Stašov verbindet eine sanft geneigte Hanglage über dem Tal des Červený potok mit einer Ortsgeschichte, die bis zur ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1085 zurückreicht. Der Ort liegt im nordöstlichen Teil der Hořovická pahorkatina. Hinzu kommen das historische Nagelschmiedehandwerk, mehrere Standorte früherer Kalköfen, Gedenkgeschichte und eine Radroute, auf der Stašov bei Kilometer 6 verzeichnet ist. Wenn Sie für einen Aufenthalt Landschaft und Ortsgeschichte gewichten möchten, finden Sie hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte.
Hanglage und Landschaftsraum
Der Hang, an dem Stašov liegt, ist sanft geneigt und nach Norden und Westen offen; darunter liegt das Tal des Červený potok. Zusammen ergeben Hangform, Ausrichtung und Talbezug ein konkretes Bild der unmittelbaren Landschaft. Die Lage im nordöstlichen Teil der Hořovická pahorkatina ergänzt diese örtliche Einordnung um den größeren Landschaftsraum. So stehen zwei Maßstäbe nebeneinander: die Lage über dem Tal und die Zugehörigkeit zu einer Landschaftsregion.
Für Ihre Auswahl lässt sich damit unterscheiden, ob Sie zunächst auf die Geländeform oder auf den regionalen Zusammenhang achten. Beide Angaben beschreiben Stašovs Lage, aber auf verschiedenen Ebenen: Der Hang verweist auf die örtliche Topografie, die Hořovická pahorkatina auf den weiteren Landschaftsrahmen.
Von der ersten Erwähnung zum Handwerk
Die erste urkundliche Erwähnung Stašovs ist auf das Jahr 1085 datiert. In der Urkunde schenkte der böhmische König Vratislav II. die Dörfer Stašov und Žíňany bei Benešov dem Kloster Ostrov. Der Eintrag verknüpft Stašov damit mit einer konkreten Schenkung und nennt zugleich die weiteren Orte, die zu diesem historischen Zusammenhang gehören.
Ein deutlich späteres Kapitel bildet das Nagelschmiedehandwerk, tschechisch cvočkařství Vom späten 18. Jahrhundert bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war es in Stašov ein Haupterwerbszweig. Nagelschmiede waren umherziehende Schmiede, die Eisenwaren verkauften. Das Thema verbindet somit die lokale Erwerbsgeschichte mit einer mobilen Arbeitsweise: Das Handwerk war in Stašov bedeutend, während die Schmiede unterwegs waren.
Historische Kalköfen standen an mehreren Stellen in Stašov: unter anderem an der Kreuzung der Straße aus Stašov mit der Straße Zdice–Příbram, in der Lage Cikoška und unterhalb der Eisenbahnstrecke. Im Vergleich zum umherziehenden Nagelschmiedehandwerk verweisen die Öfen auf mehrere örtlich benannte historische Standorte. So lassen sich zwei unterschiedliche Aspekte der Vergangenheit auseinanderhalten: eine mobile Tätigkeit und die Geschichte der Kalköfen an verschiedenen Stellen.
Gedenken und Veranstaltungshinweise
Das Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs wurde am 28. Oktober 1926 in Stašov feierlich enthüllt; an der Zeremonie nahmen etwa 500 Menschen teil. Der Husův balvan gehört zu einem anderen Gedenkanlass: Er wurde im Rahmen der Feiern zum zehnten Jahrestag der Selbstständigkeit der Tschechoslowakei enthüllt, und in den Stein wurde die Jahreszahl 1928 eingemeißelt. Die beiden historischen Bezüge unterscheiden sich im Anlass – hier das Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, dort die Feier der staatlichen Selbstständigkeit.
Die Staročeské máje gelten in Stašov als traditionelle und sehr beliebte Veranstaltung. Für 2026 war das Pálení čarodějnic aus betrieblichen Gründen auf dem Sportgelände TJ Stašov vorgesehen. Bei der Planung ist der zeitliche Unterschied wichtig: Die erste Angabe beschreibt die Bedeutung der Staročeské máje, die zweite eine konkrete Planung für das Jahr 2026.
Stašov an der Radroute
Auch ein Radstreckenbezug gehört zu den beschriebenen Anknüpfungspunkten: In der Radroute Nr. 0007 von Lochovice nach Zdice ist Stašov bei Kilometer 6 verzeichnet. Damit stehen neben der Landschaftslage und den historischen Themen auch ein konkreter Routenname, zwei Endpunkte und eine Kilometerangabe zur Orientierung zur Verfügung. Die Radroute lässt sich so als eigener Aspekt bei der Wahl des Reiseziels berücksichtigen.
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