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Die Kurorte Karlovy Vary, Františkovy Lázně und Mariánské Lázně geben der Region Karlsbad ein prägnantes Thema: Alle drei gehören zu den tschechischen Bestandteilen der seriellen UNESCO-Welterbestätte The Great Spa Towns of Europe. Mineralquellen und Kurarchitektur sind jedoch nur ein Zugang zu dieser vielseitigen Region. Burgen, Sammlungen und Wanderlandschaften eröffnen weitere Entdeckungen.

Kurorte und Landschaft

In Karlovy Vary führen die Kurarkaden zu Mineralquellen. Zu ihnen zählt Vřídlo, ein Geysir, dessen Wasser zwölf Meter hoch aufsteigt. Auch die Lage prägt den Ort: Karlovy Vary liegt tief im Tal der Teplá, umgeben von Felsen und bewaldeten Hügeln. Als traditionelle Leckerei sind Kurwaffeln mit der Region verbunden – ein regionaler Genuss neben den Eindrücken von Quellen und Landschaft.

Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, findet in Karlovarský kraj ein dichtes Netz markierter Wanderwege. Es verbindet Krušné hory und Slavkovský les mit Städten und Dörfern. Einen eigenen Naturzugang bietet das Kladská-Moor-Naturschutzgebiet: Dort verläuft ein barrierefreier Naturlehrpfad rund um den Teich von Kladská, durch Wiesen, Wälder und Moorflächen. Prüfen Sie die Wegeinfrastruktur vor Ihrer Anreise.

Auch in der Umgebung von Kynžvart Spa und Schloss Kynžvart verlaufen Wander- und Radwege. So stehen in der Region sowohl markierte Wege zwischen unterschiedlichen Landschaftsräumen als auch ein Naturlehrpfad mit konkretem Rundgang im Moorgebiet zur Auswahl.

Burgen und besondere Sammlungen

Burg Loket verbindet unterschiedliche Blickwinkel auf ihre Geschichte und Nutzung. Ihr 26 Meter hoher Turm dient als Aussichtspunkt über die Umgebung. Die Rotunde stammt aus dem 12. Jahrhundert und hat einen Innendurchmesser von 3,6 Metern. In der Zeremonienhalle finden Musik- und Theateraufführungen statt. Architektur, Aussicht und Veranstaltungsraum sind damit ganz verschiedene Aspekte derselben Burg.

In der Museums-Galerie von Bečov nad Teplou steht das romanische Goldschmiedewerk Reliquienschrein des heiligen Maurus im Mittelpunkt. Der Reliquienschrein wurde am 5. November 1985 in der Schlosskapelle von Bečov entdeckt. Die Ausstellung lässt sich selbstständig erkunden; ihre Texte sind auf Tschechisch und Englisch, außerdem umfasst sie interaktive Elemente. So treffen dort die Geschichte eines bedeutenden Kunstwerks und eine eigenständige Ausstellungsform aufeinander.

Schloss Kynžvart setzt einen anderen Akzent: Im Raritätenkabinett sind etwa 1.800 Objekte ausgestellt, darunter zwei ägyptische Mumien. Die ältere stammt aus einer Zeit vor mehr als 3.500 Jahren. Das Museum gilt als eines der ältesten privaten Museen der Welt. Draußen bietet der Schlosspark ein Teichsystem, romantische Winkel und Ruheplätze. Sammlung und Park unterscheiden sich deutlich in ihrem Charakter, gehören aber beide zu den Entdeckungen rund um Schloss Kynžvart.

Praktische Orientierung

Das Staatsschloss Kynžvart ist vollständig barrierefrei; ein Aufzug und ein zugängliches WC sind vorhanden. Einen Spielbereich für Kinder gibt es nahe der Kasse. Für die Fahrt zum Schloss verkehren Busse aus mehreren Richtungen, und manche Linien halten am Schloss. Zugverbindungen nach Lázně Kynžvart bestehen von Pilsen und Cheb; Fahrgäste steigen an der Haltestelle Lázně Kynžvart in Stará Voda aus.

Die regionalen Themen lassen sich nach Interesse ordnen: Die Kurorte stehen für Mineralquellen und den UNESCO-Zusammenhang, Burgen und Sammlungen für Architektur und Kultur, die markierten Wege und das Moorgebiet für Entdeckungen draußen. Für die Wahl Ihres Reiseziels und einer Unterkunft können Sie sich daran orientieren, welcher dieser Zugänge zu Ihrer Reise passt.

Weitere Reiseziele entdecken: Bezirk Eger, Bezirk Karlsbad, Bezirk Falkenau an der Eger, Iglau, Zlin, Reichenberg, Pardubice, Aussig.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tschechien.

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