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In Liteň treffen Baugeschichte und Literatur aufeinander. Das Schloss ist mit dem Dichter Svatopluk Čech verbunden; weitere geschützte Bauwerke zeigen unterschiedliche Epochen. So reicht das Kulturthema von Renaissance und Barock bis zu literarischen Erinnerungsorten.

Die umfangreiche Lehrpfadroute Liteň verbindet die Denkmäler und Sehenswürdigkeiten des Ortes. Sie gibt den verschiedenen Kulturthemen einen gemeinsamen Faden, während Schloss, Gruft, Friedhof und Kirche jeweils ihre eigene Geschichte behalten.

Schloss Liteň, Park und Sammlung

Das Schloss Liteň ist ein geschütztes Kulturdenkmal aus der Renaissance mit barocken Umbauten und einem Park. Die Anlage ist mit Svatopluk Čech verbunden. Der Park ist nach der in den Jahren 2012 und 2013 erfolgreich durchgeführten Revitalisierung wieder öffentlich zugänglich. Bei Veranstaltungen oder Wartungsarbeiten können die Zugangsbedingungen variieren; prüfen Sie diese deshalb vor Ihrem Besuch.

Auch die Sammlung von Zámek Liteň ist ein eigener Teil der Kulturgeschichte: Sie umfasst 57 registrierte Objekte der visuellen Kultur aus den Nachlässen von Jarmila Novotná und der Familie Daubek. Beide Namen begegnen auch in der Geschichte des Schlossareals und des Festivals. Die Sammlung ergänzt damit die architektonischen Bezüge um einen Blick auf die künstlerischen Nachlässe.

Baugeschichte an mehreren Orten

Die geschützte Gruft der Familie Daubek ist ein neorenaissancezeitlicher Bau aus dem Jahr 1888 nach einem Entwurf von Antonín Wiehl. Der jüdische Friedhof wurde 1680 angelegt; zu seinen Merkmalen zählen barocke Grabsteine und eine neoromanische Leichenhalle. Die Kirche St. Peter und Paul war ursprünglich eine gotische Kirche aus dem 13. Jahrhundert und wurde im 17. Jahrhundert barock umgebaut.

Diese Bauwerke stehen für unterschiedliche zeitliche Schichten Liteňs: Bei der Kirche reicht die Geschichte bis ins Mittelalter zurück, während Friedhof, Umbauten und Gruft andere Epochen sichtbar machen. Wer sich für Architektur interessiert, kann die Orte deshalb nach ihren verschiedenen Ursprüngen und Gestaltungsformen betrachten, statt sie als einheitliches historisches Ensemble zu lesen.

Svatopluk Čech: Kindheit und Erinnerung

Ein Denkmal mit einer überlebensgroßen Statue in den städtischen Anlagen erinnert an Svatopluk Čechs vierjährigen Aufenthalt in seiner Kindheit und an den Schauplatz seines Gedichts „Ve stínu lípy“. Ein weiterer Bezug ist die geschützte Statue des Dichters, die in den 1930er-Jahren an der Steinmetzschule von Hořice nach einem Entwurf von J. Mach geschaffen wurde.

Die beiden Erinnerungsorte haben unterschiedliche Schwerpunkte: Das eine Denkmal verbindet den Kindheitsaufenthalt mit einem literarischen Schauplatz, die andere Statue hält den Dichter selbst fest. Zusammen machen sie Liteňs literarischen Bezug konkreter als eine bloße Namensnennung und ergänzen die Baugeschichte um eine biografische Perspektive.

Festival und regionaler Bezug

Das Festival Jarmily Novotné entstand aus Bemühungen, das kulturelle und musikalische Leben im Areal des Schlosses Liteň wiederzubeleben. Das Schlossareal ist historisch mit der Familie Daubek und der Opernsängerin Jarmila Novotná verbunden. Im Festivalprogramm kommen regelmäßig Musik, Bildung, Film, Theater, bildende Kunst und weitere kreative Disziplinen zusammen. Neben Musik stehen so auch vermittelnde und andere künstlerische Formen im Programm. Wenn Sie das Festival einplanen möchten, prüfen Sie die Termine für Ihren Reisezeitraum.

Liteň liegt am Český kras. Dieser regionale Bezug ergänzt die Kulturgeschichte des Ortes um eine geografische Einordnung, während Schloss, Denkmäler und literarische Erinnerungsorte den lokalen Schwerpunkt bilden.

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