Zum Inhalt

Rokytnice V Orlických Horách bietet mehrere unterscheidbare Zugänge für einen Aufenthalt: Baugeschichte am Marktplatz, Natur und Handwerk im Museum Sýpka, Eisenbahngeschichte sowie historische Kirchen und einen jüdischen Friedhof. In der Umgebung ergänzen ein Lehrpfad zu Befestigungsanlagen und ein Aussichtsturm das Spektrum.

Marktplatz und Landschaft

Der Marktplatz ist von eingeschossigen Laubenhäusern in Holzblockbauweise und einem Herrschaftskomplex umgeben. Die städtische Denkmalschutzzone von Rokytnice steht seit dem 1. September 2003 unter Schutz. Das Gebiet von Rokytnice liegt am Rand des Landschaftsschutzgebiets Orlické hory und im Einzugsgebiet des Flüsschens Rokytenka. So stehen städtisches Bauerbe und zwei landschaftliche Bezüge nebeneinander, ohne dass sie denselben Ortsteil beschreiben müssen.

Museen: Natur, Handwerk und Eisenbahn

Das interaktive Museum Sýpka ist ein Museum für Natur und Handwerk in einem ehemaligen Getreidespeicher. In einer Voliere sind 55 Vogelarten zu sehen, die in den Orlických hor vorkommen. Die Vögel geben dem Naturthema einen konkreten regionalen Bezug; Handwerk bildet das zweite Themenfeld des Museums. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten.

Das Eisenbahnmuseum befindet sich am Bahnhof in einem ehemaligen Lokomotivschuppen für Dampflokomotiven. Seine Hauptausstellung ist der Bahnstrecke Doudleby–Vamberk–Rokytnice gewidmet. Als derzeit prägendes Ausstellungsstück gilt die Dampflokomotive der Baureihe 328.011 mit dem Spitznamen „Vendulka“. Der thematische Unterschied zu Sýpka ist klar: Hier stehen eine konkrete Bahnlinie und eine Lokomotive im Mittelpunkt, dort Natur und Handwerk.

Kirchen und Friedhof

Die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit, auch Schlosskirche genannt, wurde 1603 von Kryštof Mauschwitz errichtet und diente ursprünglich als protestantisches Bethaus. Die Allerheiligenkirche entstand 1679–1684 an der Stelle einer Holzkirche, die beim großen Stadtbrand von 1661 niederbrannte. Die beiden Baugeschichten setzen unterschiedliche historische Akzente: bei der Schlosskirche die ursprüngliche protestantische Funktion, bei Allerheiligen der Neubau nach dem Brand.

Der Jüdische Friedhof in Rokytnice wurde 1718 gegründet. Erhalten ist dort der Grabstein des Dichters Moritz Reich, der von 1831 bis 1857 lebte. Gründungsjahr und Grabstein verweisen auf verschiedene Zeitpunkte der Friedhofsgeschichte: auf seine Entstehung und auf die Erinnerung an eine konkrete Person.

Lehrpfad und Aussicht

In der Umgebung umfasst der Lehrpfad zu den Befestigungsanlagen 14 Informationstafeln. Sie liegen entlang des rot markierten Weges zwischen Panské Pole und dem Anenský vrch sowie im Bereich der Festung Hanička. Der Aussichtsturm ANNA auf dem Anenský vrch bietet einen anderen Schwerpunkt: Ausblicke in alle Himmelsrichtungen. Der Turm ist frei zugänglich; prüfen Sie vor der Abfahrt die Zugangsbedingungen. Der Lehrpfad erschließt das Thema über Informationstafeln, der Aussichtsturm setzt auf den Rundumblick.

Weitere Reiseziele entdecken: Lupenice, Lípa Nad Orlicí, Svídnice U Kostelce Nad Orlicí, Uhřínovice, Bystré, Hřibiny-Ledská, Dobruska, Chmelište.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Rychnov Nad Kněžnou.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.