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Chotěbudice liegt 5 km nördlich von Jemnice im südöstlichen Teil der Böhmisch-Mährischen Höhe. Für Reisende mit Interesse an Ortsgeschichte oder Radtouren sind zwei Perspektiven besonders greifbar: Archäologische Hinweise reichen weiter zurück als die erste schriftliche Erwähnung, und benannte Radverbindungen führen durch Chotěbudice oder nehmen den Ort in ihren Verlauf auf. Hinzu kommen eine geweihte Kapelle, ein Kriegerdenkmal und mehrere bezeichnete Landschaftsbezüge. Für die Reiseplanung ergibt sich so ein konkreter Schwerpunkt auf Ortsgeschichte und Radwegen, ergänzt um einzelne Orte und Landschaftsnamen.

Frühe Spuren und schriftliche Erwähnung

Die erste schriftliche Erwähnung von Chotěbudice stammt aus dem Jahr 1351. Eine archäologische Deutung weist auf eine Existenz des Ortes mindestens 200 Jahre vor diesem schriftlichen Bezugspunkt hin. Bei einer archäologischen Untersuchung im Jahr 2008 im Zusammenhang mit der Rekonstruktion von Feldwegen wurden Fragmente grafitischer Keramik aus dem 11. bis 12. Jahrhundert entdeckt. Im zentralen Teil von Chotěbudice liegen außerdem archäologische Fundstellen des Typs II. Schriftliche Erwähnung und archäologische Datierung eröffnen zwei unterschiedliche Zugänge zur frühen Ortsgeschichte: Die eine setzt einen Jahresbezug, die andere führt in eine ältere Zeit zurück.

Kapelle, Denkmal und Horka

Horka liegt im Südwesten beziehungsweise Westen der Gemeinde und ist als bedeutender Aussichtspunkt ausgewiesen. In Chotěbudice befindet sich die Kapelle sv. Václava, die dem heiligen Wenzel geweiht ist. Das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs wurde von Jaroslav Šlezinger geschaffen. Die drei Bezüge setzen unterschiedliche Akzente: eine Aussichtspunkt-Bezeichnung, eine religiöse Widmung und ein Denkmal mit benanntem Künstler. Damit stehen eine ausgewiesene Aussichtspunkt-Bezeichnung, eine religiöse Widmung und ein konkreter Gedenkanlass nebeneinander.

Radverbindungen durch Chotěbudice

Die Radrundtour „Kolem mlýnů na Moravské Dyji do královského města Jemnice“ verläuft über Dačice – Staré Hobzí – Jemnice – Chotěbudice – Budíškovice – Bílkov – Dačice. Chotěbudice steht damit in einer ausgeschriebenen Ortsfolge, die bei Dačice beginnt und endet. Daneben führt der Radweg Jihlava–Třebíč–Raabs durch Chotěbudice. Die beiden Verbindungen lassen sich nach ihrer Form unterscheiden: Die eine ist eine Radrundtour mit der genannten Reihenfolge, die andere ein Radweg mit drei Ortsnamen im Titel. So können Sie die Radbezüge anhand des Routentyps und der jeweils genannten Orte vergleichen.

Landschaftliche Bezugspunkte

Die Siedlung Chotěbudický mlýn liegt an der Želetavka. Das Talrückhaltebecken Sedliště wurde im Gemeindegebiet nördlich des Siedlungsbereichs von Chotěbudice angelegt. Am Hügel Kukáč ist nur ein Teil der Umgebung bewaldet. Die Angaben verbinden unterschiedliche räumliche Merkmale: die Lage einer Siedlung am Gewässer, die Lage eines Rückhaltebeckens nördlich des Siedlungsbereichs und den Bewaldungsanteil der Umgebung eines Hügels. So lassen sich die drei Landschaftsbezüge klar voneinander unterscheiden.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Třebíč.

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