutsch, Japanisch und Chinesisch. Deutsch gehört zu den angebotenen Sprachen. Wenn Sie ein Faltblatt nutzen möchten, prüfen Sie vor Ihrer Reise dessen Verfügbarkeit.

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