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Schlosspark, Sova-Bezüge und historische Bauwerke prägen das kulturelle Bild von Lukavec. Die Sehenswürdigkeiten im Ort lassen sich thematisch von einer längeren Route unterscheiden: Der Sovova-Lehrpfad verbindet Lukavec mit weiteren Stationen in der Region.

Schlosspark und Antonín Sova

Das Schloss Lukavec ist von einem weitläufigen englischen Park mit Teichen und einem klassizistischen Pavillon umgeben. In diesem Pavillon wuchs der Dichter Antonín Sova auf. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Lukavec und der umliegenden Landschaft; dort besuchte er auch die Grundschule.

Das Schloss ist ein spätrenaissancezeitlicher Vierflügelbau mit Arkadenhof und entstand an der Stelle einer früheren gotischen Feste. Damit erzählen Schloss und Park von unterschiedlichen historischen Bezügen: von der Baugeschichte des Ortes und von Sovas Biografie.

Nahe dem Schloss steht der Hříbek, ein sechseckiger, zweigeschossiger klassizistischer Pavillon, der gegen Ende des 18. Jahrhunderts errichtet wurde. Er befindet sich im frei zugänglichen Schlosspark. Seine Ausstellung umfasst historische Fotografien und Dokumente sowie eine nahezu originalgetreue Replik eines Jugendstilkleides von Marie, Sovas Ehefrau.

Auch das Antonín-Sova-Gedenkhaus widmet sich dem Dichter: Dort befindet sich eine Dauerausstellung über sein Leben und Werk. Das Gedenkhaus wurde rekonstruiert und im Juli 2004 wieder zugänglich gemacht. Die beiden Ausstellungen setzen unterschiedliche Akzente: Im Gedenkhaus stehen Sova und sein Werk im Mittelpunkt; im Hříbek ergänzen historische Zeugnisse und die Nachbildung von Maries Kleid den Blick auf sein Umfeld.

Kirche, Denkmalzone und Friedhof

Die ursprünglich gotische St.-Wenzels-Kirche wurde 1765 zu einer größeren Barockkirche umgebaut. Gemeinsam mit der benachbarten gotisch-renaissancezeitlichen Feste, dem spätbarocken Pfarrhaus, dem Spital und der neugotischen Gruft der Familien Lincker und Lilgenau bildet sie eine Denkmalzone.

Ein anderer Teil der Ortsgeschichte erschließt sich auf dem jüdischen Friedhof. Er wurde spätestens vor 1724 angelegt und umfasst etwa 100 Grabsteine; der älteste erhaltene stammt aus dem Jahr 1725. Am südöstlichen Rand des älteren Friedhofsteils befindet sich eine restaurierte, schlichte steinerne Leichenhalle. Der Friedhof ist frei zugänglich. Zusammen mit dem Schlosspark sollten Sie auch seine aktuelle Zugangssituation vor dem Besuch prüfen.

Kreuzweg und Sovova-Lehrpfad

Der Kreuzweg verläuft im Südwesten von Lukavec an einer lokalen Straße am Rand des Schlossparks. Er umfasst vierzehn Stationen und endet an den Rochus-Bildstöcken; Bänke stehen unterwegs bereit. Bei der vollständigen Restaurierung 2009 ersetzte man die ursprünglichen, schlankeren Granitsäulen durch ebenfalls aus Granit gefertigte, jedoch massivere Säulen.

Die gemauerten, barock gestalteten Rochus-Bildstöcke stehen südwestlich von Lukavec in freier Landschaft am Ort einer früheren Rochuskapelle. Nach ihrer Restaurierung im Jahr 2010 erhielten die Nischen gehärtete Glasfüllungen mit schwarzem eingedrucktem Text über den Heiligen, Lukavec und die Geschichte des Bauwerks.

Der Sovova-Lehrpfad führt von Pacov über die Gemeinde Bratřice und den Berg Stražiště nach Lukavec und von dort weiter nach Načeradec und zum Velký Blaník. Er ist 12 km lang, umfasst vier historisch ausgerichtete Stationen und dauert ungefähr zwei bis fünf Stunden. Der Weg eignet sich für Fußgänger und Radfahrer. Prüfen Sie vor dem Start die aktuelle Markierung.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Pelhřimov.

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