Der Lehrpfad Perucko führt als etwa 12,5 Kilometer langer Rundweg zu 20 Stationen über Geschichte, Natur und Sehenswürdigkeiten von Peruc und der näheren Umgebung. Dazu kommen die Baugeschichte des Schlosses, die Pfarrkirche und örtliche Sammlungen. Wenn Sie eine Ferienwohnung in Peruc suchen, können Sie zunächst überlegen, ob Wanderwege oder Kulturgeschichte den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts bilden sollen.
Wandern in und um Peruc
Der Lehrpfad beginnt am COOP-Einkaufszentrum in der Komenského-Straße und endet dort wieder. Informationstafeln an seinen 20 Stationen vermitteln Wissenswertes über Peruc und die nähere Umgebung. Die Themen reichen von Geschichte und Natur bis zu Sehenswürdigkeiten. So lässt sich die Route nicht nur über ihre ungefähre Länge, sondern auch über die Inhalte einordnen, denen Sie unterwegs begegnen möchten.
Im Gemeindegebiet von Peruc verlaufen vier markierte Wanderwege: der rote Weg Peruc–Slavětín–Louny, der blaue Weg ab dem Bahnhof Peruc über Chrastín nach Libochovice, der gelbe Weg von Chrastín über Stradonice nach Pátek (Bahnhof) sowie der Lehrpfad Perucko. Die Angaben unterscheiden sich nach Farbe und benannten Orten; für Ihre Tourenplanung sollten Sie Wegzustand und Markierungen gesondert prüfen. Der Lehrpfad ist dabei als Rundweg beschrieben, während die farbigen Wege über mehrere Orte führen.
Schloss, Kirche und Emil Filla
Das Schloss Peruc entstand im Barock durch den Umbau einer gotischen Feste. Der dreiflügelige Bau besitzt drei Risalite, also Bauteile, die aus der Fassadenfläche hervortreten. Gegenüber dem Schlossareal steht in erhöhter Lage die einschiffige Pfarrkirche St. Peter und Paul. Der Baumeister E. Kondel errichtete sie 1768–1769. Schloss und Kirche geben dem Ortsbild unterschiedliche architektonische Bezugspunkte: hier der Umbau einer früheren Feste, dort eine Pfarrkirche aus dem 18. Jahrhundert.
Auch Emil Fillas Arbeit verbindet Peruc mit der Kunstgeschichte. Von 1947 bis 1953 arbeitete der Künstler in einem Teil des Schlosses und schuf dort überwiegend Landschaftsgemälde des Böhmischen Mittelgebirges. Die Fillova pamětní síň wurde 1958 im Schloss eröffnet. Wenn Sie einen Besuch der Gedenkhalle planen, prüfen Sie den Zugang gesondert.
Museum, Quelle und Gedenkbaum
Das Museum české vesnice befindet sich in einer ehemaligen barocken Scheune aus dem Jahr 1876 im Schlosspark von Peruc. Erreichbar ist es durch ein Tor am náměstí Emila Filly. Zu den ausgestellten Stücken zählen landwirtschaftliche Maschinen, Pflüge und Feuerwehrfahrzeuge sowie Wagen, die von Pferden oder Ochsen gezogen wurden. Die Sammlungen umfassen außerdem eine Ausstellung zur Imkerei und Werkzeuge des Schmiedehandwerks. Damit stehen neben den Schloss- und Kunstthemen auch Landwirtschaft und traditionelles Handwerk im Blick.
Die Boženina-Quelle liegt im Zentrum von Peruc. Sie wird von einer Quelle gespeist, die aus dem Felsen unterhalb des Schlosses austritt; die gefasste Anlage ist gemauert und von einem neugotischen Altan überdacht. Am Rand von Peruc im Okres Louny steht Oldřichův dub, ein Gedenkbaum. Dort gibt es einen hergerichteten Rastplatz. Quelle und Baum bieten zwei weitere konkrete Ortsmotive, die sich von den baulichen und musealen Themen unterscheiden.
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