Leškovice verbindet zwei klar unterscheidbare Reiseinteressen: die Auseinandersetzung mit der Ortsgeschichte und Wanderungen auf markierten Wegen. Das Denkmal für die Opfer des Faschismus erinnert an die Zerstörung des Dorfes im Mai 1945; ein blau markierter Wanderweg führt an der Teichkaskade Nohavičky und am Teich Hejlov vorbei. Für die Planung eines Aufenthalts stellt sich damit zuerst eine praktische Frage: Soll die Erinnerung an die Geschichte den Schwerpunkt bilden, oder möchten Sie vor allem eine Wanderung einplanen? Kapellen und Münzfunde ergänzen die Ortsgeschichte um weitere, zeitlich unterschiedliche Anknüpfungspunkte.
Gedenken an die Ereignisse von 1945
Das Denkmal erinnert an den 5. und 6. Mai 1945. An diesen beiden Tagen ermordeten deutsche Faschisten 26 Einwohner und brannten das Dorf nieder. Die zeitliche Einordnung und die Zahl der Opfer machen deutlich, worauf sich das Gedenken in Leškovice bezieht: auf ein konkretes Ereignis der Ortsgeschichte. Das Gedenkstättenareal steht seit 1958 unter Denkmalschutz. Wer Leškovice wegen seiner Geschichte besucht, kann die Erinnerung als eigenen Teil des Aufenthalts planen und ihr neben einer Wanderung Raum geben.
Wanderwege und Wasserstellen
Der blau markierte Wanderweg führt an zwei namentlich bestimmten Wasserstellen vorbei: der Teichkaskade Nohavičky und dem Teich Hejlov. Auf dem blau markierten Weg führen außerdem Karrenwege nach Proseč Obořiště. So stehen entlang der Route benannte Landschaftspunkte und ein konkretes Ziel im Mittelpunkt. Diese Angaben helfen, den Wanderteil des Aufenthalts einzuordnen: Nohavičky und Hejlov sind die genannten Wasserstellen, Proseč Obořiště das Ziel der Karrenwege. Die Kapelle der heiligen Anna in Leškovice ist ebenfalls als Halt auf einer ausgeschilderten Wanderroute aufgeführt.
Kapellen und Münzfunde
Die Dorfkapelle wurde wahrscheinlich zwischen 1790 und 1820 errichtet und steht seit 1958 unter Denkmalschutz. Die Bauzeit bleibt dabei eine ungefähre Einordnung, keine exakt festgelegte Jahreszahl. Die Kapelle der heiligen Anna in Leškovice ist als Halt auf einer ausgeschilderten Wanderroute aufgeführt.
Auch die archäologischen Angaben setzen unterschiedliche zeitliche Akzente. In Leškovice gefundene Münzen werden „Duhovky“ genannt und ins 3. Jahrhundert n. Chr. datiert. An der als „v súdolích“ bezeichneten Fundstelle wurden 1925 insgesamt acht Münzen gefunden. Damit begegnen Ihnen bei einem kulturhistorischen Aufenthalt sowohl eine Einordnung aus der Antike als auch ein konkretes Fundjahr. Zusammen mit der Bauzeit der Dorfkapelle entsteht ein Bild verschiedener historischer Bezugspunkte, ohne dass daraus ein festes Besuchsprogramm folgen muss.
Anreise und Unterkunft planen
Leškovice verfügt über einen Haltepunkt an der Eisenbahnstrecke 224 zwischen Tábor und Horní Cerekev. Wenn Sie eine Anreise mit der Bahn erwägen, prüfen Sie den aktuellen Fahrplan, bevor Sie Ihre Aufenthaltstage festlegen. Für die Suche nach einer Ferienwohnung kann der gewünschte Schwerpunkt ein guter Ausgangspunkt sein: Überlegen Sie zuerst, ob Sie vor allem die Ortsgeschichte erkunden oder eine Wanderung in den Mittelpunkt stellen möchten.
Weitere Reiseziele entdecken: Křeč, Jiřice U Humpolce, Knizata, Kamenice Nad Lipou, Vystrkov, Střítež Pod Křemešníkem, Sedlice, Proseč U Humpolce.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Pelhřimov.