Zum Inhalt

Tuchlovice verbindet Bergbaugeschichte mit einem sechs Kilometer langen Radweg, markanten Sakralbauten und ruhigen Orten im Freien. Für Ihre Reiseplanung können Sie unterschiedliche Schwerpunkte setzen: die frühere Bergbaunutzung und ihre Spuren, Architektur und Ortsgeschichte oder eine Runde zu Fuß beziehungsweise mit dem Rad.

Radweg und Halda

Die Cyklostezka Tuchlovice verläuft größtenteils auf der Trasse einer früheren Eisenbahnanschlussstrecke, die das Bergwerk Tuchlovice bediente. Der Weg ist asphaltiert und eignet sich auch zum Inline-Skaten. Er ist sechs Kilometer lang und Teil der Radroute 8185, die von Lány bis zum Bahnhof Kamenné Žehrovice führt. An mehreren Stellen können Sie auf die Cyklostezka gelangen. Prüfen Sie vor der Tour die örtlichen Bedingungen, da sich Angaben zur Oberfläche oder zu den Einstiegsmöglichkeiten ändern können.

Unmittelbar neben dem Radweg liegt die Halda, die Abraumhalde des ehemaligen Bergwerks Tuchlovice. Sie ist zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Vom Gipfel reicht der Blick über die umliegende Landschaft; dort stehen außerdem ein Tisch und Bänke für eine Rast. Damit lässt sich die Strecke mit einem Halt am Aussichtspunkt verbinden. Auch hier empfiehlt es sich, die örtlichen Bedingungen vor dem Besuch zu prüfen.

Kirchen und Ortsgeschichte

Die Kirche sv. Havla geht auf einen ursprünglich gotischen Bau aus der Zeit um 1330 zurück. Von diesem mittelalterlichen Bau blieb nur das Presbyterium mit Kreuzgewölbe erhalten. Bei einer barockisierenden Umgestaltung in den Jahren 1840 bis 1844 kam über dem Eingangsportal ein 27 Meter hoher Turm hinzu. Das heutige Erscheinungsbild geht auf den Umbau von 1890 zurück, bei dem die Sakristei verlängert wurde. Die umfassende Renovierung begann 2001; im Herbst 2002 wurde die Kirche wiedereröffnet.

Eine andere historische Spur führt zur Kapelle sv. Floriána. Der örtliche Grundbesitzer Jiří Náprstek ließ sie 1715 erbauen. Sie ist dem heiligen Florian geweiht, weil Tuchlovice im selben Jahr von einer Viehseuche betroffen war. An der Kapelle wird seit 1886 eine Wallfahrtstradition erwähnt. Zusammen zeigen Kirche und Kapelle verschiedene Aspekte der Ortsgeschichte: die lange Bauentwicklung von sv. Havla und die konkrete religiöse Erinnerung, die mit sv. Floriána verbunden ist.

Park, Teich und ein Termin im Mai

Der große Tuchlovický park liegt im Ortszentrum und bietet einen ruhigen Ort zum Sitzen oder Spazierengehen. Er wurde 2021 vollständig renoviert. Der Rybník Salakvarda setzt einen anderen Schwerpunkt: Der Teich liegt an einem Feldweg in Richtung Lány und wird vom Zámecký potok gespeist. Besonders Angler und Spaziergänger nutzen ihn. Er ist Gemeindeeigentum und frei zugänglich; prüfen Sie vor dem Besuch die örtlichen Bedingungen, da sich Zugangsregelungen ändern können.

Wenn Sie Ihren Besuch an einem wiederkehrenden Veranstaltungstermin ausrichten möchten, kommt die Tuchlovická pouť infrage. Sie findet jedes Jahr im Mai auf dem Platz von Tuchlovice statt. Zum Festival gehören Folklortanz, Volksmusik und Theateraufführungen. Die einzelnen Programmdetails können variieren; prüfen Sie daher die Termine und das Programm für das jeweilige Besuchsjahr.

Spuren des Bergbaus

Auch die industrielle Geschichte lässt sich räumlich genauer einordnen. Der ehemalige Steinkohle-Tiefbaukomplex JAROSLAV / NOSEK / TUCHLOVICE befindet sich im Katastergebiet der Gemeinde Tuchlovice. Die zum ehemaligen Bergwerk Tuchlovice gehörende Bewetterungsschachtanlage Pustinka, auch Na pustince genannt, liegt dagegen im Katastergebiet der Gemeinde Lány, unmittelbar neben der Lánská obora. Ihr Hauptgebäude mit Förderturm ist als technisches Denkmal ausgewiesen. Diese Unterscheidung ist hilfreich, wenn Sie die Bergbaugeschichte Tuchlovices mit den dazugehörigen, aber anders verorteten Relikten verbinden möchten.

Weitere Reiseziele entdecken: Zákolany, Žižice, Kutrovice, Plchov, Drnek, Velvary, Poštovice, Pozdeň

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Kladno.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.