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Jakubov U Moravských Budějovic vereint drei unterschiedliche Reiseinteressen: eine jährliche Strohtradition, geschützte Kulturdenkmäler und historische Bezüge zu Teichen und Gebäuden. Für die Planung hilft besonders die zeitliche Einordnung: Die Heukrippen gehören in den Advent, während andere Themen den Ursprung einer Tradition oder frühere Nutzungen in den Blick rücken.

Strohtradition und Advent

Zur örtlichen Strohtradition gehört die alljährliche Herstellung lebensgroßer Heukrippen in der Adventszeit. Jedes Jahr werden außerdem märchenhafte Strohfiguren aufgestellt; die einzelnen Figuren wechseln. Die ersten „Slamáky“-Strohfiguren schuf eine Gruppe lokaler Enthusiasten im September 2005 an der internationalen Straße I/38. Damit liegen zwei unterschiedliche Schwerpunkte vor: Die Krippen sind ausdrücklich lebensgroß und an den Advent gebunden, bei den Strohfiguren wechseln die einzelnen Gestalten von Jahr zu Jahr.

Kirche, Denkmal und Ortsgeschichte

Östlich von Jakubov U Moravských Budějovic steht auf einer Anhöhe die spätromanische Kirche des heiligen Jakobus des Größeren, auch des Älteren genannt. Widmung und Baustil geben dabei zwei unterschiedliche Anhaltspunkte: Der Name benennt den Kirchenpatron, „spätromanisch“ ordnet die Architektur zeitlich ein. Unter Schutz stehen die Kirche, ihre Treppen und die Einfriedung. Auf der anderen Straßenseite des ehemaligen Gasthauses steht die Statue der heiligen Tekla, ebenfalls ein geschütztes Kulturdenkmal. Der Bau des Gasthauses stand im Zusammenhang mit der Einrichtung der Verbindung zwischen Prag und Wien über Jihlava und Znojmo. Kirche und Tekla-Statue bilden dabei zwei eigene sakrale Bezugspunkte; mit dem Gasthaus kommt ein historischer Verkehrsbezug hinzu.

Mühle, Burg und bauliche Veränderungen

Die Jakubovský mlýn hat nur einen Teil ihrer ursprünglichen Bausubstanz bewahrt. Besonders Mitte des 20. Jahrhunderts wurde sie zu Werkstätten einer landwirtschaftlichen Genossenschaft umgebaut. Die Burg Jakubov wird erstmals 1354 namentlich erwähnt; ihr ehemaliges Areal ist heute vollständig mit Einfamilienhäusern bebaut. Mühle und Burg veranschaulichen verschiedene Seiten der Ortsgeschichte: Bei der Mühle geht es um erhaltene Bausubstanz und Umbau, bei der Burg um die erste namentliche Erwähnung und den heutigen Zustand des ehemaligen Areals.

Teiche und historische Freizeitnutzung

Nordöstlich des Ortes liegen die Teiche Vidlák und Oráč. Vidlák gehörte bereits im Mittelalter zu den vier Teichen, die zum Städtchen Jakubov gehörten. Am Teich Vidlák entstand 1931 die „Plovárna Národní jednoty“; später wurde der Ort unter dem Namen Jakubovská riviéra bekannt. An der Jakubovská riviéra fanden Schwimmkurse statt. Vidlák verknüpft hier die Landschafts- mit der Freizeitgeschichte: Seine mittelalterliche Zugehörigkeit zu den Teichen Jakubovs steht neben der späteren Riviera und den Schwimmkursen.

Zeitliche Orientierung

Für die zeitliche Planung sind diese Bezüge nicht gleichartig: Der Advent ist der wiederkehrende Zeitraum der Heukrippen; September 2005 markiert den Ursprung der „Slamáky“-Strohfiguren, und 1354 die erste namentliche Erwähnung der Burg. Die Umgestaltung der Mühle gehört wiederum in die Mitte des 20. Jahrhunderts. So unterscheiden sich ein saisonaler Brauch, ein Traditionsbeginn und zwei Stationen der Ortsgeschichte.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Třebíč.

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