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Der Lehrpfad „Poznáváme Bory“ verbindet Landschaft, Geologie und anschauliche Vermittlung: An 36 Stationen gibt es Informationstafeln und drei interaktive Elemente. Sein Verlauf führt aus dem Umfeld von Dolní Bory über den Polder nach Horní Bory. So lernen Sie verschiedene Seiten von Bory über konkrete Themen kennen – von Natur und Gestein bis zur Ortsgeschichte.

Eine Route durch Dolní und Horní Bory

Der Lehrpfad ist etwa sechs Kilometer lang und führt durch Dolní und Horní Bory. Größtenteils ist er auch mit einem Kinderwagen begehbar. Der Abschnitt zwischen den Stationen 16 und 17 ist anspruchsvoller; für kleine Kinder wird deshalb eine Babytrage empfohlen. Da sich die Wegverhältnisse ändern können, prüfen Sie die aktuelle Situation vor Ort.

Sonnenuhr, Klang und Geopark

An der analematischen Sonnenuhr können Sie ihre Funktionsweise kennenlernen, sich hinsetzen und den Ausblick über die Landschaft genießen. Eine andere Station spricht das Gehör an: In den großen hölzernen Megafontrichter der Klanginstallation „Ucho lesa“ lassen sich Waldgeräusche übertragen und anschließend anhören. Im Geopark vermitteln Holzskulpturen einheimischer Tiere Wissen über Natur und Geologie. Die Stationen setzen damit unterschiedliche Akzente – vom Erklären und Beobachten bis zum Ausprobieren. Der Zustand einzelner Installationen kann sich ändern; sehen Sie vor dem Aufbruch in eine aktuelle Wegbeschreibung.

Geologie am Steinbruch Horní Bory

Der Steinbruch Horní Bory ist als geotouristische Sehenswürdigkeit (Geotop) und als Exkursionslokalität eingestuft. Die Station Kamenolom Horní Bory behandelt mit Informationstafeln die Geschichte des Steinbruchs und die Gewinnung der Lagerstätte. Im Steinbruch wird Gneis abgebaut; zugleich sind dort große Brocken serpentinisierten Peridotits freigelegt. Insgesamt wurden hier 55 Mineralarten gefunden. So stehen die Nutzung des Gesteins und die geologische Vielfalt an diesem Ort nebeneinander – ein Thema, das den Lehrpfad um eine eigene Perspektive ergänzt.

Moorlandschaft und geschützte Pflanzen

Ein weiterer Natur-Schwerpunkt ist das Naturdenkmal Mrázkova louka in Horní Bory. Es schützt ein Mosaik aus feuchten Kohldistelwiesen, kalkfreien Moorschlenken mit Moosen und submontanen Borstgrasrasen. Zu den geschützten Pflanzen zählen Rundblättriger Sonnentau, Schmalblättriges Wollgras, Sumpf-Blutauge und Moor-Bärlapp. Die verschiedenen Lebensräume und Pflanzen geben dem Naturdenkmal ein anderes Profil als den geologischen Stationen des Lehrpfads.

Kirche St. Martin und weitere Wege

Auch die Kirche St. Martin in Horní Bory gehört zu den markanten Themen des Ortes. Sie ist eine spätromanische einschiffige Kirche und ein Wahrzeichen der Gemeinde Bory. Ihr ältester erhaltener Teil stammt aus den Jahren 1250 bis 1280; seit 1958 steht die Kirche unter Denkmalschutz. Die beiden Zeitangaben bezeichnen unterschiedliche Aspekte: Die frühere datiert den ältesten erhaltenen Bauteil, die spätere das Jahr der Unterschutzstellung.

Im Gemeindegebiet verlaufen außerdem rot und gelb markierte Wanderwege sowie der Radweg „Mlynářská stezka“. Wenn Sie weitere Wege in Ihre Planung aufnehmen, prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Markierungen und Verläufe in den Tourismusinformationen der Gemeinde. Lehrpfad, Kirche, Geologie und Naturdenkmal bieten verschiedene inhaltliche Schwerpunkte, an denen Sie Ihre Entdeckung von Bory ausrichten können.

Weitere Reiseziele entdecken: Dalečín, Sviny, Lisna, Měřín, Tři Studně, Křižanov, Kadolec, Zvole.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Žďár Nad Sázavou.

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