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Radešín verbindet Schlossgeschichte mit der tschechischen Ballonherstellung und religiösen Traditionen. Das Schloss, das Museum im Schloss und die Kapellen eröffnen unterschiedliche kulturelle Schwerpunkte; eine Wallfahrt wird jährlich gefeiert. Für Ihre Reiseplanung sind besonders zwei Unterschiede hilfreich: Die Schlossgeschichte reicht vom mittelalterlichen Ursprung bis zum Barock, während das Museum die Entwicklung der Ballonherstellung in zwei historischen Staatskontexten zeigt. Für den Museumsbesuch vereinbaren Sie vorab telefonisch einen Termin.

Schloss Radešín: von der Klosterwirtschaft zum Barock

Schloss Radešín wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts als klösterlicher Wirtschaftshof der Zisterzienser gegründet. Es diente Zisterzienseräbten außerdem als ländlicher Rückzugsort zur Erholung. Zwischen 1706 und 1710 wurde es barock umgestaltet; diese Umgestaltung wird Jan Blažej Santini-Aichl zugeschrieben. So begegnen Ihnen bei der Schlossgeschichte sowohl die klösterliche Funktion des frühen Wirtschaftshofs als auch eine spätere barocke Bauphase. Die Gründung und die Umgestaltung markieren unterschiedliche Kapitel der Geschichte des Schlosses.

Mit dem Auto erreichen Sie Schloss Radešín über die Straße Bohdalec–Radešín. Etwa 100 m hinter dem Ortsschild „Radešín“ biegen Sie rechts ab. Da sich praktische Zufahrtsangaben ändern können, prüfen Sie die Anfahrt vor Ihrer Reise.

Ballonherstellung im Schloss

Im Schloss Radešín wurde 2019 ein Museum zur Geschichte der Ballonherstellung eröffnet. Es zeigt die Entwicklung und Herstellung von Heißluftballons zunächst in der Tschechoslowakei und anschließend in der Tschechischen Republik. Der inhaltliche Bogen führt damit durch zwei historische Staatskontexte. Während die Schlossgeschichte von klösterlicher Nutzung und barocker Umgestaltung erzählt, richtet das Museum den Blick auf Technikgeschichte.

Das Museum hat keine festen Öffnungszeiten; Besuche vereinbaren Sie telefonisch unter +420 734 44 30 30. Stimmen Sie den Termin vorab ab und bestätigen Sie die Absprache vor Ihrer Anreise.

Kapellen und Wallfahrt

Die der Jungfrau Maria geweihte Kapelle in Radešín wurde 1884 erbaut und am 15. August 1887 feierlich geweiht. Die Nischenkapelle der Jungfrau Maria im Schlosspark wurde 2007 anhand historischer Fotografien und der Erinnerungen von Zeitzeugen wiederhergestellt. Zu diesen Details gehören damit sowohl Bau- und Weihegeschichte als auch die spätere Wiederherstellung eines religiösen Bauwerks.

Die Radešíner Wallfahrt wird jährlich gefeiert und umfasst eine festliche Pilgermesse an der Kapelle Mariä Himmelfahrt. Wenn Sie die Wallfahrt in Ihre Reiseplanung einbeziehen möchten, prüfen Sie die Termine für Ihr Reisejahr. So lässt sich dieser wiederkehrende religiöse Anlass von den ganzjährig erzählten historischen Themen rund um Schloss und Museum unterscheiden.

Routenbezüge und Landschaft

Auf der Santiniho stezka Vysočinou folgen auf ein Mittagessen im Balónový hotel in Radešín und die Besichtigung von Schloss Radešín die Orte Sklené und Ostrov nad Oslavou. Radešín ist in diesem Routenablauf also mit einem Essensstopp und einem Schlossbesuch verbunden, bevor die beiden genannten Orte folgen.

Ein anderer Routenbezug ist der Lehrpfad um Bobrová: Sein roter Rundweg ist 6 km lang, führt durch Wälder und Wiesen und verläuft meist abseits von Straßen. Für die Reiseplanung unterscheiden sich die Angaben deutlich: Beim Ballonmuseum ist die telefonische Terminvereinbarung wichtig; der Rundweg ist durch seine Länge und Landschaft charakterisiert. So können Sie Kulturgeschichte, religiöse Traditionen und einen beschriebenen Landschaftsweg als unterschiedliche Interessen für Ihre Reise abwägen.

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