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Radostov lässt sich über seine zwei Siedlungsteile und den Bachlauf orientieren: Starý Radostov bildet den westlichen Teil der Siedlung, Nový Radostov liegt im Osten; der Radostovský potok trennt beide. Wälder umgeben Radostov bis heute auf drei Seiten. So verbinden sich eine klar gegliederte Siedlung und ein deutlicher Landschaftsbezug. Für die Wahl eines Aufenthaltsorts bietet das einen ersten Rahmen: Radostov verbindet Ortsgeschichte, Wasserflächen und regionale Wege.

Mittelalterlicher Herrensitz und Ortsgeschichte

Ein präziser räumlicher Bezugspunkt der Ortsgeschichte ist der ehemalige mittelalterliche Herrensitz. Er lag in der Aue des Radostovský potok, unmittelbar südlich des heutigen Ortskerns. Anhand der Funde lässt sich seine Nutzungszeit zwischen der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert und dem Ende des 15. Jahrhunderts einordnen. Der Herrensitz wurde in zwei teilweise überlappenden Bauphasen errichtet. Archäologisch wird die ehemalige Feste als erhöhter zentraler Hügel gedeutet, den ein Graben und ein Wall umgaben.

Die räumliche Lage beantwortet, wo der ehemalige Herrensitz lag; Bauphasen und Funde helfen, seine Gestalt und Nutzungszeit einzuordnen. Auch weitere historische Hinweise liegen auf unterschiedlichen Zeitebenen: 1395 wird Aldyk de Radostow als Besitzer des Dorfes Starý Radostov genannt. In Radostov befindet sich außerdem ein Steinkreuz aus dem Jahr 1887. Die heute als „Mlýnek“ bezeichnete Mühle trägt auf älteren Karten die Namen „Radostovský mlýn“ und „Radostower Mühle“. Für das Lesen älterer Ortsbezüge ist der Namenswechsel hilfreich: Die Kartenvarianten bezeichnen dieselbe Mühle, die heute „Mlýnek“ heißt.

Bach, Wasserflächen und Ortsmitte

Zu den Wasserflächen in Radostov gehören der Radostovský potok, zwei Teiche und ein Löschwasserbecken. Die Teiche sind der privaten Fischzucht bestimmt; das Becken dient dem Löschwasser. Die Wasserflächen erfüllen neben ihrer wirtschaftlichen und Erholungsfunktion auch eine Rückhaltefunktion. Der Bach verbindet zwei örtliche Bezüge: Er trennt Starý Radostov und Nový Radostov und gehört zugleich zu den Wasserflächen. Im Ortszentrum befindet sich das Gebäude der Feuerwehr, auf dem ein Glockenturm steht.

Rad- und Reitrouten in der Umgebung

Für Radfahrende sind die Frage nach Verkehrsanlagen in Radostov und die Wahl einer regionalen Route zwei getrennte Planungsfragen. Laut kommunaler Planung gibt es in Radostov keine speziellen Verkehrsanlagen für den Radverkehr; die Infrastruktur kann sich ändern. In der Umgebung führt die 28,1 km lange Hradecko-Radroute „Proti proudu času“ durch Radíkovice und Těchlovice und umfasst Hrádek u Nechanic. Vor einer Fahrt sollten Sie aktuelle Zugangspunkte und Routenbedingungen prüfen.

Auch zu Pferd führt der „Královéhradecký okruh na koni“ durch Radostov bis zum Schloss Hrádek u Nechanic. Die beiden Routen nennen Hrádek u Nechanic in unterschiedlicher Rolle: als Bestandteil der Radroute und als Ziel des Reitrundwegs. Prüfen Sie vor der Reise die Routenbedingungen und die Verfügbarkeit der Reitstationen.

Weitere Reiseziele entdecken: Roudnice, Zizeleves, Stěžery, Výrava, Těchlovice, Smiřice, Stará Voda, Vysoká Nad Labem

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Hradec Králové.

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