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Choťovice lässt sich über zwei unterschiedliche Themen kennenlernen: die Geschichte der Kirche Narození Panny Marie und die Natur am Žehuňský rybník. Für die Reiseplanung entsteht damit eine Wahl zwischen Baugeschichte, Ortsgeschichte, Feuchtgebieten und Vogelschutz – oder der Verbindung beider Interessen. Auch der Fahrrad-Rastplatz an der Radroute 4199 und die regelmäßige Pohádková cesta eröffnen unterschiedliche Planungsansätze.

Vogelwelt und Feuchtgebiete

Seit 2004 ist das Gemeindegebiet von Choťovice Teil des Natura-2000-Vogelschutzgebiets Žehuňský rybník – Obora Kněžičky. Das Gebiet schützt unter anderem die Zwergdommel (Ixobrychus minutus) und das Tüpfelsumpfhuhn (Porzana porzana) sowie deren Lebensräume. Als Brutgebiet ist es für 131 Vogelarten bedeutsam; außerdem ist es ein Zuggebiet für Wasservögel und Greifvögel.

Das Nationale Naturdenkmal Žehuňský rybník umfasst den Katasterbereich von Choťovice. Es schützt Schilfröhrichte, Feucht- bis mesophile Wiesen und kalkreiche Niedermoore sowie seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten, insbesondere Vögel. Die beiden Schutzbezüge setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Das Vogelschutzgebiet wird auch über Brut- und Zugvögel beschrieben, beim Naturdenkmal sind konkrete Lebensräume benannt.

Der Žehuňský rybník hat außerdem eine Freizeitfunktion. Wahrscheinlich wurde er 1492 von König Vladislav Jagellonský angelegt. Damit stehen am selben Gewässer eine heutige Freizeitfunktion, die Bedeutung für geschützte Natur und eine historische Zuschreibung nebeneinander; die Anlage im Jahr 1492 bleibt dabei eine wahrscheinliche Datierung.

Kirche und Ortsgeschichte

Die Kirche Narození Panny Marie ist erstmals 1357 belegt und wurde früher auch Kirche Matky Boží genannt. Nachdem der frühere Kirchenbau durch Blitzschlag zerstört worden war, wurde die Kirche nach 1670 im frühbarocken Stil neu errichtet oder umfassend umgebaut. Die Daten markieren verschiedene Stationen: 1357 die erste Bezeugung, danach den Verlust des Vorgängerbaus und nach 1670 die frühbarocke Bauphase. Am 24. Juni 2006 erklärte das Kulturministerium der Tschechischen Republik die Kirche offiziell zum Kulturdenkmal. Diese Erklärung ist ein späterer Schritt als die historische Baugeschichte.

Radroute und Veranstaltungstermine

Am Rybníček v Neckách befindet sich ein Fahrrad-Rastplatz an der Radroute 4199. Die Route führt von Libice nad Cidlinou nach Urbanice bei Hradec Králové. Damit ist für die Reiseplanung eine konkrete Strecke mit benannten Endpunkten verbunden. Wenn Sie die Radroute einplanen, prüfen Sie ihren Verlauf vor der Fahrt; Routendetails können sich ändern.

Die Pohádková cesta gehört zu den regelmäßigen Veranstaltungen in Choťovice, ihre Termine variieren. Möchten Sie eine Übernachtung auf diesen Anlass abstimmen, prüfen Sie den konkreten Veranstaltungstermin, bevor Sie Ihre Planung festlegen. So unterscheiden sich die möglichen Schwerpunkte: Natur- und Ortsgeschichte stehen neben einem terminabhängigen Veranstaltungsanlass, der sich gezielt in die Reiseplanung einbeziehen lässt.

Weitere Reiseziele entdecken: Drahobudice, Nova Ves I, Červené Pečky, Radim, Zásmuky, Křečhoř, Tatce, Svojšice.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Kolín.

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