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Sloupno zeigt zwei unterschiedliche Seiten: die Baugeschichte des Schlosses und die Flusslandschaft der Cidlina. Das heutige Schloss steht für eine Entwicklung von der Renaissancefestung zur barocken Benediktinerresidenz; am östlichen Rand des Ortes fließt die Cidlina in ihrem als „Mlýnská Cidlina“ bezeichneten Flussbett. So begegnen Ihnen in Sloupno sowohl eine über mehrere Bauphasen geprägte Ortsgeschichte als auch ein Flussraum mit vielfältiger Flora und Fauna. Wenn Sie den Ort als Reiseziel erwägen, können Sie Kulturgeschichte und Natur als zwei eigenständige Interessen betrachten.

Schloss Sloupno: von der Festung zur Residenz

Um die Mitte des 16. Jahrhunderts entstand in Sloupno eine neue Renaissancefestung. Später wurde sie barock erweitert und zur Benediktinerresidenz umgebaut. Das heutige Schloss wurde nach der Mitte des 18. Jahrhunderts unter Abt Benno I. Löbl als Benediktinerresidenz errichtet, die dem Kloster Břevnov-Broumov diente. Kilián Ignác Dientzenhofer fertigte 1748 den Entwurf für das heutige Schloss an. Der Entwurfszeitpunkt und die spätere Errichtung bezeichnen unterschiedliche Schritte der Baugeschichte. Der Wandel vom Festungsbau zur Residenz ist ihr roter Faden.

Überlieferte Geschichten und lokale Spuren

Auch Jan Amos Komenský gehört zur örtlichen historischen Erzählung. Er soll sich einige Zeit auf der Herrschaft Sloupno in einer Renaissancefestung verborgen haben, bevor er ins polnische Exil ging. Die Episode ergänzt die Baugeschichte um eine biografische Perspektive: Im Mittelpunkt steht ein möglicher Aufenthalt vor dem polnischen Exil.

Vor dem Friedhof von Sloupno steht ein Denkmal für Josef Eduard Proche, das 1958 errichtet wurde. An einem Feldweg nach Starý Bydžov steht noch heute ein Holzkreuz, das der Gutsverwalter Jiří Hovad in Auftrag gab; prüfen Sie seinen Zustand vor Ort. Das Denkmal ist mit einem Jahr versehen, während beim Kreuz der Auftraggeber und der Bezug zum Feldweg hervortreten. Auch ein landwirtschaftlicher Bezug gehört zur Ortsgeschichte: Der 1894 angebaute Apfel trug den Namen „Libernáč sloupenský“. Dieser Apfelname erweitert den Blick über Gebäude und Gedenkzeichen hinaus auf einen konkreten Bezug zum Anbau.

Die Cidlina und ihre Ufer

Am östlichen Rand von Sloupno fließt die Cidlina in ihrem als „Mlýnská Cidlina“ bezeichneten Flussbett. Im Bereich von Sloupno finden sich an beiden Ufern der Cidlina entlang ihrer gesamten Länge naturnahe Bereiche mit vielfältiger und seltener Flora und Fauna. Das Flussbett und die Uferlandschaft geben dem Ort damit einen eigenen Naturbezug neben der Schloss- und Ortsgeschichte. Die Cidlina ist ein Ausflugsziel für Abenteuerlustige und Naturliebhaber. Vor einem Betreten des Flusses sollten Sie sich vor Ort informieren.

Ein konkreter Adventstermin

Am 23. November 2025 umfasste „Vítání adventu“ im Schloss Sloupno eine Verkaufsausstellung mit Weihnachtsthema und ein Adventskonzert. Für einen Aufenthalt, bei dem eine Veranstaltung wichtig ist, prüfen Sie die Termine für das gewünschte Jahr.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Hradec Králové.

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