Zum Inhalt

Zelenecká Lhota bietet zwei unterschiedliche Zugänge für die Reiseplanung: die Geschichte örtlicher Bau- und Erinnerungsdenkmäler sowie den Teich Ryba im Tal des Bukovinský-Bachs. Im historischen Teil steht die steinerne Kalvarienberggruppe Boží muka im Mittelpunkt; Kapelle, Friedhof und Obsttrocknerei ergänzen das Bild. Ryba liegt unterhalb des Ortes und ist über vier Hektar groß. So treffen in Zelenecká Lhota konkrete historische Daten und Bauformen auf ein Thema, das von Wasser und Landschaft geprägt ist. Wer den Ort in Betracht zieht, kann diese kulturelle und landschaftliche Seite als unterschiedliche Interessen wahrnehmen.

Kalvarienberggruppe und Ortsgeschichte

Die steinerne Kalvarienberggruppe Boží muka wurde 1773 auf Kosten der Gemeinde errichtet. Zwei Jahre später pflanzte man erstmals Linden um die Gruppe. Die beiden Daten setzen die Errichtung und die erste Bepflanzung in eine klare zeitliche Folge. Auch die spätere Restaurierung gehört zur Geschichte des Denkmals: 2008 wurde die Gruppe zur Restaurierung abtransportiert; am 12. September 2009 erfolgte die feierliche erneute Weihe. 2018–2019 wurde sie nochmals restauriert, nachdem bei einem Diebstahlversuch die Marienstatue beschädigt worden war. Entstehung, Pflege und der spätere Schaden sind damit als unterschiedliche Abschnitte der Geschichte der Kalvarienberggruppe erkennbar.

Kapelle, Gedenktafel und kulturelle Tradition

Die Kapelle der Heiligen Dreifaltigkeit in Zelenecká Lhota wurde 1910 erbaut. An ihr befindet sich eine Gedenktafel für die im Ersten Weltkrieg 1914–1918 gefallenen Soldaten. Außerdem wird in Zelenecká Lhota am Fest der Heiligen Dreifaltigkeit eine Wallfahrt gefeiert. Die Baugeschichte, das Gedenken an die Gefallenen und die religiöse Festtradition stehen für unterschiedliche Seiten des lokalen Erbes. Die Kapelle hat neben ihrem Baujahr auch eine Gedenkfunktion; die Wallfahrt ergänzt die Ortsgeschichte um einen wiederkehrenden religiösen Anlass.

Auch der Friedhof auf dem Příhon ist zeitlich genau einzuordnen: Er wurde 1908 erbaut und am 28. Juni desselben Jahres geweiht. Ein anderer Teil der Kulturgeschichte reicht über die Bauwerke hinaus. 1919 wurde in Zelenecká Lhota ein Laienspielkreis gegründet. So umfasst die Geschichte des Ortes neben sakralen und erinnerungskulturellen Orten auch einen historischen Bezug zum Laienspiel.

Eine besondere Bauform aus dem Obstbau

Die Obsttrocknerei in Zelenecká Lhota ist ein geschütztes unbewegliches Kulturdenkmal. Sie gilt als relativ seltene Bauform aus den Obstbaugebieten. Damit tritt neben die sakralen Bauten und Gedenkorte ein Beispiel landwirtschaftlich geprägter Baukultur. Dieser Schwerpunkt unterscheidet sich von der Geschichte der Kalvarienberggruppe und der Dreifaltigkeitskapelle: Hier steht die Obsttrocknerei als besondere Bauform im Mittelpunkt.

Teich Ryba im Tal des Bukovinský-Bachs

Der Teich Ryba liegt unterhalb von Zelenecká Lhota im Tal des Bukovinský-Bachs und ist über vier Hektar groß. Eine historische Beschreibung führt ihn sowohl als Bewässerungsreservoir für die landwirtschaftliche Genossenschaft JZD als auch als Erholungsort für die Bevölkerung und Menschen aus der Umgebung auf. Diese beiden Nutzungsbezüge gehören zur Einordnung des Teichs: Seine Rolle ist nicht nur landschaftlich, sondern auch mit Bewässerung und Erholung verbunden. Lage, Fläche und Funktion geben Ryba ein eigenes Profil neben den Bau- und Erinnerungsdenkmälern des Ortes. Für Ihre Reiseentscheidung ergibt sich so ein klarer thematischer Unterschied: Zelenecká Lhota lässt sich über seine örtliche Geschichte oder über den Teich und seine beschriebenen Funktionen betrachten.

Weitere Reiseziele entdecken: Pecka, Vidochov, Svatojanský Újezd, Vřesník, Budčeves, Židovice, Cholenice, Stupná.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Jičín.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.