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Horní Myslová lässt sich über mehrere unterschiedliche Bezugspunkte einordnen: die bis 1385 zurückreichende Ortsgeschichte, Kulturdenkmäler auf dem Dorfanger, den Nechvátalův mlýn am Bach Myslůvka und die markierte Radroute 5124 im Katastergebiet. Die Themen reichen vom einzelnen Bauwerk über historische Daten bis zur Flächennutzung des gesamten Ortes. So können Sie kulturelle und geografische Aspekte nach ihrem eigenen Maßstab betrachten.

Lage und Höhenlage

Der Ort liegt 3 km südwestlich von Telč und auf einer Höhe von 500 Metern. Die Entfernungsangabe ordnet Horní Myslová räumlich zu Telč ein; die Höhenangabe ergänzt diese Einordnung um einen anderen geografischen Wert. Zusammen verorten beide Angaben den Ort aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Historischer Rahmen

Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf 1385. Damals war Horní Myslová Besitz der Burg Šternberk, die Jindřich von Hradec gehörte. Bis 1849 blieb der Ort mit der Herrschaft Telč verbunden. Die Jahreszahlen markieren unterschiedliche historische Bezüge: 1385 verbindet die frühe Erwähnung mit der damaligen Besitzzuordnung; 1849 bezeichnet das Ende der Verbindung zur Herrschaft Telč. Damit stehen eine frühe Burgzuordnung und eine spätere Herrschaftsbindung als zwei verschiedene Stationen der Ortsgeschichte nebeneinander.

Kulturdenkmäler und Mühlengeschichte

Auf dem Dorfanger sind der Glockenturm und das Kruzifix als Kulturdenkmäler ausgewiesen; beide tragen die Registernummer ÚSKP 18071/7-4844. Nechvátalův mlýn ist eine kleine ländliche Mühle am Bach Myslůvka und ein bedeutendes Bauwerk in Horní Myslová. Die Mühle wurde noch im 20. Jahrhundert genutzt; in ihr ist eine Mühlenausstattung aus den 1920er-Jahren erhalten. Nutzungsgeschichte und Ausstattung geben dabei zwei unterschiedliche Einblicke: Die eine ordnet die Mühle zeitlich als genutzten Betrieb ein, die andere datiert erhaltene Teile ihrer Ausstattung. So umfasst das kulturelle Bild neben den Objekten am Dorfanger auch ein Bauwerk mit eigener Mühlengeschichte.

Flächennutzung und Radbezug

Eine Flächenanalyse für 2020 weist aus, dass landwirtschaftlich genutzte Flächen 80 Prozent der Fläche von Horní Myslová bedecken und Waldflächen 11 Prozent ausmachen. Der Anteil der landwirtschaftlich genutzten Flächen ist damit deutlich größer als der Waldanteil. Diese Werte geben einen Überblick über das gesamte Gebiet und ergänzen die konkreten Kulturdenkmäler und die Mühle um einen landschaftlichen Maßstab. Für 2020 ergeben die beiden Anteile zusammengenommen 91 Prozent der Fläche von Horní Myslová.

Die markierte Radroute 5124 verläuft durch das Katastergebiet von Horní Myslová. Ihr räumlicher Bezug ist damit das Katastergebiet, während Glockenturm, Kruzifix und Mühle konkrete Bauwerke benennen. Dieser Unterschied hilft, den Radbezug von den einzelnen Kulturpunkten zu unterscheiden, ohne beide zu einem gemeinsamen Rundkurs zusammenzufassen.

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