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In Hořice V Podkrkonoší treffen Sandsteinkunst und eine bekannte süße Spezialität aufeinander. Wer sich für Bildhauerei interessiert, findet hier Ausstellungen, Skulpturen im Freien und Zeugnisse der örtlichen Steinmetztradition. Dazu kommen Wege durch die Stadt und der Blick von der Aussichtsplattform des Aussichtsturms Masarykova věž samostatnosti auf das Riesengebirge und die Elbniederung Polabí. So lässt sich der Aufenthalt nach eigenen Interessen ausrichten: mit Schwerpunkt auf Kunst und Geschichte oder mit Zeit für Wege und Landschaft.

Sandstein in Museum, Galerie und Park

Im Městské muzeum widmet sich eine Dauerausstellung dem Sandsteinabbau und der künstlerischen Verarbeitung des Steins in der Region Hořice. In der angrenzenden Štorchova síň sind thematische Ausstellungen zu sehen; das Programm kann wechseln. Die Galerie plastik setzt einen anderen Akzent: Sie wurde 1908 als künstlerischer Zweig des Podkrkonošské průmyslové museum gegründet und bietet neben ihrer Dauerausstellung ein umfangreiches Ausstellungsprogramm. Zu ihrer Sammlung gehören Gipsplastiken von Künstlern sowie Skulpturen aus hochwertigen Materialien.

Im Sochařský park U Sv. Gotharda I und II stehen mehr als 100 Sandsteinskulpturen. Die beteiligten Bildhauer stammen aus Europa, Asien und Amerika. Der Park ist ganzjährig frei zugänglich; vorübergehende Wartungsarbeiten können den Zugang beeinträchtigen. Wer die Skulpturen lieber in einem Innenraum betrachtet, kann die Galerie plastik mit ihrer Sammlung und ihrem Ausstellungsprogramm als eigenen Schwerpunkt wählen. Zur Galerie führt vom Stadtplatz ein rot markierter Wanderweg; zu Fuß dauert der Weg etwa zehn Minuten. Prüfen Sie die Markierung und die Gehzeit vor Ort.

Steinmetztradition und Stadtgeschichte

Die Geschichte der Steinbearbeitung ist auch an weiteren Orten sichtbar. Die Sochařsko-kamenická škola wurde 1884 als erste Schule ihrer Art im ehemaligen Österreich-Ungarn gegründet. Der Riegrův obelisk, ein 12,4 Meter hoher Sandsteinmonolith, wurde 1907 enthüllt und gilt als Zeugnis der Meisterschaft örtlicher Steinmetze. Die barocke Kostel Narození Panny Marie entstand nach Plänen von Kilián Ignác Dienzenhofer zwischen 1741 und 1748. Andere Spuren führen in die jüdische Geschichte der Stadt: Die Synagoge stammt aus den 1770er Jahren, und der alte jüdische Friedhof mit historischen Grabsteinen wurde wahrscheinlich bereits in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts angelegt.

Auch die Masarykova věž samostatnosti auf dem Hořický chlum verbindet Geschichte und Aussicht: Sie dient als Kriegsdenkmal und Aussichtsturm. Von ihrer Plattform reicht der Blick auf das Panorama des Riesengebirges und die fruchtbare Elbniederung Polabí; die Sicht ist wetterabhängig. Vrch Gothard ist ebenfalls ganzjährig frei zugänglich. Vom Stadtplatz führt ein rot markierter Wanderweg in etwa zehn Minuten zu Fuß dorthin. Lassen Sie sich bei der Planung von diesen ungefähren Angaben orientieren und prüfen Sie Wegmarkierung und örtliche Bedingungen vor dem Besuch.

Wege, Bildhauerei und Aktivitäten im Freien

Für einen Rundgang mit Informationstafeln gibt es den Naučný okruh mit 14 Stationen an bedeutenden Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Chlumíčkova stezka ist etwa 1,5 Kilometer lang und für Kinderwagen sowie sehr kleine Kinder geeignet. Einen anderen Charakter haben die Traily Hořice: Die drei Trails Grizzly, Dáška und Potoky haben zusammen eine Länge von 3,7 Kilometern und einen niedrigen bis mittleren Schwierigkeitsgrad. Sie liegen in Wäldern nahe dem Koupaliště Dachova, in unmittelbarer Stadtnähe. Da sich die Konfiguration mit weiteren Ausbauphasen ändern kann, lohnt es sich, den aktuellen Verlauf vorab zu prüfen.

In der näheren Umgebung liegt das Koupaliště Dachova, ein natürliches Freibad mit bemerkenswerter Holzarchitektur aus den 1920er Jahren. Sein Betrieb ist saisonal; prüfen Sie daher vor einem Besuch die Öffnung. Wer sich für Bildhauerei nicht nur als fertiges Werk interessiert, kann das Hořické sochařské sympozium vormerken. Alle zwei Jahre im Juli können Besucher im Lom U Sv. Josefa Bildhauern von internationalem Rang bei der Arbeit zusehen. Das erste Symposium fand 1966 statt. Prüfen Sie vor der Anreise die nächsten Veranstaltungstermine.

Hořické trubičky und ihre Herstellung

Hořické trubičky gehören ebenfalls zur lokalen Identität. Seit 2007 tragen sie die geschützte geografische Angabe der Europäischen Union und dürfen nur in Hořice und Umgebung hergestellt werden. Die traditionelle Herstellung sieht das Rollen von Hand vor; eine maschinelle Herstellung ist nicht zulässig. Die konkrete Praxis kann je nach Produzent variieren. Damit sind die Spezialität und ihre Herstellung ein eigener Zugang zur Stadtgeschichte, neben den steinernen Zeugnissen und Sammlungen.

Die Trubičková stezka in den Smetanovy sady vermittelt vor allem Kindern Wissenswertes über Geschichte und Herstellung der süßen Spezialität. Sie umfasst sieben Stationen und sieben Aufgaben, die zu einem geheimen Lösungswort führen. Zusammen mit den Skulpturenwegen zeigt sie zwei unterschiedliche Möglichkeiten, Hořice zu erkunden: über die Kunst im öffentlichen Raum oder über die Geschichte eines lokalen Gebäcks. Der wiederkehrende Blick auf Material und Handwerk verbindet diese Themen, ohne dass dafür ein festes Besichtigungsprogramm nötig ist.

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