Libice nad Doubravou verbindet in seiner Ortsgeschichte eine historische Handelsroute mit Bau- und Handwerksspuren. In der Umgebung kommen geschützte Flusslandschaft, Wege durch das Tal und der Berg Spálava hinzu. Für die Reiseplanung stehen damit unterschiedliche Schwerpunkte bereit: historische Bauformen und frühere Produktion ebenso wie ein Naturschutzgebiet und Felsformationen. Als konkrete Unterkunftsmöglichkeit bietet Pilnův statek Gästen eine Übernachtung, wenn sie in der Umgebung wandern oder Rad fahren.
Historische Wege und Baugeschichte
Die historische Handelsroute Libická stezka führte durch Libice nad Doubravou und verband Böhmen mit Mähren. Im Bereich des Doubrava-Tals verlief sie unterhalb des Hauptkamms der Železné hory. Die Route ist damit eine Spur der früheren Verbindung zwischen den beiden Regionen.
Die Kirche St. Ägidius gilt als ältestes Denkmal des Ortes; vermutlich stand hier bereits im 10. Jahrhundert ein hölzerner Vorgängerbau. Die Kirche besitzt ein gotisches Kirchenschiff. Ihr Turm wurde Anfang des 17. Jahrhunderts im Stil des Hochbarock errichtet, und in der Kirche befindet sich ein Taufbecken aus dem 14. Jahrhundert. Die verschiedenen Zeitstellungen geben der Baugeschichte mehrere Ebenen.
Das Schloss Libice nad Doubravou ergänzt dieses Bild um eine andere Baugeschichte. Es stammt ursprünglich aus dem 18. Jahrhundert und ist ein Barockschloss. Im 19. Jahrhundert wurde es erweitert und pseudogotisch umgebaut. Damit stehen die kirchlichen Bauphasen einer später veränderten Schlossarchitektur gegenüber.
Die Glasmanufaktur von Antonín Pešout verweist auf die frühere Produktion am Ort. Sie endete 1915. Erhalten ist nur das Wohngebäude, während die Werkstätten Ruinen sind. Die Maschinen wurden von einer Wasserturbine mit 16 PS angetrieben. So gehören zur Geschichte der Manufaktur sowohl ihre technische Ausstattung als auch der unterschiedliche Zustand von Wohngebäude und Werkstätten.
Tal, Naturschutzgebiet und Spálava
In der näheren Umgebung von Libice liegt das 13,3679 Hektar große Naturschutzgebiet Svatomariánské údolí. Dort sind der naturnah erhaltene Lauf der Doubrava und gut erhaltene Eschen-Erlen-Auwälder in der angrenzenden Aue zu finden. Das Tal lässt sich von Libice nad Doubravou aus über örtliche Wege und Pfade begehen. Dabei führt der Weg an ehemaligen Mühlen und einer ehemaligen Glasschleiferei vorbei; durch das Tal selbst verläuft jedoch kein markierter Wanderweg.
Der Berg Spálava liegt in der gleichnamigen Ortsteil-Lage von Libice nad Doubravou und ist der zweithöchste Gipfel der Železné hory. In seiner Nähe befinden sich hohe Felsformationen, die Mrazové sruby heißen. Damit stehen neben dem Flusstal auch ein benannter Gipfel und markante Felsformen als eigene Landschaftsthemen im Blick.
Übernachten und einkehren
Pilnův statek bietet Unterkunft für Besucher, die in der Umgebung wandern oder Rad fahren. Der Hof stammt aus dem späten 18. Jahrhundert und wurde 1869 rekonstruiert. Er befindet sich im Besitz der Gemeinde, die versucht, ihn als typisches Bauernhaus zu erhalten. Wenn Sie Pilnův statek in Betracht ziehen, prüfen Sie Verfügbarkeit und Bedingungen vor der Buchung.
Im Hostinec U Bambuchů werden neben der regulären Speisekarte altböhmische Spezialitäten sowie Gerichte der europäischen Küche angeboten. Da sich Speisekarten ändern können, informieren Sie sich bei Interesse vorab über das aktuelle Angebot.
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