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Auf dem Marktplatz von Cítoliby steht die Dreifaltigkeitssäule aus dem Jahr 1680; auch das Schloss ist Teil des Platzes. Eine gotische Kirche, ein historischer Ortsgrundriss und mehrere Kultur- und Landschaftsbezüge ergänzen das Bild. Wer Cítoliby für einen Aufenthalt auswählt, kann sich an Baugeschichte, Skulpturen und Lehrpfaden orientieren. Sie zeigen unterschiedliche Seiten des Marktfleckens.

Marktplatz und Ortsgeschichte

Das Zentrum von Cítoliby bewahrt einen regelmäßigen Grundriss, der seit sieben Jahrhunderten besteht. Auf dem Marktplatz steht die 1680 geschaffene Dreifaltigkeitssäule, die älteste freistehende Skulptur des Ortes. Das Schloss Cítoliby ist ebenfalls Teil des Platzes. Die Kirche St. Jakobus der Ältere ist ein gotischer, einschiffiger Bau. Zusammen mit dem Schloss bildet sie eine bewusst aufeinander bezogene städtebauliche Komposition. Bei der Kirche benennt „einschiffig“ die Grundform, während „gotisch“ die Stilzuordnung bezeichnet.

Zum örtlichen Skulpturenensemble gehören die Heilige Barbara, der Heilige Leonhard und der Heilige Prokop. Eine weitere religiöse Station ist die dem Heiligen Apollonia geweihte Nischenkapelle. Sie steht am Ortsrand von Cítoliby an der Straße nach Brloh. Im Unterschied zum Schloss, das Teil des Marktplatzes ist, hat die Kapelle damit einen Ortsrandbezug.

Auch die Sozialgeschichte gehört zum Ortsbild: Das Dělnický dům wurde 1920–1923 als Arbeiterhaus errichtet und entwickelte sich zum Zentrum des gesellschaftlichen Lebens vor Ort. Zur Musikgeschichte gehört Jan Janoušek, der erste Leiter des Schlossorchesters von Cítoliby. Die beiden Beispiele stehen für verschiedene kulturelle Bezüge – das gesellschaftliche Leben im Arbeiterhaus und die Geschichte des örtlichen Orchesters.

Auch zeitlich liegen die Bezugspunkte auseinander: Der regelmäßige Grundriss besteht seit sieben Jahrhunderten, die Säule stammt aus dem Jahr 1680 und das Arbeiterhaus aus den Jahren 1920 bis 1923. Diese zeitliche Staffelung ordnet Ortsanlage, Skulptur und sozialgeschichtliches Gebäude als unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte ein.

Lehrpfade und Orientierung

Der Lehrpfad Cítoliby führt vom Gemeindeamt über Tyršovo náměstí und die Nischenkapelle in der Straße Na Plevně zur Bažantnice und zu einem Kreuz. Der Verlauf nennt konkrete Stationen; vor der Planung empfiehlt es sich, ihn zu prüfen, da sich Wegdetails ändern können.

Der Lehrpfad Smolnický potok setzt sich bis nach Cítoliby fort. Im Vergleich dazu nennt der Lehrpfad Cítoliby eine Folge einzelner Punkte, während beim Smolnický potok die Fortsetzung bis in den Ort den konkreten Bezug bildet. Zwei zusätzliche Informationstafeln in Cítoliby vermitteln Geschichte und Denkmäler des Marktfleckens. Ihre Standorte und ihr Zustand können sich ändern.

Die Bažantnice am östlichen Ortsrand

Die Bažantnice liegt am östlichen Rand von Cítoliby und ist ein Erholungsareal. Auf dem Damm des Teichs in der Bažantnice befindet sich eine barocke Brücke. Der Lehrpfad Cítoliby führt zur Bažantnice; die Brücke ist ein weiteres konkretes Merkmal dieses Areals. So lassen sich der Wegverlauf und das einzelne Bauwerk als unterschiedliche Aspekte des Landschaftsbezugs einordnen.

Für die Reiseplanung stehen damit Ortsgeschichte und Baukunst neben den Lehrpfaden und dem Erholungsareal als unterschiedliche Schwerpunkte. Wer eine Ferienwohnung für einen Aufenthalt in Cítoliby sucht, kann abwägen, ob eher die historischen Bauwerke und das gesellschaftliche Leben oder die Wege und Landschaft den Ausschlag geben.

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