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An der Stelle des heutigen Údlice floss vor 2 bis 65 Millionen Jahren ein Fluss, der in den sogenannten Žatec-See mündete. Die Fundstelle ist für versteinerte Stämme, Blätter, Wurzeln sowie Baumblüten und -früchte bekannt. Damit umfasst das geologische Profil sowohl größere Pflanzenteile als auch Blüten und Früchte. Dieser Zeitmaßstab liegt weit vor den historischen Zeugnissen, die Údlice ebenfalls kennzeichnen. Die Geologie setzt damit einen eigenen Themenakzent neben Kirchenbau und Ortsgeschichte.

Kirche, Wassergraben und Schloss

Ein markanter historischer Bezugspunkt ist die Kirche Povýšení sv. Kříže. Ihre romanische Altarnische, die Apsis, wird vor 1250 datiert; die erste schriftliche Erwähnung der Kirche stammt aus dem Jahr 1247. Die beiden Zeitangaben betreffen Unterschiedliches: Die eine ordnet die Apsis ein, die andere bezeichnet den ersten schriftlichen Nachweis der Kirche. Die Angabe zur Apsis betrifft einen einzelnen Bauteil und ist nicht mit einem Baujahr der gesamten Kirche gleichzusetzen. Das Gotteshaus zählt zu den bedeutendsten Sakralbauten der Region Ústecký kraj. Früher waren die Kirche und der damalige Friedhof durch einen Wassergraben befestigt. Zum Ortsbild gehört außerdem das Schloss Údlice, an das sich ein Wirtschaftshof und ein kleiner Park anschließen. Eine Apsis bildet meist einen halbrunden Abschluss des Kirchenraums.

Jüdisches Leben und Gedenken

Údlice zählten zu den Hauptzentren jüdischer Besiedlung in der Region Chomutov. Bereits gegen Ende des 15. Jahrhunderts gab es hier ein jüdisches Bethaus mit einer angeschlossenen religiösen Schule. Der sogenannte alte jüdische Friedhof reicht möglicherweise bis ins 16. Jahrhundert zurück; seine ältesten Grabsteine stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. 1864 wurde nahe der Straße nach Jirkov ein zweiter, sogenannter neuer jüdischer Friedhof angelegt. Auf diesem entstand Anfang der 1960er-Jahre ein Gedenkort für die Opfer des Todesmarsches, die 1945 in Údlice ums Leben kamen.

Freizeit und Anreise

An der Lázeňská 100 befindet sich ein saisonaler Freibadkomplex. Prüfen Sie vor einem Besuch den aktuellen Öffnungsstatus, da die Anlage ausdrücklich saisonal ist. Die regionale Buslinie 522569 ist als Verbindung Chomutov–Údlice–Velemyšleves ausgewiesen. Sehen Sie vor der Fahrt den Fahrplan ein, damit Sie Ihre Anreise nach den aktuellen Abfahrtszeiten planen können.

Wenn Sie eine Ferienwohnung in Údlice suchen, kann das Ortsprofil bei der Wahl des Reiseziels helfen. Kirche und jüdische Zeugnisse bilden einen kulturhistorischen Schwerpunkt; die geologische Fundstelle setzt dazu einen wesentlich älteren Zeitrahmen. Der saisonale Freibadkomplex ist ein anderer, jahreszeitlich begrenzter Aspekt. So lassen sich Kulturgeschichte, geologische Spuren und saisonale Freizeit als unterschiedliche Reiseanlässe abwägen.

Weitere Reiseziele entdecken: Okounov, Březno und Chomutova, Pysna, Račetice, Vysoká Pec U Jirkova, Výsluní, Všehrdy, Černovice U Chomutova.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Chomutov.

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