Zum Inhalt

Steinmetzgeschichte, ein klassizistischer Kirchenumbau und geschützte Landschaften geben Mrákotín U Telče mehrere konkrete Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt. Besonders prägnant ist die Verbindung von Ortsgeschichte und Steinmetzhandwerk: Die Ausstellung reicht von der Geschichte der Gemeinde bis zu den Werkzeugen und Arbeitsabläufen des Gewerbes. Wer den Schwerpunkt lieber ins Freie legt, findet eine 18 Kilometer lange Wanderung zum Hradisko sowie eine Fahrradroute zur Javořice.

Steinmetzkunst und Ortsgeschichte

Die Steinmetzausstellung in Mrákotín zeigt die Geschichte und Gegenwart der Gemeinde ebenso wie die Geschichte der Steinmetzkunst. Dazu zählen die Herstellung und der Transport des Monolithen für die Prager Burg sowie die Anfertigung einer großen steinernen Walze. Hand- und Maschinenwerkzeuge stehen neben Ausrüstung für Geologen und Sprengmitteln, die zum Absprengen von Felswänden verwendet werden. So umfasst das Thema sowohl die Arbeit am Stein als auch den Umgang mit Werkzeugen und Material.

Ein hölzernes Schutzdach ergänzt die Ausstellung: Es wurde in einem Steinbruch abgebaut, verkleinert und am Ausstellungsort wieder aufgebaut. Hinzu kommen Werkzeuge, unfertige Erzeugnisse und Schutzausrüstung der Steinmetze. Die verschiedenen Objekte zeigen unterschiedliche Seiten des Handwerks, von der Ausrüstung bis zu den noch nicht vollendeten Werkstücken. Für die Ortsgeschichte ist dabei auch der Monolith ein besonderes Thema, weil Herstellung und Transport gleichermaßen dazugehören.

Kirche und überlieferte Geschichte

Die Pfarrkirche St. Ägidius war ursprünglich eine gotische Kirche aus dem 14. Jahrhundert und wurde 1806–1807 im klassizistischen Stil umgebaut. Ihre Baugeschichte verbindet damit zwei deutlich verschiedene Epochen. Kirche und Pfarrhaus sind seit 1398 belegt; Pfarrmatrikel gibt es seit 1661. Diese Daten betreffen unterschiedliche Zeugnisse der örtlichen Kirchengeschichte: die Belege zu Kirche und Pfarrhaus einerseits und die seit dem 17. Jahrhundert geführten Pfarrmatrikel andererseits.

Geschützte Landschaften

Das Naturdenkmal und Gebiet von europäischer Bedeutung Horní Mrzatec umfasst die Katastergebiete Mrákotín u Telče und Lhotka u Mrákotína. Der Teich liegt am Rand des ausgedehnten Javořice-Waldmassivs. Sein Wasser ist klar, der Grund sandig; der Teich ist nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich und gilt als Landschaftselement von hohem ästhetischem Wert. Für die Einordnung des Gebiets gehören also sowohl sein Schutzstatus als auch seine konkreten Landschaftsmerkmale dazu.

Ein weiteres Naturdenkmal ist Horní Nekolov. Dort wird ein Buchenbestand am Südosthang des Široký kámen geschützt, etwa drei Kilometer nordöstlich von Mrákotín. Das Gebiet liegt auf Höhen zwischen 690 und 772 Metern. Horní Mrzatec und Horní Nekolov stehen damit für unterschiedliche Landschaftsthemen: hier ein Teich am Rand des Javořice-Waldmassivs, dort ein geschützter Buchenbestand am Hang.

Wanderung und Fahrradroute

Die Wanderung Mrákotín–Bradlo–Hradisko beginnt in Mrákotín, ist 18 Kilometer lang und dauert etwa fünfeinhalb Stunden. Sie führt über Dobrá Voda zurück in die Nähe von Mrákotín; der Rückweg verläuft auf dem gelb markierten Wanderweg. Zur Route gehört das 760 Meter hohe Felsmassiv Hradisko, von dem sich Ausblicke auf die umliegende Landschaft bieten. Das Gelände ist stellenweise steinig und weist steile Anstiege auf. Länge, Dauer und Geländebeschaffenheit sind damit wichtige Punkte für die Planung dieser Wanderung.

Radfahrende können die Route von Mrákotín zur Javořice über den Radweg Nr. 1113 zurücklegen. Die Wanderung führt zum Hradisko und zurück in die Nähe von Mrákotín; die Fahrradroute hat die Javořice zum Ziel. So unterscheiden sich die beiden Unternehmungen durch ihre jeweiligen Ziele und die genannte Fortbewegungsart.

Weitere Reiseziele entdecken: Panské Dubenky, Hubenov, Větrný Jeníkov, Bítovčice, Dyjice, Švábov, Vanůvek, Jihlava.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Jihlava.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.