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Am Rand des Naturparks Džbán liegt Kačice am linken Ufer des Bachs Loděnice, der vor Ort auch Kačák heißt. Landschaft, Wegverläufe und Ortsgeschichte bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Ihre Reiseplanung: Sie können Radrouten und Wanderwege betrachten oder den früheren Mühlenstandort und die historischen Bauwerke in den Vordergrund stellen. Welche Seite Sie wählen, hängt davon ab, ob Sie eher draußen unterwegs sein oder sich mit der Kulturgeschichte des Ortes beschäftigen möchten.

Rad- und Wanderwege in verschiedene Richtungen

Der Radweg 0105 verläuft über Stochov, Čelechovice, Kačice, Srby und Kamenné Žehrovice. Seine Gesamtlänge beträgt 8,55 Kilometer. Für eine Radtour in den Naturpark Džbán empfiehlt sich der Bahnhofshalt Kačice als Ausgangspunkt. Die beiden Angaben beantworten unterschiedliche Planungsfragen: Der Radweg benennt einen Verlauf durch mehrere Orte, während der Bahnhofshalt als Ausgangspunkt für eine Radtour in den Naturpark empfohlen wird.

Auch die Wanderwege unterscheiden sich nach Lage und Ziel. Ein rot markierter Weg verläuft am Südrand von Kačice entlang der Loděnice, die auch Kačák genannt wird. Er führt von Lodenice bei Mšecké Žehrovice bis nach Loděnice bei Beroun. Der gelb markierte Weg geht von Kačice nach Norden zur Försterhütte Obora und anschließend weiter nach Smečno. So stehen einem Weg am südlichen Ortsrand mit den genannten Endpunkten eine nordwärts führende Route über Obora gegenüber. Prüfen Sie die Wegmarkierungen vor Ihrer Tour vor Ort.

Otevřený mlýn und Kačices Industriegeschichte

Der ehemalige Koulův mlýn ist heute der Otevřený mlýn. Besucher können eine persönliche Führung durch das gesamte Areal vereinbaren; klären Sie die Verfügbarkeit vor Ihrer Anreise. Die Mühle stammt aus dem Jahr 1666 und wurde Ende des 19. Jahrhunderts auf Dampfbetrieb umgebaut. Zusammen mit einer angrenzenden Dampfmolkerei bildete sie einen Industriekomplex. Der spätere technische Wandel und die Verbindung mit der Molkerei ordnen die Geschichte des Mühlenstandorts über das einzelne Gebäude hinaus ein.

Eine weitere historische Spur ist die Pferdebahn Prag–Lány: Kačice hatte im 19. Jahrhundert eine Station der Bahn. Dieser Verkehrsbezug ergänzt die Geschichte des früheren Mühlenbetriebs um ein weiteres Kapitel der Ortsgeschichte.

Kapelle und ländliche Hofanlage

Die Kapelle des heiligen Johannes Nepomuk in Kačice ist eine neugotische Nischenkapelle aus dem Jahr 1851. Ihre Widmung prägt auch einen festen Termin im örtlichen Kalender: Seit 1993 wird in der Kapelle am 16. Mai, dem Fest des heiligen Johannes Nepomuk, eine Messe gefeiert. Wenn Sie den Termin in Ihre Reiseplanung aufnehmen möchten, bestätigen Sie die örtlichen Arrangements für das laufende Jahr.

Ein anderer Blick auf die Baugeschichte bietet die ländliche Hofanlage in der Masarykova 52. Zu ihr gehören ein Wohnhaus, eine Scheune, teilweise erhaltene Ställe, eine Umfassungsmauer und Tore. Die Anlage ist wahrscheinlich ein Beispiel für Fachwerkbau aus der Zeit um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Hier stehen mehrere Bestandteile eines ländlichen Hofes im Mittelpunkt, während die Kapelle ein einzelnes sakrales Bauwerk ist; die Datierung der Hofanlage als Fachwerkbau bleibt dabei eine wahrscheinliche Einordnung.

Weitere Reiseziele entdecken: Kutrovice, Stochov, Velká Dobrá, Zákolany, Kamenný Most, Podlešín, Lidice, Svárov.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Kladno.

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