Koroužné liegt im Tal der Svratka, südlich von Bystřice nad Pernštejnem. Bei Koroužné beschreibt der Fluss einen Bogen von Nordosten nach Südwesten um die Gemeinde. Zusammen mit den Bergbauspuren und dem Wasserwirtschaftslehrpfad gibt das der Ortswahl konkrete landschaftliche und kulturgeschichtliche Anhaltspunkte.
Landschaft und lokale Überlieferung
Etwa einen halben Kilometer oberhalb von Koroužné bildet die Svratka den Tümpel Hastrmanka. Der örtlichen Überlieferung zufolge wird er mit einem Wassergeist in Verbindung gebracht. So stehen hier eine genaue landschaftliche Orientierung und eine lokale Erzählung nebeneinander: Der Flusslauf beschreibt die Lage, während die Überlieferung dem Tümpel eine eigene kulturelle Bedeutung gibt.
Bergbauspuren und Besuchsbedingungen
Die Korouženská štola ist 104 Meter lang. Sie liegt etwa 200 Meter nordöstlich der Brücke in Koroužné, am Fuß eines steilen bewaldeten Hangs und rechts der Straße von Koroužné nach Vír. Eine Zustandsbeschreibung vom 24. August 2026 hält fest, dass Metalltüren den Eingang verschließen und der vordere Abschnitt bis zu einem Meter hoch überflutet ist. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuelle Situation.
Auch Důl sv. Felixe (Zemanovo pole) bewahrt Überreste des Silbererzabbaus in Koroužné. Zu den beschriebenen Relikten gehören eine Schachtpinge von etwa zehn Metern Durchmesser, der Rest eines geneigten Schachts und große Halden. Die Zustandsbeschreibung vom 24. August 2026 hält fest, dass die Zugänge vollständig eingestürzt und teilweise mit Abfall verfüllt waren. Damit unterscheiden sich die beiden Bergbaustätten sowohl durch ihre sichtbaren Spuren als auch durch die überlieferten Zugangszustände.
Lehrpfad und Natur bei Švařec
Der Svratecká-Wasserwirtschaftslehrpfad verläuft von Dalečín durch das Tal der Svratka bis nach Švařec. Nach dem Abschnitt an der Talsperre Vír II führt er durch Koroužné und Švařec. Für die Orientierung sind zwei Maßstäbe nützlich: Dalečín bis Švařec bezeichnet den Gesamtverlauf, während die zweite Angabe Koroužné im Abschnitt nach der Talsperre verortet.
Das nationale Naturdenkmal Švařec schützt am rechten Ufer des Brťovský potok bei Švařec einen wertvollen Komplex submontaner Wiesen und Weiden. Dazu gehören verstreute Wacholder an einem steilen Südhang im Tal der Svratka. Dieses Schutzgebiet ergänzt die Fluss- und Bergbauthemen um eine genau benannte Landschaftsform; seine Beschreibung bezieht sich auf den Bereich bei Švařec.
Kultur- und Landschaftserbe in Švařec
Die Kapelle Nejsvětější Trojice in Švařec ist eine ursprüngliche Bergmanns-Kultstätte aus dem 13. Jahrhundert. Sie hat sich mit nur wenigen späteren baulichen Veränderungen bis heute erhalten, ist staatlich geschütztes unbewegliches Kulturdenkmal und gilt als einzigartiges Beispiel volkstümlicher Sakralarchitektur. Ihr enger Zusammenhang mit dem örtlichen Bergbau verbindet die Baugeschichte mit einem weiteren Aspekt der regionalen Bergbautradition.
Auch die überdachte Holzbrücke bei Švařec bietet einen konkreten baulichen Bezugspunkt: Sie ist 22 Meter lang und zwei Meter breit. 1982 wurde sie repariert; sie gilt derzeit als technisch gut erhalten. Prüfen Sie ihren Zustand vor Ihrem Besuch.
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