Zum Inhalt

Vikletice gehört seit 1963 zur Gemeinde Chbany und liegt am rechten Ufer des Nechranice-Stausees. Das Gewässer erstreckt sich über mehr als 1.300 Hektar in offener Landschaft. Für die Reiseplanung ist vor allem der saisonale Wechsel der Aktivitäten hilfreich: Im Frühjahr und Herbst eignen sich Segeln, Windsurfen und Kitesurfen bei günstigen Winden; im Sommer wird der Stausee zum Baden und Angeln genutzt. Prüfen Sie vor dem Schwimmen die örtlichen Bedingungen.

Wasser, Wind und Ufer

Der Yacht Club Nechranice liegt am Südufer in der zentralen Uferzone nahe Vikletice und dient als Basis für Segeln und Wassersport. Zu seinen Einrichtungen für regionale und internationale Segelwettbewerbe gehören Stege, ein Anlegebecken und betonierte Rampen zum Zuwasserlassen von Booten. Zum Angebotsspektrum der Mitglieder zählen Freizeit- und Wettkampfsegeln sowie Windsurfen, Kitesurfen und Wingsurfen. Wenn Sie eine konkrete Teilnahme planen, klären Sie die aktuellen organisatorischen Bedingungen beim Club.

Auch die Verteilung der Erholungsangebote gibt Orientierung: Die größte Konzentration von Campingplätzen, Stränden und Freizeitangeboten am Stausee befindet sich am rechten Ufer nahe Vikletice. Im Frühjahr und Herbst steht der Wind als Bedingung für Segeln und die beiden Surfarten im Vordergrund; die sommerliche Nutzung umfasst Baden und Angeln. So lässt sich die Reisezeit an den Aktivitäten ausrichten, die Sie am Wasser interessieren.

Geschichte und Baukunst

Ein Aussichtspunkt in Vikletice eröffnet einen weiten Blick über den Nechranice-Stausee, das Erzgebirge, das Duppauer Gebirge und die Džbán-Hochebene. Der Aussichtsturm ist 13,8 Meter hoch; 54 Stufen führen zur Plattform. Der Zutritt ist nur mit Zustimmung des Eigentümers des Holiday Centrum möglich und wird gelegentlich gewährt. Erkundigen Sie sich vor einem Besuch lokal nach der Zugangsmöglichkeit.

Die barocke Kapelle der heiligen Anna in Vikletice wurde 1744–1745 erbaut und 1909–1910 restauriert. Ihr Rokoko-Hauptaltar trägt ein Bild der heiligen Anna, das der Prager Maler Joseph Wünsch 1910 malte. Anhand dieser Daten lassen sich Bauzeit, spätere Restaurierung und ein konkretes Ausstattungsdetail unterscheiden.

Die Kirche des heiligen Martin in Soběsuky wurde 1369 erstmals in päpstlichen Zehntregistern erwähnt und etwa um diese Zeit im Barockstil umgebaut. Sie liegt über dem tief eingeschnittenen Tal der Ohře und ist von einer Friedhofsmauer umgeben. Am Kircheneingang steht eine barocke Figurengruppe des heiligen Johannes Nepomuk aus dem Jahr 1724; auf dem Dorfplatz befindet sich eine frühbarocke Mariensäule von 1694.

Bei Soběsuky steht außerdem eine geschützte Akazie als Gedenkbaum. Sie ist etwa 200 Jahre alt; ihr Stammumfang beträgt in 1,3 Metern Höhe 330 Zentimeter. Die Kirche, die beiden Denkmäler und der Baum bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Blick auf Bau- und Ortsgeschichte.

Das Schloss Poláky ist als Kulturdenkmal geschützt. Der öffentliche Rundgang, der 2024 eröffnet wurde, zeigt das Leben auf einem ländlichen Adelssitz zur Zeit der Ersten Republik und umfasst zwölf Räume. Die Führung kann mit einem kommentierten Vortrag oder selbstständig mit gedruckten Texten im eigenen Tempo erfolgen. Prüfen Sie vor der Reise, ob der Rundgang aktuell durchgeführt wird. Bei Poláky lag zudem ein ausgedehnter Friedhof der Bylaner Kultur aus dem 7. bis 5. Jahrhundert v. Chr.; 54 Gräber wurden ausgegraben.

Weitere Reiseziele entdecken: Kovarska, Kadaň, Boleboř, Výsluní, Měděnec, Pesvice, Komotau, Kryštofovy Hamry.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Chomutov.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.