Vysokov verbindet Erinnerungsorte zur Schlacht von 1866 mit einer Kapelle, einem Naturgebiet und Routen durch den Ort. Bei gutem Wetter kommen Ausblicke auf die Gebirgspanoramen des Riesengebirges und des Adlergebirges hinzu. So ergeben sich verschiedene Schwerpunkte für Ihren Aufenthalt: Sie können sich mit der Ortsgeschichte befassen, die Landschaft einbeziehen oder einen Lehrpfad beziehungsweise eine Radroute in Ihre Planung aufnehmen.
Denkmäler und Ortsgeschichte
Das Denkmal „Myslivec“ erinnert an die im Krieg von 1866 gefallenen tschechischen Soldaten des sechsten Bataillons der Feldjäger. Das 1906 errichtete Sandsteindenkmal setzt damit einen konkreten militärhistorischen Akzent. Ein weiteres 1866-Kavalleriedenkmal in Vysokov bildet einen anderen Schwerpunkt: Der 13 Meter hohe Granitpfeiler trägt einen liegenden Löwen aus weißem Marmor.
Am höchsten Punkt des Schlachtfelds steht das Kriegsdenkmal „Jehlanec jízdy“. Es wurde zum 35. Jahrestag der Schlacht bei Náchod errichtet und erinnert an die Kavallerieschlacht zwischen österreichischen und preußischen Truppen. Die Denkmäler unterscheiden sich in Material, Form und Gedenkanlass: „Myslivec“ bezieht sich auf gefallene Soldaten eines bestimmten Bataillons, „Jehlanec jízdy“ auf die Schlacht und ihre Kavallerie. Zusammen geben sie dem Thema 1866 mehrere konkrete Bezugspunkte.
Auch die Kapelle Božského srdce Páně gehört zur Ortsgeschichte. Sie wurde 1936 an der Stelle einer abgebrannten Schmiede errichtet und liegt nahe der Bushaltestelle „Vysokov, most“. Ein weiteres Kulturthema ist „Vysokovský kohout“, ein nationales Amateurfilmfestival mit internationaler Beteiligung. Es findet im Restaurant U Kohouta in Vysokov statt.
Landschaft und Jahreszeiten
Das Biocentrum v Luhách zeigt eine andere Seite der Umgebung. Zu ihm gehören Wiesenhänge, die von verschiedenen Waldpartien gesäumt sind. Dort wachsen Kiefern, Birken, Eichen und Fichten sowie alter Buchenbestand. Die Hänge und die unterschiedlichen Gehölze machen den Landschaftscharakter des Biocentrums aus, ohne dass dafür ein einzelner Aussichtspunkt oder eine bestimmte Wegstrecke vorausgesetzt werden muss.
Für die Anfahrt zum Biocentrum fahren Sie auf der Straße von Vysokov nach Starkoč und biegen unter der Eisenbahnbrücke der Strecke Starkoč–Václavice rechts ab. Auch die Aussicht auf die Gebirgspanoramen ist an eine Bedingung geknüpft: Sie zeigt sich bei gutem Wetter. Im Winter ist Langlauf in Vysokov bei guten Schneeverhältnissen möglich. Damit stehen eine wetterabhängige Aussicht und eine an Schnee gebundene Winteraktivität neben den geschichtlichen Orten, die einen anderen Schwerpunkt für den Besuch setzen.
Lehrpfad, Radroute und Bahnlinien
Der Lehrpfad „NÁCHOD – VYSOKOV – VÁCLAVICE 1866“ führt vom Staatlichen Schloss Náchod zum Bahnhof Václavice und verläuft dabei durch Vysokov. Davon unterscheidet sich die markierte KČT-Radroute 4056 „Po stopách bojů 1866“: Eine kommunale Beschreibung aus dem Jahr 2021 verortet ihren Verlauf durch Vysokov; die Route ist 26 Kilometer lang. Für Ihre Planung sind damit sowohl die benannten Endpunkte des Lehrpfads als auch die Länge der Radroute konkrete Orientierungspunkte.
Die Eisenbahn gehört ebenfalls zur Ortsgeschichte. Die Strecke von Jaroměř nach Trutnov wurde von 1859 bis 1869 gebaut, die Strecke Choceň–Meziměstí von 1872 bis 1875; beide verlaufen durch Vysokov. Die unterschiedlichen Bauzeiträume und Streckenverläufe ergänzen die historischen Denkmäler um eine weitere Perspektive auf die Entwicklung des Ortes.
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