Zum Inhalt

Wer Zálužice als Ziel für eine kulturorientierte Auszeit wählt, kann den Aufenthalt an konkreten Bauzeugnissen ausrichten: Stekník ist durch sein barock erhaltenes Ortsbild und das Schloss geprägt, dazu kommen eine markante Brücke über die Ohře und landwirtschaftliche Architektur in Rybňany. Bei der Wahl einer Ferienwohnung hilft die Frage, ob Schloss und Garten, Ortsgeschichte, Brückenbau oder ländliche Baukultur für Sie den Ausschlag geben.

Schloss Stekník und das barocke Ortsbild

Der historische Ortskern von Stekník ist bis heute in seiner ursprünglichen barocken Gestalt erhalten. Seit der Verordnung des Kulturministeriums der Tschechischen Republik Nr. 249/95 vom 22. September 1995 ist Stekník eine dörfliche Denkmalschutzzone; bei Erlass der Verordnung war es die einzige dörfliche Denkmalschutzzone im damaligen Bezirk Louny. Am Schloss kommt eine weitere architektonische Facette hinzu: Es gehört zu den bedeutendsten Rokokobauten in Böhmen und ist von einem italienisch gestalteten Terrassengarten umgeben.

Im Schloss sind restaurierte Innenräume für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Besucherrundgang stellt es in der Zeit seines letzten privaten Eigentümers vor, der Familie des Schweizer Konsuls Gerold Déteindre. So stehen neben der erhaltenen Gestalt des Ortskerns auch die Innenräume und die historische Perspektive des Rundgangs im Mittelpunkt. Ein historischer Rundgang durch die Umgebung des Schlosses widmet sich der Geschichte des Ortes und des Schlosses sowie bedeutenden Persönlichkeiten und Denkmälern der Region. Er bietet damit einen anderen Schwerpunkt als der Rundgang durch die Innenräume.

Kapelle, Bauernhöfe und Rybňany

Am südlichen Rand von Zálužice steht die barocke Kapelle des heiligen Johannes von Nepomuk; im 19. Jahrhundert wurde sie umgestaltet. Am Ortsrand von Zálužice weist außerdem der Bauernhof Nr. 6 Merkmale des volkstümlichen Barocks auf. Zusammen zeigen die beiden Bauwerke unterschiedliche Aspekte lokaler Architektur: sakrale Baukunst mit einer späteren Umgestaltung und ein landwirtschaftliches Gebäude mit volkstümlich-barocken Merkmalen.

In Rybňany steht gegenüber dem Bauernhof auf einem doppelten Sockel eine beschädigte barocke Statue der heiligen Barbara aus dem Jahr 1719. Auch ein landwirtschaftlicher Komplex ist dort erhalten. Zu ihm gehören Wohngebäude, eine Scheune, eine Trocknungsanlage und Ställe; das Scheunenensemble stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert. Besonders auffällig ist das kegelförmige Eishaus, eine in der Region ausgesprochen seltene Bauform. Wer sich für ländliche Baukultur interessiert, findet hier also nicht nur einzelne Gebäude, sondern auch verschiedene Bestandteile eines landwirtschaftlichen Ensembles.

Brücke über die Ohře und Wege durch die Umgebung

Das Wahrzeichen von Zálužice ist eine dreifeldrige Stahlbetonbrücke über die Ohře. Sie wurde 1934 errichtet und 2010 sowie 2011 umfassend rekonstruiert. Die Brücke setzt einen bautechnischen Akzent neben den barocken und ländlichen Denkmälern: Ihre Beschreibung verbindet eine klar benannte Bauform und ein Errichtungsjahr mit dem späteren Zeitraum der Rekonstruktion.

Auch die Wege setzen unterschiedliche Themen in den Vordergrund. Der historische Rundgang durch die Umgebung des Schlosses vermittelt Orts- und Schlossgeschichte und informiert über bedeutende Persönlichkeiten und Denkmäler der Region. Der Weg „Cestou chmele“ führt durch Hopfenfelder im Gebiet des Hopfenforschungsinstituts. Damit stehen Geschichte und Denkmäler einerseits und die Hopfenlandschaft andererseits als eigene Schwerpunkte für einen Aufenthalt zur Auswahl.

Weitere Reiseziele entdecken: Deštnice, Velemyšleves, Podbořanský Rohozec, Vinařice, Libesice U Zatce, Laun, Vrbno Nad Lesy, Blažim.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Louny.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.