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Brtnice verbindet Bau- und Kulturgeschichte mit Möglichkeiten, zu Fuß unterwegs zu sein. Eine barocke Steinbrücke, Schlossräume mit Stuck und Gemälden sowie sakrale Kunst setzen unterschiedliche Akzente; die Brtnická stezka verbindet Naturschönheiten mit historischen Denkmälern. Für Ihre Reiseplanung können Sie den Schwerpunkt auf einzelne Kulturorte legen oder zusätzlich eine Wanderstrecke berücksichtigen. Welcher Mix passt, hängt auch davon ab, ob Sie den Rundweg durch Brtnice oder einen längeren markierten Abschnitt einplanen möchten.

Brücke und Schloss: markante Zeugnisse

Die Židovský (Dolní) Brücke in Brtnice ist eine barocke Steinbrücke. Sechs kunsthistorisch wertvolle Heiligenstatuen des örtlichen Bildhauers D. Lipart schmücken sie. Von der Židovský Brücke richtet sich der Blick auf das Schloss; diese Ansicht wird manchmal „Brtnické Hradčany“ genannt. Das Schloss Brtnice zählt zu den bedeutenden Adelssitzen in Mähren. Ein konkretes Beispiel für seine Ausstattung ist der sogenannte Sál vjezdů: Stuckdekoration aus den 30er-Jahren des 18. Jahrhunderts begleitet einen wertvollen, einzigartigen Zyklus von elf hängenden Gemälden des Malers Töpper. An der Brücke stehen die Heiligenfiguren im Mittelpunkt, im Sál vjezdů dagegen das Zusammenspiel von Stuck und Gemälden. So zeigen sich zwei unterschiedliche Formen künstlerischer Gestaltung.

Kirchen, Kloster und Museum

Auch einzelne Ausstattungsstücke und historische Zeugnisse setzen eigene Akzente. In der Pfarrkirche sv. Jakuba Většího befindet sich eine reich verzierte Renaissance-Taufe aus Kupfer in Form eines Apfels an einem Zweig. Auf dem jüdischen Friedhof stammt der älteste erhaltene Grabstein aus dem Jahr 1672. Das sind unterschiedliche Bezugspunkte: hier die besondere Gestaltung eines kirchlichen Gegenstands, dort ein genau datierter Grabstein. Das Paulánský klášter wurde zwischen 1639 und 1644 erbaut und ist nur von außen zugänglich. Planen Sie es deshalb als Außenbesuch ein.

Für die Kirche blahoslavené Juliány Collalto und ihren Turm gelten andere Zugangsbedingungen: Sie sind während Veranstaltungen und Gottesdiensten sowie nach vorheriger Absprache mit dem Pfarramt zugänglich. Da sich die Zugangsregelungen ändern können, stimmen Sie einen gewünschten Besuch vorab mit dem Pfarramt ab. Im Muzeum Josefa Hoffmanna finden jährlich saisonale Ausstellungen statt; konkrete Ausstellungstitel und Termine können sich ändern. Wenn eine bestimmte Ausstellung für Ihre Reise ausschlaggebend ist, prüfen Sie deren Termine vorab.

Zu Fuß auf der Brtnická stezka

Die Brtnická stezka verbindet die Erkundung von Naturschönheiten mit historischen Denkmälern und knüpft an ein System von Radwegen und Wegen für Fußwanderer an. Der Rundweg durch Brtnice auf der Brtnická stezka ist 2.700 Meter lang. Davon zu unterscheiden ist der Abschnitt von der Ruine Rokštejn nach Brtnice: Er kann zu Fuß über einen blau markierten Wanderweg zurückgelegt werden und ist etwa 7,5 Kilometer lang. Damit stehen zwei verschiedene Planungsoptionen gegenüber: ein Rundweg durch den Ort und ein längerer Abschnitt mit der Ruine Rokštejn als Ausgangspunkt und Brtnice als Ziel. Berücksichtigen Sie die beiden Streckenangaben getrennt, wenn Sie Ihre Tage gestalten. Auch wer Radwege in die Reiseplanung einbeziehen möchte, findet in der Anbindung der Brtnická stezka an das Wegesystem einen relevanten Orientierungspunkt.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Jihlava.

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