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Ploskovice verbindet die Geschichte eines Schlosses mit Grotten, einem acht Hektar großen Park und einem Lehrpfad durch dessen Anlagen. Für die Planung lohnt es sich, die Besichtigung des Schlosses, eine mögliche Grottenführung und den Parkbesuch als unterschiedliche Erlebnisse zu betrachten.

Schlossgeschichte und Ausstattung

Schloss Ploskovice wurde im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts als Sommerresidenz der Großherzogin Anna Marie Františka von Toskana errichtet. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es zur privaten Residenz von Kaiser Ferdinand V. Habsburg. Diese beiden Stationen geben der Schlossgeschichte ihren zeitlichen Rahmen: Auf die Errichtung als Sommerresidenz folgte die Nutzung als private Residenz.

An der Ausstattung des Schlosses war Josef Navrátil maßgeblich beteiligt. Er zählt zu den bedeutendsten tschechischen Malern und Dekorateuren des 19. Jahrhunderts. Wer sich für die Gestaltung interessiert, findet damit neben der Bau- und Nutzungsgeschichte auch einen kunsthistorischen Zugang zu Ploskovice.

Grotten unterhalb des Schlosses

Die künstlich angelegten Höhlen unterhalb von Schloss Ploskovice stammen aus dem frühen 18. Jahrhundert und werden bei einer Grottenführung präsentiert. Der Grottenkomplex umfasst sechs Bereiche. Zu den besonderen Details zählen eine Fontäne aus der Zeit um 1725 und eine Fontäne mit Herkules. Auch die Restaurierung gehört zur Geschichte der Anlage: Sie umfasste die Restaurierung barocker Fontänen und Änderungen an deren Wasserversorgung. Führungsangebot und Zeiten können sich ändern; prüfen Sie diese Angaben vor Ihrem Besuch.

Schlosspark, Lehrpfad und Natur

Der Schlosspark von Ploskovice erstreckt sich über acht Hektar. Zu seinen Merkmalen gehören Fontänen, ein Teich sowie seltene Bäume und Pflanzen. Im nördlichen Teil des Parks steht ein Aussichtspavillon. Der Park verbindet so gestaltete Elemente mit vielfältigen Pflanzenbeständen.

Seit 2011 verläuft der Lehrpfad „Za poklady ploskovického parku“ durch den Schlosspark. Zehn thematische Tafeln behandeln die Ökosysteme von Teich, Wiese, Wald und Park sowie Arboretum, Fauna, Flora, Umweltschutz und die Geschichte der Gemeinde und des Schlosses. Schilder zu seltenen Gehölzen bilden ein kleines Arboretum in Ploskovice. Die Themen reichen damit von einzelnen Bäumen und Lebensräumen bis zur Orts- und Schlossgeschichte.

In alten hohlen Bäumen des Schlossparks lebt Páchník hnědý, ein geschützter Käfer, der zu den gefährdeten Arten zählt. Für Naturinteressierte ergänzt dieses konkrete Beispiel die Gehölze und Ökosysteme, die auch auf dem Lehrpfad eine Rolle spielen.

Zu Fuß zum Schloss und Besuch planen

Der rot markierte KČT-Wanderweg „Žižkovou stezkou Zemí hradů“ dient als Fußweg zum Schloss Ploskovice. Eine Entfernung oder Gehzeit ist damit nicht angegeben; für die eigene Planung können Sie sich an der markierten Wegbezeichnung und dem Ziel Schloss orientieren.

Der Schlosspark kann während der Öffnungszeiten besucht werden. Da die Öffnungszeiten saisonal sind, prüfen Sie sie vor der Anreise. Die Grotten werden im Rahmen einer Führung präsentiert; informieren Sie sich deshalb vorab über das aktuelle Führungsangebot und dessen Zeiten. So können Sie die Parkzeit und eine mögliche Führung passend zu den jeweiligen Besuchsbedingungen planen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Litoměřice.

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